Die Schlichtung zu Stuttgart 21 beginnt, und eine Frage lautet: Wie viele solch unsinniger Großprojekte kann sich der Wirtschaftsstandort Deutschland noch leisten? Viel wichtiger wäre der Ausbau großer Güterverkehrsstrecken - doch die in Stuttgart verschleuderten Milliarden werden dafür fehlen.
Wer den Irrsinn der deutschen Verkehrspolitik erleben will, der muss nur in den Zug von München nach Augsburg steigen und einen Blick aus dem Fenster werfen. Seit 1998 schon wurstelt die Bahn am viergleisigen Ausbau eines 43 Kilometer langen, schnurgeraden Streckenabschnitts. Zeitweise erinnerte das Projekt an eine Ein-Mann-Baustelle, so verlassen standen die paar Bagger in der Gegend herum. Im Herbst 2011 soll die Trasse endlich in Betrieb gehen - dreizehn Jahre nachdem im Beisein der CSU-Größen Edmund Stoiber und Theo Waigel das erste Gleis ins Schotterbett gelegt wurde.
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Der Hauptbahnhof Stuttgart soll durch das Milliardenvorhaben Stuttgart 21 ersetzt werden - das Geld wird für andere, dringend nötige Verkehrsprojekte fehlen. (© AP)
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Obwohl die Bahn selbst mit dieser ebenso leichten wie notwendigen Aufgabe überfordert war, plant sie nun mit Stuttgart 21 ein Projekt von schicksalhafter Bedeutung für Deutschland. Dazu stilisieren es jedenfalls seine Befürworter - angefangen von Bundeskanzlerin Angela Merkel bis hin zu Außenminister Guido Westerwelle. Er sieht in der Durchsetzung von Stuttgart 21 gegen alle Widerstände ein Zeichen, das die Bundesrepublik in die Welt sende: Bei uns geht halt noch was vorwärts.
Tatsächlich ist Stuttgart 21 von wegweisender Bedeutung für die Verkehrspolitik. Allerdings lautet die Frage genau anders herum: Wie viele solch unsinniger Großprojekte kann oder will sich der Wirtschaftsstandort Deutschland noch leisten? In den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten hat die Bahn mit Unterstützung der Politik zweistellige Milliardenbeträge in den Bau von Fernverkehrsstrecken investiert - ohne dass sich an der Dominanz des Autos und Flugzeugs etwas geändert hätte.
Die prestigeträchtigen ICE-Trassen wie Nürnberg-München oder Frankfurt-Köln haben vor allem eins gemeinsam: Ihre Kosten waren am Ende weit höher als geplant, ihr Nutzen aber viel geringer. Selbst auf der sechs Milliarden Euro teuren Strecke zwischen Frankfurt und Köln fahren pro Stunde und Richtung lediglich 2,4 Züge - prognostiziert wurden in der Planung sechs Züge. Oder die Schnellfahrstrecke von München nach Nürnberg - sie hat statt 2,3 Milliarden am Ende 3,6 Milliarden Euro gekostet. Für Güterzüge ist sie gesperrt, nachts liegt sie brach.
Dabei ist gerade der Gütertransport die eigentliche Stärke der Bahn. Im Gegensatz zum Personenfernverkehr hält die Schiene hier nennenswerte Marktanteile, die sie in den vergangenen Jahren sogar noch ausbauen konnte. In der Öffentlichkeit wird diese Erfolgsgeschichte allerdings kaum wahrgenommen, denn die Fracht wird oft weit draußen am Stadtrand verladen. Inzwischen ist der Güterverkehr auf vielen Strecken an der Grenze seiner Kapazität angelangt, Steigerungen sind ohne Investitionen kaum mehr möglich. Der Berliner Verkehrsexperte Michael Holzhey hat unlängst in einem Gutachten für das Umweltbundesamt ausgerechnet, dass sich mit elf Milliarden Euro die Transportleistung des Güterverkehrs auf der Schiene verdoppeln ließe.
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Das Deutschland solche helen Köpfe wie Sittler und Sie hat. Unglaublich Ihre Enthüllungen. Ich gehe jetzt sofort demonstrieren.
