Barack Obama rettet das Ansehen der USA in Deutschland: Der US-Präsident macht laut einer Umfragen die Bush-Jahre vergessen - und weckt Sehnsüchte nach einem deutschen Pendant.

Schon vor seiner Wahl war die Begeisterung für Barack Obama in Deutschland sehr groß. Seit er sein Amt als US-Präsident übernommen hat, hat Obama wenig von dieser Strahlkraft verloren. Im Gegenteil: Sein hohes Ansehen färbt zunehmend auf das ganze Land ab.

US-Präsident und Liebling der Deutschen: Barack Obama. (© Foto: ddp)

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Das Ansehen der USA ist unter Obama deutlich gestiegen. Kurz vor dem ersten Deutschland-Besuch an diesem Freitag in Baden-Baden ermittelte der ARD-Deutschlandtrend, dass 78 Prozent der Befragten die USA für ein Land halten, "dem man vertrauen kann". Unter Amtsvorgänger George W. Bush waren zeitweise nur 32 Prozent dieser Meinung.

80 Prozent der Bundesbürger trauen Obama der Umfrage zufolge zu, "einen wichtigen Beitrag zur Lösung der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise zu leisten". Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) trauen dies 58 Prozent zu. Bei Außenminister und SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier glauben nur 49 Prozent, dass er Entscheidendes zur Krisenlösung beitragen kann.

Drei Viertel aller Deutschen wünschen sich einer Umfrage zufolge einen "deutschen Barack Obama". Laut der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Instituts Infratest dimap freuen sich 82 Prozent auf den Besuch Obamas, der an den Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen der Nato teilnimmt.

84 Prozent stimmten vor Beginn des Nato-Gipfels der Aussage zu, das Militärbündnis sei wichtig, um den Frieden in Europa zu sichern. 61 Prozent plädierten dafür, dass die Nato sich weiterhin in Afghanistan um den Kampf gegen die Taliban und den Wiederaufbau des Landes kümmern solle. Allerdings sind nur 32 Prozent der Ansicht, die Bundeswehr sollte weiterhin in Afghanistan stationiert bleiben.

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(AFP/AP/dpa/woja/bica)