Kritiker werfen ihm Nazi-Jargon vor - aber Brandenburgs Ministerpräsident Platzeck bleibt bei seinen Worten. Der SPD-Politiker verteidigt seine Kritik am Verlauf der Wiedervereinigung.
Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hat seine umstrittenen Äußerungen zum "Anschluss" der DDR durch die Bundesrepublik 1990 verteidigt. Er habe es so gesagt, wie er es auch immer wieder sagen werde, sagte Platzeck in Potsdam. Den Vorwurf, er habe eine Terminologie der Nationalsozialisten übernommen, kommentierte der Regierungschef mit den Worten: "Ist doch Quatsch."
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Er steht zu seiner Äußerung: Für Brandenburgs Ministerpräsidenten Matthias Platzeck fehlen bei der Wiedervereinigung "Gesten gen Osten". Er spricht daher von einem "Anschluss" der ehemaligen DDR. (© dpa)
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Bei aller Freude über die deutsche Einheit müsse auch erlaubt sein, bestimmte Dinge in ihrem Verlauf kritisch zu sehen. Der SPD-Politiker fügte hinzu: "Ich habe mir zu DDR-Zeiten nicht den Jubel verordnen lassen, und das tue ich heute auch nicht." Wenn tadelnde oder nachdenkliche Anmerkungen "schon Gotteslästerung sind, dann ist etwas nicht in Ordnung", sagte Platzeck zu Reaktionen auf seine Äußerungen in einem Spiegel-Interview.
Der frühere SPD-Bundesvorsitzende Platzeck hatte in diesem Gespräch erklärt, mit der Wiedervereinigung habe eine gnadenlose Deindustrialisierung Ostdeutschlands begonnen. Die westdeutsche "Anschlusshaltung" sei verantwortlich für viele gesellschaftliche Verwerfungen im Osten Deutschlands nach 1990. Es fehlten selbst kleinste symbolische Gesten in Richtung Osten. Den Ostdeutschen sei das Gefühl vermittelt worden, "sie müssten alles wegwerfen, es war alles Stasi und alles ideologieverseucht".
Zu den Kritikern der Platzeck-Äußerungen gehört unter anderem der frühere Fraktionsvorsitzende der SPD in der DDR-Volkskammer, Richard Schröder. "Wir sollten in der politischen Diskussion auf Vergleiche mit der Nazi-Zeit verzichten", sagte er der Zeitung Die Welt. Den Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes mit dem Anschluss Österreichs an Nazi-Deutschland 1938 in Verbindung zu bringen, sei abwegig.
CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe forderte Platzeck auf, er müsse "sich schleunigst korrigieren".
Kritik kam auch vom Nachbarn Sachsen: Holger Zastrow, FDP-Fraktionschef im Sächsischen Landtag, hält die Vorwürfe für "abenteuerlich". Er sagte im Gespräch mit sueddeutsche.de, Platzeck verkläre die DDR-Vergangenheit und bleibe nicht bei der geschichtlichen Wahrheit. Der Beitritt der DDR zur alten Bundesrepublik sei "geschichtlich einmalig und alternativlos" gewesen. "Platzecks Jammerei geht mir ziemlich auf den Geist, Respekt schafft man durch Leistung und nicht durch Jammern", kritisierte Zastrow.
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(sueddeutsche.de/dpa/ddp/lama)
dann bleibt bezüglich der Zusammenführung der alten Bundesrepublik Deutschland und der von den stalinistischen Kaderfunktionären aus der Schule der JP, FDJ, SED und der Élitearier aus den Reihen der Stasi zu Grunde gerichteten DDR-Diktatur nichts anderes als die Einverleibung der "ostelbischen Gebiete" in den Staatsverband, der heute als der neue deutsche Feudalstaat präsentiert wird.
Faktisch nimmt die heutige Kanzlerin die geistig-moralische Position ein, die Nesthäkchens Mammi im 19. Jahrhundert repräsentierte, als die Gesellschaft in die etablierten, saturierten, blasierten und manierierten Besitzstandsbürger und den ordinären Pöbel (heute bildungsferne Schichten genannt lt. Sarrazin) aufgespalten war und heute schon wieder ist.
