Das Bundespräsidialamt bestätigte am Freitag, dass der Antrag des Bundesbank-Vorstands auf Entlassung Sarrazins eingegangen sei. Man habe nun als erstes eine Stellungnahme der Bundesregierung angefordert. Zu weiteren Details wollte sich das Amt am Freitag nicht äußern. Auch Bundespräsident Christian Wulff äußerte sich nur allgemein zur Integrationspolitik. Der Mainzer Allgemeinen Zeitung sagte er: "Versäumte Anstrengungen bei der Integration müssen nachgeholt werden."

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"Probleme klar benennen"

Es müssten aber auch "klare Forderungen an Zuwanderer formuliert werden". Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich ähnlich: "Man muss Probleme klar benennen, aber man darf Fortschritte auch nicht verschweigen", sagte sie der türkischen Zeitung Hürriyet. Für Deutschland sei es eine Schlüsselaufgabe, die Zuwanderer aktiv in die Gesellschaft hineinzuholen. "Aber in gleicher Weise erwarten wir natürlich, dass sie das auch wollen und sich aktiv darum bemühen."

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) warnte in der Diskussion um die Integration von Ausländern vor Hysterie. Der Minister sagte, über Integration insbesondere im Zusammenhang mit dem Islam müsse selbstbewusst diskutiert werden. Man brauche dabei "keinen Anstoß von einem Provokateur", der "mit der Provokation auch noch Geld verdient", fügte er mit Blick auf Sarrazin hinzu. Die Debatte könne gelassen, klug und lösungsorientiert geführt werden oder in einer "ausgrenzenden lösungserschwerenden Weise".

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  1. Unmut und Brandbriefe
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(AFP/mob/wolf)