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Helmut Schmidt; dpa

Als erster westlicher Staatsmann übt der Sozialdemokrat Helmut Schmidt 1977 Kritik an den SS-20-Mittelstreckenraketen der Sowjetunion.

Der Bundeskanzler befürchtet, dass dadurch in der Sowjetunion eine "Grauzone" zwischen strategischen Waffen einerseits und konventionellen Waffen andererseits entsteht. Würden die Sowjets in dieser "Grauzone" ungehindert aufrüsten, werde das westliche Europa politisch erpressbar.

Der Nato-Doppelbeschluss sieht zwar die Stationierung von Mittelstreckenraketen in Westeuropa vor, schlägt der Sowjetunion aber gleichzeitig vor, beiderseits auf die Waffensysteme zu verzichten. Im Dezember 1979 unterzeichnen die Außen- und Verteidigungsminister der Nato den Doppelbeschluss.

In der europäischen Bevölkerung stößt das Abkommen auf große Ablehnung, es entwickelt sich eine breite Friedensbewegung. Auch Umweltschützer beteiligen sich an den Protesten - aus ihnen geht am Ende von Schmidts Regierungszeit die Partei Die Grünen hervor.

Foto: dpa

14. Mai 2008, 11:19 2008-05-14 11:19:00