Dass die Agitation und Propaganda der heutigen Besitzstandspolitkader vom Stamme der Kohl, Genscher, Schröder, Merkel, Westerwelle & Co. ein Bild unseres Landes zeichnet, wie es die Propagandtruppe der SED vom Arbeiter- und Bauernstaat gezeichnet hatte, ist sympthomatisch, wenn auch hochnotpeinlich, weil sich die heutigen Medien gängeln lassen, wie die Jungs und Mädels vom ND, dem DF, dem Deutschlandsender und den vielen lokalen Zeitungen der DDR.
Eigentlich muss man vor Erschrecken schaudern und angesichts der ethisch-geistigen Verwahrlosung unserer bundesrepublikanischen Privilegierteneliten ein Übelkeit unterdrücken, die man normalerweise nur braucht, um sich zu erbrechen.
Eben kein Kompliment für die heutigen "Leistungsträger", "Alphatiere", "Führungs-, Lenkungs- und Leitungskräfte", die mit ihrer imperialistischen Scientologyphilosphie der pathologischer Hab- und Raffgier", real-existierenden geistig-politischen Kern der "Neuen Sozialen Marktwirtschaft" ausmachen.
hat Platzeck genau wie jeder andere das Recht, den Einigungsprozeß kritisch zu betrachten. Und das gerade in seiner Position. Auch Brandenburg hat unter der Deindustrialisierung erheblich gelitten.
Die Keule die Richard Schröder da aus dem Schrank geholt hat, sollte er besser in jener Ecke schwingen, wo sie hingehört.
Warum darf der! so reden, wie er will? Prüft Herr Gabriel den Parteiausschluss?
Wenn man die Wahl hat zwischen den Begriffen Anschluss und Beitritt und dann
bewusst "Anschluss" sagt, unterstellt das einen Zwang.
Es stimmt wohl, dass "der Westen" "dem Osten" nicht entgegengekommen ist
(abgesehen von der finanziellen Hilfe), aber der Beitritt erfolgte deutlich freiwillig;
das kann man nicht anders sagen.
Übrigens: Bei meinem "Anschluss" an meinen Sportverein hat mich auch keiner
gefragt, ob sie denn die Satzung erst an mich anpassen sollten.
Platzeck - der ewiggestrige, jammernde Ossi!
Der Anschlusscharakter an das GG der BRD war von der breiten Masse im Osten so gewollt. Stark beeinflusst durchs West-Fernsehen wollten die Ostdeutschen die BRD möglichst kopieren und trauten sich damit an die Öffentlichkeit, nachdem Menschen in Ungarn und Polen für ihre Freiheit eingetreten sind.
"Den Vorwurf, er habe eine Terminologie der Nati.onalso.zialisten übernommen, kommentierte der Regierungschef mit den Worten: "Ist doch Quats.ch.""
Und Recht hat er! Jetzt ziehen sich die PC-Betroffenheitsbeauftragten an einem Wort hoch, das ein bestimmter Politiker in Bezug auf die Vereinigung zweier Länder auch schon einmal benutzt hat und versuchen, mit ihrer künstlichen Empörung den Inhalt seiner Aussage zu übertönen!
Dem mag man durchaus kritisch gegenüberstehen, aber es das tun "Kritiker" ja nicht, sondern stellen ihn in eine Ecke, in die Platzeck nun wirklich nicht gehört!
Seppl und seine Gesinnungsgenossen mögen sich ja die DDR 2.0 zurück wünschen, aber vereinigt hat man sich freiwillig und es war trotz aller Widrigkeiten zu diesem Zeitpunkt die richtige Entscheidung, die auch Sicherheitspolitisch so getroffen werden musste.
Es ging womöglich etwas schnell und es fehlte - wie Seppl, Nicknoris und andere unter anderem hier zeigen - eine gründliche Entsozifizierung, aber dass es passierte war Wunsch beider Seiten und fand auch in der tagelangen Bundesparty in Berlin seinen Ausdruck!
Paging