Deutliche Worte fand Steinbrück insbesondere gegenüber den USA: Diese seien Ursprungsort und Schwerpunkt der Krise, schließlich seien dort immens riskante Immobilien- und Kreditgeschäfte betrieben worden, sagte Steinbrück. Es gehe um die unverantwortliche Überhöhung eines zügellosen Renditestrebens ohne ausreichende Regulierung. "Wer Licht am Ende des Tunnels sieht, sieht die Lichter des herannahenden Zugs", sagte Steinbrück.
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In Folge der Finanzkrise erwartet er tiefgreifende Veränderungen: "Niemand sollte sich täuschen: Die Welt wird nicht wieder so werden wie vor dieser Krise", sagte der SPD-Vize in seiner Regierungsklärung. "Die USA werden ihren Status als Supermacht des Weltfinanzsystems verlieren", prophezeite er.
Der Minister erteilte erneut Forderungen eine Absage, auch in Deutschland ein ähnliches Rettungspaket für marode Banken aufzulegen wie in den USA. Die US-Regierung will mit einem 700-Milliarden-Dollar-Paket die Bankenkrise entspannen. "Die Finanzmarktkrise ist vor allem ein amerikanisches Problem", sagte Steinbrück.
Sauer zeigte er sich über den Titel des Magazins Newsweek, das den US-Finanzminister Henry Paulson als "King Henry" feiert, obwohl dieser in seiner Zeit als Boss der Investmentbank Goldman Sachs einer der Profiteure der grenzenlosen Gier an der Wall Street gewesen sei. Er und die anderen Beteiligten an der Rettung der IKP würden dagegen als "Zusammenrottung von Ignoranten" verunglimpft.
Auftrieb für soziale Marktwirtschaft
Eine ähnliche Haltung zum US-Rettungsplan hat der CDU-Politiker Bernhard: "Wir sehen keinen Anlass, uns an den 700 Milliarden zu beteiligen." Den Standpunkt der G7 - ohne die USA -, die das Finanzprogramm ablehnen, bestätigte Bernhard: "Die Position werden wir durchhalten."
Steinbrück warf den USA schwere Versäumnisse vor. So seien die US-Amerikaner bei der Einführung der strengeren Eigenkapitalregeln nur sehr zögerlich vorgegangen. Zudem seien die Investmentbanken nicht ausreichend reguliert und die Aufsicht in den USA stark zersplittert. "Dieses in weiten Teilen unzureichend regulierte System bricht gerade zusammen."
Die Fernwirkungen der Krise seien derzeit nicht absehbar, sagte Steinbrück. "Eines scheint mir aber wahrscheinlich: Das Weltfinanzsystem wird multipolarer. In der neuen Finanzmarktwelt werden Staatsfonds und Handelsbanken aus Asien oder dem Nahen Osten ebenso ihren Anteil haben wie europäische Banken mit ihrem Universalbankenmodell - ein Modell, das sich übrigens dem amerikanischen Trennbankenmodell gerade jetzt als überlegen erwiesen hat", sagte er.
Deutschland müsse sich in nächster Zeit weltweit auf niedrigere Wachstumsraten und - zeitlich verschoben - eine ungünstigere Entwicklung auf den Arbeitsmärkten einstellen. Sparer in Deutschland bräuchten sich über ihre Einlagen aber derzeit nicht zu sorgen.
Der Finanzminister glaubt, dass die Finanzmarktkrise die Idee der sozialen Marktwirtschaft auf lange Sicht weltweit stärken könnten. Die Krise zeige die Notwendigkeit von staatlichen Handeln, das den Märkten Spielregeln und Grenzen setzen müsse, sagte er.
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(sueddeutsche.de/AP/dpa/Reuters/odg/hai/cag/gal)
Youtube-Hit aus USA
Und ganz vorne dran - Steinbrück und Asmussen!
Unglaublich!
Solche Leute haben in unserer Regierung und im Finanzministerium nichts zu suchen.
Das nennt selbst das Manager-Magazin inzwischen "Gewinne privatisieren und Verluste sozialisieren!"
Diese Krise wurde im Finanzministerium verursacht und der Verantwortliche heißt Steinmeier.
Die Schuld allein auf die Amis zu schieben ist scheinheilig!
Hätte die Bundesregierung - auch im Europaparlament - und gegenüber den USA mehr Rückgrat gezeigt, wäre es nicht so weit gekommen!
Aber die BaFin hat ja den Kraken nachweislich sogar Tür und Angel geöffnet!
Wer steht der BaFin vor? Steinbrückr!
Und die Landesbanken wurden gedrängt, ebenfalls zu spekulieren!
Da drohte man diesen, wenn sie sich nicht an dieser unsäglichen Spekulation beteiligen, diese zu privatisieren!
Steinbrück - gespaltene Zunge - wenn er den Mund aufmacht!
So viel Scheinheiligkeit ist nicht mehr zu ertragen!
einmal mehr ist bewiesen, dass der gewiss nicht immer koschere Lafontaine mehr Grips in der Birne hat als die Regierungsbank zusammen!!! Faktum!
Wenn man den Herrn Steinbrück hört, reibt man sich verwundert die Ohren ... ist das noch derselbe Mensch, der im Februar alles im grünen Bereich sah?
"Wir werden eine andere Welt haben als bisher" (sinngemäß) ... wow!!! Dann muss es wohl noch knüppeldick kommen ... als Finanzminister müsste er doch einen Wissensvorsprung haben, oder? Nun ja, wahrscheinlich nicht ... erst die SPD neoliberalisieren - und jetzt so tun, als hätte er es schon immer gewusst. Hätte mal auf die Linke hören sollen oder Attac oder was weiß ich - sich jetzt hinstellen und den Amis die ganze Schuld in die Schuhe schieben, ist ganz schön billig. Der Knabe hat doch Wort für Wort gelaubt, den die Derugulierer gequasselt haben ... schändlich!!! Schändlicher sind nur die Liberalen, nunmehr ist bewiesen, dass die von Ökonomie keine Ahnung haben. Schämen sollten die sich, statt dem Wende-Peer auch noch zuzuklatschen.
Fast alles was La Fontaine seinerseits gesagt hatte, kommt heute von den etablierten Parteien in die Medien.
Dann kann ich aber auch davon ausgehen, dass das heutige von ihm auch richtig ist.
Paging