Zu seinen Forderungen zählt auch der alters- und behindertengerechte Ausbau von Wohnungen, damit die Menschen so lange wie möglich in ihrem eigenen Zuhause leben können, ein rascher Umbau der Pflegeversicherung zu einer "kompletten Volksversicherung", flächendeckende Angebote bei Palliativ- und Hospizdiensten sowie eine Reform der Kommunalfinanzen, damit die zumeist hoch verschuldeten Städte und Gemeinden ihre Aufgaben für Ältere, aber auch Kinderbetreuung und Bildung überhaupt noch erfüllen könnten. Von den Politikern in Bund, Ländern und Gemeinden verlangt Müntefering, bei ihren Entscheidungen über die Grenzen einer Legislaturperiode hinaus zu denken.
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Demographische Entwicklung in Deutschland Demographische Entwicklung in Deutschland (© online.sdepolitik)
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Es müsse in Jahrzehnten, nicht in Jahren gedacht werden. "Der totale Schock, der sofortiges rigoroses Handeln erzwingt, ist unwahrscheinlich. Deshalb ist die Gefahr groß, aus Angst vor der Schwierigkeit der Botschaft in Deckung zu bleiben und die Verkündung der anstrengenden Nachricht anderen zu überlassen", mahnte Müntefering.
Ausdrücklich warnte er davor, unter Verweis auf den gegenwärtigen Sparzwang und die großen Löcher in den öffentlichen Haushalten weiterhin zukunftsträchtigen Entscheidungen aus dem Weg zu gehen. Der Preis dafür sei hoch. Er habe die Sorge, dass wir all diese Fragen in Zeiten knapper Gelder abermals vertagen, sagte Müntefering. "Wenn wir uns jetzt aber entschließen, wieder nichts zu tun, kann es sehr gefährlich werden. Dann gibt es in ein paar Jahren große gesellschaftliche Konflikte: Stadt gegen Land, Eltern gegen Kinderlose, Jung gegen Alt, junge Leute mit geringen Einkommen gegen alte Menschen mit Wunsch nach einigermaßen ausreichender Rente", fügte er hinzu.
Trotz seiner Warnungen tritt Müntefering aber dem Eindruck entgegen, die alternde Gesellschaft sei nur mit Risiken verbunden. Es könne keine Rede davon sein, dass eine "unabwendbare Katastrophe" bevorstehe. Allerdings sei die Zeit begrenzt: "Die Frist für die Gestaltbarkeit der Dinge läuft bald ab."
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(SZ vom 27.05.2010/segi)
auch bei solchen Politiker.Die Schulden Uhr dreht sich unaufhältlich und unsere Beamte und vor allem die Pensionäre haben sich wieder um 2,3% einen Gehaltsschluck genehmigt.Ich glaube er fängt an sich darüber Gedanken zumachen
wenn das zusammen bricht.Die Penisonslasten sprengen jetzt schon jeden Haushalt u.keiner der Pensionäre will es einsehen was das für eine schreiende Ungerechtigkeit nach sich zieht.
Nachdenkseiten: Wie schon in seinen Zeiten als Sozialminister stützt sich Müntefering auf Vorausberechnungen für die Jahre bis 2050. Er unterstellt eine Schrumpfung der Bevölkerung auf 65 Millionen oder – ohne positiven Wanderungssaldo – gar auf 61 Millionen und er rechnet vor, dass auf 100 Personen im Alter von 20 bis 64 im Jahr 2050 65 Personen kommen, die älter als 65 Jahre sein werden. Wieder einmal werden langfristige Rechnungen mit Modellcharakter als Prognosen und sozusagen aus unausweichliche Entwicklungen unterstellt, als seien sie ein unausweichliches demografisches Naturgesetz. Der Statistiker Gerd Bosbach hat dargestellt, dass 50 Jahres-Prognosen “moderne Kaffeesatzleiserei” seien. Sie seien in der Vergangenheit unmöglich gewesen und das seien sie auch in der Zukunft. Was die Unsicherheit von Bevölkerungsprognosen anbetrifft, so habe etwa das Statistische Bundesamt seine Verausberechnungen kurzfristig um mehrere Millionen korrigiert. Selbst wenn die Vorausberechnungen einträfen, vernachlässigt Müntefering einmal mehr die Tatsache, dass bei der von den Erwerbstätigen zu “versorgenden” Bevölkerung nicht nur der Altenquotient, sondern auch der Jugendquotient eine Rolle spielt. Wenn man den Gesamtquotienten nähme habe sich die Dramatik schon halbiert.
Niemand könne auch vorhersagen, wie 2050 das tatsächliche Renteneintrittsalter aussehe. Und weiter wird der Produktivitätsfortschritt – der es ermögliche, dass mehr zwischen Erwerbstätigen und zu Versorgenden verteilt werden könnte – vernachlässigt.
und seinesgleichen endlich mal einegstehen würden, das sie das Land ruiniert haben auf Grund einer narzisstischen Weltanschauung, könnten wir über eine anständige Behandlung im Alter seinesgleichens nachdenken. Aber nein, immer noch einen Kugsch..haufen setzen.
Wobei bei Nichteinhaltung eine Auspeitschung durch das Volk als Strafe vorgesehen werden müsste.
Müntefering, der eine Luxuspension auf Kosten des deutschen Steuerzahlers bezieht, also ohne sie auch nur annähernd jemals eingezahlt zu haben, ist doch selbst ein der größten Sargnägel für jedes Pensionssystem. Wie übrigens etliche andere Politiker aller Parteien auch.
Wobei bei Müntefering außerdem noch dazu kommt, dass er einen großen Teil seiner nicht einbezahlten Luxuspension auch noch an seine vor kurzer Zeit geehelichte Frau weitergeben kann, falls Gott die normalen deutschen Pensionsbezieher erhören und Müntefering aus dem Verkehr ziehen sollte.
Und mit dem Alter schwinden nicht nur die diversen physischen und psychischen Fähigkeiten, man verliert wohl auch seine Realitätswahrnehmungsfähigkeit.
Wir stehen heute nicht vor einem Generationenkonflikt.
Wir stehen kurz vor dem Konflikt zwischen jenen weniger als 15% aller deutschen Privathaushalte, die, lt. Statistischem Jahrbuch 2008, bereits im Jahre 2007 über mehr als 85% aller Privatvermögen verfügten.
Erikch Kästner schrieb dazu sein Gedicht "Ansprache an Millionäre" schon in den 1920er Jahren.
Und die Politik von Schröder, Müntefering, Steinbrück, Eichel, Steinmeier & Konsorten lieferte ja geradezu dramatische Förderungsarbeit für diese Konfrontation zwischen den neuen Feudalherrschaften und dem ganzen restlichen Domestiken- und Lakaienpack, dass qua Niedriglohnpolitik für die neuen Herrschaften ganz hervorragend entwürdigt, entwertet, entkapitalisiert und entmachtet wurde.
Man fragt sich wirklich, ob die heutigen Politkader geistig-moralisch ebenso konditioniert sind, wie das am Beispiel von Erich Mielke und Kurt Hager (Mitglieder des ZK der SED) im Jahre 1989/1990 offenkundig wurde.
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