Der Fall Stuttgart21 könnte die Transparenz über den Gesamt-Betrug herstellen, d.h. aus der 'AHNUNG des Betrugs' eine Gewissheit für die DURCHBLICKER machen. Das hätte machtsystem-revolutionäre Konsequenzen. Denn der Verfasser veröffentlicht auf seiner Webseite www.die-kreativen-partei.de die ganze Betrugsdimension des 2%Wachstumszwang-Regime, in der der SiemensAG-Vorstand u n d der IGMetallvorstand die hervorragende Rolle spielen - und die evolutonssystemische Nachfolge-Ordnung rür den weltindustriellen Fortschrittsprozess (= Ordnung des KREATIVEN Evolutinspfades). Wenn diese doppelte Wahrheit öffentlich wird, dann wird das 2%Wachstumszwang-Rumpelstilzchen sich selbst zerreißen müssen und die Brücke in das REICH des KREATIVEN ist begehbar.
Wir haben es nicht mit einer 'irrationalen deutschen Verkehrspolitik' zu tun,. sondern mit einer höchstrationalen, generalstabsgenialen Verkehrspolitik. Man muß sie nur als Diener der/des 2%Wachstumszwang-Logik und des 2%-Regimes erkennen
Die DB ist Bundeseigentum und damit der 2%Wachstumszwang-Politik maximal unterworfen. Die DB-Spitze muß das Maximum an Wachstumszwangbeitrag generieren und garantieren - vor allem durch 'MINIMIERUNG der Autokonkurrenz bei Pesonen u n d bei der Fracht' und durch MAXIMIERUNG der Investitionen für HighTech-Vekehrstechnik-, Konsumtempel- und Bauinvestitionen.
Aller Sinn und IRRSINN der DB-Politik und der DB-Projekte seit 1982 (= Kohls Machtübernahme) - von Strecken über Tarifgestaltung bis zu den Konsumtempel/Bahnhof-Bauten - ist aus den genannten Unternehmenszielen - Minimierung der Autokonkurrenz und Maximierung der Investitionen - völlig logisch ableitbar. Diese Wahrheit ist atemberaubend. Sie muß nur erkannt werden.
Die Betrugs-Qualität gegen die Entwicklungschancen der MENSCHEN und das Betrugsvolumen, gerechnet in GELD und KOSTEN für die Gesellschaft, das sich durch den schon Jahrzehnte dauernden Verrat der DB-Vorstände u n d der Gewerkschaftsspitze ( früher der GdED, jetzt TRANSNET) angesammelt hat, kann ich nicht beziffern.
Man muß nicht in die Details gehen, die im SZ-Bericht von Hr. Beck, aufgeführt sind, man muß nur die Kostenvergleich zwischen den konkurrierenden Verkehrssystemen vor Augen haben, um zu wissen, welches Volumen wir hier besprechen.:
Am meisten trägt jeder Auto-Personenkilometer ( über 30 ct. je km) zum Existenzziel der Macht-Nr.1-Spitze bei. Das Fahrradfahren ist mit 1ct je km am wenigsten wachstumszielführen, während die DB näher beim Fahrrad als beim Auto liegt, und der Flug-Personenkilometer-Satz über dem Auto-Personen-Kilometer liegen dürfte.
Fazit: Die Bundesregierung, die Wirtschaft und alle Regionalregierungen werden dafür gesorgt haben, dass Stuttgart 21 für einen maximalen Wachstumsbeitrag sorgen - minimale Pesonen-und Fracht-Autokonkurrenz, maximales Investitionsvolumen. Die Dimension des jahrzehntelangen DB-Betrug ist völlig unbekannt - siehe das Fazit des SZ-Berichts 'irrationale deutsche Verkehrspolitik'.
Der Fall Stuttgart21 könnte die Transparenz über den Gesamt-Betrug herstellen, d.h. aus der 'AHNUNG des Betrugs' eine Gewissheit für die DURCHBLICKER machen. Das hätte machtsystem-revolutionäre Konsequenzen. Denn der Verfass
Die Diskussion liegt schon einige Tage zurück, dennoch eine Antwort.
