Nach dem Hessen-Debakel ist die SPD an einem Tiefpunkt angelangt: Es drohen drei erfolglose Landtagswahlen und die Opposition im Bund.
Das Internet ist nicht die Wirklichkeit, höchstens ein Teil von ihr. Aber manchmal bildet sie die Realität so gut ab, dass es einem wie Schuppen von den Augen fällt. Wer beispielsweise die Wortkombination SPD und Desaster in die Google-Suchmaske eingibt, erhält 1,1 Millionen Treffer. Dasselbe Substantiv in Kombination mit CDU ergibt gerade mal 230.000 Ergebnisse.
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Eingetrübte Wahrnehmung in der Parteiführung: SPD-Chef Müntefering und Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier. (© Foto: dpa)
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Eingetrübte Wahrnehmung in der Parteiführung
Das Verhältnis könnte sich in den kommenden Monaten noch stärker für die Sozialdemokraten verschlechtern. Denn der doppelte Fehlstart der Andrea Ypsilanti wird weitreichende Folgen auch für die Bundespartei haben: Er markiert den Tiefpunkt einer einst stolzen, heute aber verschämten, verunsicherten und geschrumpften Partei, die zehn Monate vor der nächsten Bundestagswahl nicht weiß, was sie machen soll.
Schon das Reaktionsmuster auf das Scheitern in Hessen zeigt die eingetrübte Wahrnehmung der Parteiführung. "Empörung" erfülle ihn, bekundete Franz Müntefering, Frau Ypsilanti sei doch eine "tüchtige Politikerin". Früher haben Sozialdemokraten unter tüchtig etwas anderes verstanden.
Ist es tüchtig, wenn man nach der Wahl etwas tut, das man davor ausgeschlossen hatte? Ist es tüchtig, wenn man "zwei Mal durch die gleiche Wand" (Kurt Beck) zu laufen versucht? Und ist es tüchtig, wenn man eine rot-grüne Minderheitsregierung bilden will, auf alle Stimmen seiner Partei angewiesen ist, aber seine stärksten Widersacher nicht mit Argumenten und Posten einbindet, sondern sie verprellt?
Nein, Tüchtigkeit ist in der SPD derzeit schwer zu entdecken. Der kleine Zwischenschwung, den die Rückkehr Münteferings an die Parteispitze ausgelöst hatte, ist dahin. Im Kabinett überdeckt die vermeintliche Weltkrisenmanagerin Merkel ihren Herausforderer Steinmeier, und eine Strategie, wie sich die Genossen im Berliner Fünfparteiensystem erfolgreich positionieren könnten, fehlt.
Gespaltene Partei
Zwar hat die SPD mit dem Abschmelzen von Mitgliedern hin zu Grünen und Linken nur an ihren Rändern verloren. Aber einher damit ist offenbar der, zumindest vorübergehende, Verlust der eigenen Mitte gegangen. Die Partei ist gespalten zwischen Schröder'scher Agendapolitik und der von vielen Mitgliedern und Bürgern gefühlten sozialen Unwucht in der bundesdeutschen Gesellschaft. Sie ist eingeklemmt zwischen einer dominierenden Union und einer Lafontaine-Partei, welche den ursozialdemokratischen Programmkern Gerechtigkeit immer länger, lauter und erfolgreicher für sich reklamiert.
Nun muss sie fürchten, im kommenden Jahr bei Neuwahlen in Hessen abgestraft zu werden. Sie muss im Saarland zittern, ob die Linke sie überholt. Und sie muss bangen, ob und zu welchen Bedingungen die Linke ihr in Thüringen zur Macht verhelfen will. Geht in den kommenden Monaten kein Ruck durch die Partei, der zur Erneuerung von Positionen und Strategie führt, werden ihr die Wähler auf Bundesebene wohl die Zwangserneuerung verordnen: in der Opposition.
Sinti und Roma als Nachbarn? Bloß nicht, sagen zwei von drei Deutschen. Über Menschen, die im eigenen Land Fremde sind. Seite Drei. Jetzt lesen ...
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(sueddeutsche.de/jkr)
Das Problem der SPD ist ein Problem des Marketing. Eine Partei hat - wie ein Auto - ein Markenimage. Opel z.B. langweilig aber solide. Wenn man dann aus Kostengründen schlechte Qualität einbaut und reperaturanfällig wird laufen die Kunden weg.
Die SPD war die Partei des Sozialstaats - als sie ihn ohne größere Diskussion reduzierte und auch noch ihre guten Beziehungen zu den Managern betonte, liefen ihr die Wähler weg. Frau Ypsilanti hat auf "Ehrlichkeit" - im Gegensatz zu Koch - gesetzt. Da darf man halt dann keine Versprechen brechen, das wird dann viel stärker bestraft als wenn es der Gegner tut.
