Demonstrationen in KairoÄgypter trotzen der Polizeigewalt

Rund um die Uhr besetzen Demonstranten in Kairo den Tahrir-Platz, um ihre Forderungen durchzusetzen. Eine Ankündigung von Militärchef Tantawi reicht den Menschen nicht, ihre Antwort: "Verschwinde!" Der Protest dauert an.

Der ägyptische Militärchef Mohammed Hussein Tantawi kündigte an, bis Mitte nächsten Jahres die Macht an eine zivile Regierung übergeben zu wollen, den Ägyptern reicht das nicht. Sie wollen sofortige Veränderungen und protestieren weiter.

Ein junger Ägypter trägt einen Verband im Gesicht und wirft eine Tränengas-Kartusche der Sicherheitskräfte zurück in deren Richtung.

Seit Tagen protestierten Zehntausende Ägypter für einen sofortigen Rückzug des Militärs - das schlägt mit roher Gewalt zurück: Mindestens 35 Menschen wurden seit dem erneuten Aufflammen der Krawalle am Samstag getötet, Tausende sollen verletzt worden sein. Und trotzdem demonstrieren die Menschen auch am Mittwoch auf Straßen und Plätzen in Kairo, um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen.

Bild: REUTERS 23. November 2011, 08:492011-11-23 08:49:19 © sueddeutsche.de/infu