Ich entschuldige mich, dass die Ironie nicht deutlicher zum Ausdruck kam. Dass die SZ die Süddeutsche Zeitung und kein Autor ist, ist mir natürlich bekannt. Ich bezog mich mit meiner Frage auf die Personifizierung, die Sie der SZ offenbar zuerkennen, wenn Sie die Frage stellen, was die SZ will. Denn aus meiner Sicht ist eine Zeitung kein monolithischer Block, die in jedem ihrer Beiträge eine einheitliche Meinung vertreten muss. Der von Ihnen genannte Artikel - der im Übrigen schon 7 (!) Jahre zurückliegt - lässt sich leider keinem Autor zuordnen, weshalb ich nicht sagen kann, ob dafür ebenfalls Herr Beck verantwortlich ist.
Ich kenne keine weiteren Beiträge von Ihnen im Forum, deshalb weiß ich nicht, ob Sie ebenfalls die Meinung vertreten, dass die deutsche Presse mangelnde Vielfalt aufweist. Allerdings gibt es hier zahlreiche Foristen, die das so sehen. Auch ich finde nicht, dass man einer Zeitung vorwerfen sollte, Plattform für unterschiedliche Positionen zu sein, die in diesem Fall, wie einer meiner Vorredner geschrieben hat, noch nicht einmal bestehen müssen.
Was es bisher leider kaum bis ans Licht der Öffentlichkeit geschafft hat, ist die zugehörige neu zu bauende Bahnstrecke Stuttgart-Ulm. Die bisherige Bahnstrecke – Teil der Hauptstrecke zwischen München und Stuttgart – bewältigt zwischen Geislingen und Amstetten den Albaufstieg mit bis zu 2,25 % Steigung sowie mit engen Kurvenradien und stellt ein Nadelöhr dar. Alle Personenzüge, vom RE bis zum ICE, fahren hier mit max. 70 km/h, schwere Güterzüge müssen nach wie vor von einer 2ten Lokomotive den Berg hinauf „nachgeschoben“ werden und sind noch langsamer.
Seit der Bahnprivatisierung befahren auch private Bahnunternehmen mit ihren Güterzügen diesen Streckenabschnitt, aus Wettbewerbsgründen erhalten aber nur einige private Bahnunternehmen für ihre Güterzüge Schubhilfe von den in Geislingen stationierten zusätzlichen Lokomotiven der DB. Der Rest muss seine eigene 2te Lokomotive über weite Strecken im eigenen Zug mitführen, obwohl die 2te Lok lediglich für den kurzen Streckenabschnitt der Geislinger Steige benötigt wird.
Wer glaubt, dass diese umständliche und unwirtschaftliche Betriebsführung mit der neuen Eisenbahnstrecke ein Ende findet, liegt falsch: Aufgrund ihrer Steigung von bis zu 3,5 % (!) gegenüber den maximal 2,5 % auf der vorhandenen Strecke wird die Neubaustrecke nach ihrer Fertigstellung im Güterverkehr nach wie vor nur von leichten Güterzügen bis ca. 1000 Tonnen Zuggewicht befahren werden können. Lediglich Personenzüge werden mit diesen Steigungen keine Probleme haben. Wirklicher Fortschritt, Wettbewerb? Fehlanzeige!
Eisenbahnbau-Großprojekte bestehen nicht nur aus neuen Bahnhöfen, sondern vor allem aus neuen Strecken, und die wirklichen Fallstricke lauern oft dort, wo man Sie am wenigsten vermutet und wo auch keiner lautstark demonstriert.
Eisenbahnstrecken wurden bisher immer für lange Zeitabschnitte geplant und gebaut, das heutige Netz ist bis auf wenige Ausnahmen mehr als 100 Jahre alt. Zur Neige gehende fossile Rohstoffe und zunehmende Umweltschäden könnten in Zukunft kaum Alternativen zum Güterfernverkehr auf der Schiene und dem Binnenschiff lassen. Die derzeitige Streckenplanung für die Neubaustrecke Stuttgart-Ulm lässt aber genau dies nicht zu.
Für künftige Generationen könnte vor diesem Hintergrund ein einzelnes (nicht-) gebautes unterirdisches Innenstadt-Personenbahnhöfchen durchaus zur lächerlich unbedeutenden Nebensächlichkeit verkommen. Für kurzsichtig geplante und f
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