Die Leistungen der SPD. endlich die Reformen angefasst zu haben, vor denen sich CDU/FDP immer gedrückt haben, absenken der Staatsquote auf Werte die niedriger lagen als je in 16 Jahren Kohl, ehrlichere Arbeitslosenstatistik durch Einbeziehung der Hartz IV-Empfänger, das ist den Menschen egal. trotzdem glauben sie, dass die durch die jetzige Krise offensichtlich überforderte FDP - kein neuer Gedanke, obwohl das von ihnen propagierte Modell gescheitert ist - und die untätige CDU höhere Wirtschaftskompetenz haben. Markenimage eben.
Die SPD hat bewiesen, was sie kann. Vielleicht nicht genug, aber deutlich mehr als CDU/FDP. die, laut Statistischem Bundesamt, Steuererhöhungs und Schuldenparteien.
Aber es wird ihr nichts nützen.
Ich halte an sich dieses Google-Treffer-Zahlenspiel für ziemlich seltsam, es geht vielleicht für einen Gag, aber wenn Sie es schon bemühen und irgendeine Aussage damit machen wollen, dann sollten Sie wenigstens auch mal SPD und NPD eingeben.
Da es bei dieser Suche in Google mehr Treffer gibt, als bei CDU und NPD, bedeutet das dann, dass die SPD der NPD noch viel näher ist, als die CDU?
"... ein Hauch... ist eine Untertreibung, aber wie sollen das die Protagonisten einer gleichgeschalteten Presse begreifen?"
Ich habe den Versuch unternommen, das subkutan, also schonend zu vermitteln.
Man kann sich an dUmfragen erquicken. Hat McCain auch gemacht. Hat nichts genützt von den "Wahlforschern" falsche Zahlen zu bekommen.
Unternehmen können isch für Kundenzufreidenheitsumfragen nichts kaufen, zählen tun nur Umsätze. So wie in der Politik Wählerstimmen udn nicht obvskure Umfragen zählen. Wie sahen aber die letzte Wahlen für die Union aus?
Hessen eingebrochen mit dem Kurs des rechten Randes. Koch hat so wenig Wahlstimmen bekommen, dass er 10 Monate tatenlos in der Ecke sitzen muss und auch das Jahr noch voll bekommt in einer Minderheiten Zwangsrefgierung ohne Mehrheit im Pralamnet. Das ist die Leistung der Union. Stimmenverlust.
In Bayern ist die Bombe ind ie Mitte des Unionslagers gespritzt. Während die SPD Bodenbildung geübt hat, ist die CSU zertrümmert und muss sich von recycelte Alt-FDP-Kadern aufpäppeln, die der Spass Opportunist wegegekelt hat.
In Berlin fidnet die Union nicht mehr statt. Rot-Rot regiert in der zweiten Periode stabil und wir dauch eine Dritte machen, weil sich die Union nach dem Wegfall der Straftäter in der Parteiführung, deren Strafverfahren immer noch laufen, völlig zerlegt hat. Die letztenb Abgeordneten der Union stolpern führungs und fassungslos durchs Abgeordnetenhaus, weil Landowski/Diepgen (CDU) es nicht wie Kohl und Koch geschafft haben, sich von der Strafverfolgung freizukaufen.
Und Brandenburg als letztes Messergebnis am Wähler für dei Pracht und Herrlichkeit der Union?
"Linke und SPD gleichauf
Nach Auszählung fast aller Wahlbezirke kommen SPD und Linke auf 25,8 beziehungsweise 24,7 Prozent der Stimmen, die CDU auf 19,8 Prozent. "
Das sind die Zahlen in den Landstrichen wo der Kardinal Meisner in Berlin die Atheisten vor der Wende auf 96% hochgepredigt hat. Jetzt predigt er das Rheinland christenfrei. Aus dem Dom zu Kölle schallt der Schlachtruf nach Wiesbaden: Koch, ich komme. Dann ist vorbei mit Christentümelei. 4% Katholiken. Maximal. Wie nach Meisner in Ost-Berlin.Der ist ehrgeizig!
Krude Perspektive für die Hessen. Und Degler wirft Nebelbomebn in der Mitte :-)
Die Union hat nur den rechten Rand und dafür ist sie abgestraft worden. Für die Google Matchlisten:
"cdu npd" 692.000 Treffer
Klar, dass dann bei der Unterwanderung durch den Staat das Bundesverfassungsgericht die NPD nicht verbeiten kann.
Paging