Einem Bericht zufolge liebäugelt die Union mit der Einführung einer Pkw-Maut. Jetzt meldet sich Verkehrsminister Peter Ramsauer erneut zu Wort - und widerspricht.
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) will derzeit keine Pkw-Maut einführen. Von einer Pkw-Maut sei im Koalitionsvertrag von Union und FDP überhaupt nicht die Rede, sagte er in Berlin. "Ich mache micht jetzt so schnell wie möglich daran, Vorgaben des Koalitionsvertrages umzusetzen.
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Verkehrsminister Peter Ramsauer. (© Foto: AP)
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Das Thema stehe deshalb auch nicht auf der Tagesordnung. Die Lkw-Maut müsse jetzt vollständig für Straßeninvestitionen genutzt werden.
Der neue CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich sagte, die Pkw-Maut solle für die gesamte Legislaturperiode vom Tisch sein. "Ein Obersatz gilt heute und über diese Wahlperiode: Es darf keine neue Belastung für die Autofahrer geben."
Die Passauer Neue Presse hatte berichtet, Ramsauer wolle eine allgemeine Maut prüfen lassen. "Wir wollen, dass das Straßennetz stärker durch die Nutzer finanziert wird. Die Lkw-Maut war ein Anfang", zitierte das Blatt den CSU-Politiker.
Bei der Pkw-Maut stehe die Diskussion allerdings noch am Anfang. "Wir wollen, dass alle Handlungsoptionen auf den Tisch kommen und geprüft werden. Dafür werden wir in Kürze eine Expertenkommission einsetzen", erklärte Ramsauer dem Blatt zufolge.
Er kündigte die baldige Einsetzung einer Expertenkommission an. Er wisse, "dass es in Bayern eine überwältigende Mehrheit für die Einführung einer Pkw-Maut gibt", sagte Ramsauer.
Eine Erhöhung der Lkw-Maut schloss der Verkehrsminister aus. "Wir wollen in der Krise keine höheren Belastungen für das Transportgewerbe. Deshalb wird es eine Erhöhung der Lkw-Maut in dieser Wahlperiode nicht geben", sagte Ramsauer.
Unterstützung in Sachen Pkw-Maut erhält Ramsauer von Baden-Württembergs designiertem Ministerpräsidenten Stefan Mappus. "Ich hoffe, dass wir das noch in dieser Legislaturperiode durchsetzen können, denn jedes Jahr ohne Maut ist ein verlorenes Jahr", sagte der CDU-Politiker der Financial Times Deutschland.
Mappus schlägt vor, die Kfz-Steuer zu streichen und die Mineralölsteuer zu senken. Die deutschen Steuerzahler würden dann "im Durchschnitt so viel wie bisher" zahlen. "Aber durch die ausländischen Nutzer hätten wir über Nacht 20 Prozent Mehreinnahmen", sagte Mappus.
Er begründete seinen Vorstoß vor allem damit, dass es einen Sanierungsstau im Fernstraßennetz gebe. Nachholbedarf sehe er vor allem in den westlichen Bundesländern.
Der Auto Club Europa sprach sich bereits gegen die Pläne aus. "Die hässliche Katze im Sack heißt Maut. Sie jetzt beim Namen gerufen zu haben ist das Verdienst des neuen Bundesverkehrsministers," sagte Sprecher Rainer Hillgärtner. Im Koalitionsvertrag sei noch hoch und heilig versprochen worden, dass Mobilität für alle bezahlbar bleibe.
Der ACE lehne die Maut-Pläne in ihrer jetzigen Form ab, sei aber grundsätzlich offen für konstruktive Diskussionen über neue Formen einer tragefähigen Verkehrswegefinanzierung. Es dürfe nicht darum gehen, dem Staat neue Einnahmequellen zu eröffnen oder Mittel zur Finanzierung von Steuererleichterungen für Wohlhabende bereitzustellen.
Ziel müsse es sein, künftigen Generationen eine intakte und auf deren Bedürfnisse zugeschnittene Verkehrsinfrastruktur zu hinterlassen. "Weil dies nicht zuletzt eine Frage der Sicherung des Wirtschaftsstandortes ist, muss sich an dieser Aufgabe vor allen anderen auch die Wirtschaft selbst mehr als bisher beteiligen", forderte Hillgärtner.
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(dpa/Reuters/AP/woja/dgr/bica)
Youtube-Hit aus USA
Wer etwas zum Thema - MAUT - wissen will muß nur in ein Wörterbuch der indonesischen Sprache schauen.
Maut - ist die Todesstunde eines Menschen.
Auf Indonesisch hat daß Wort noch eine umfassendere Bedeutung:
MAUT- ist der böse Geist des Todes und des Unglücks, der mit den Mächten der Finsternis zusammenarbeitet.
Nicht umsonst nennt man in Indonesien die MAUT nicht MAUT sondern "Tol"
Die Straßen "Jalan Tol", wobei das Wort nicht aus dem amerikanischen "Death Toll" abgeleitet werden sollte.
Vielleicht sollte man Herrn Ramsauer als "Orang MAUT Ramsauerensis" in die Liste der bedrohten Arten aufnehmen und in den Urwald von Borneo schicken.
Dort wird ebenso der Lebensraum der ansässigen Menschen und Tiere gnadenlos abgeholzt und gleichzeitig von Experten geprüft, ob dies vielleicht den Orang Utans schadet. Das Dementi bleibt das gleiche.
Übreugens wird das Wort " Vignette" (vinjet) als "Druck-Dekoration" aus dem Indonesischen übersetzt. Ich möchte dies mal ganz frei als "Fensterschmuck" übersetzen.
Robert Adam Günzburg
die Mineralölsteuer ist doch der gerechteste Weg der Straßenfinanzierung (nicht nur Autobahnen kosten Geld, sondern auch Landstraßen) und noch dazu ohne Überwachungspotential.
Der Tanktoursimus ist wirklich das einzige Pro-Argument für die Maut. Dagegen muss endlich die EU was unternehmen, wir brauchen unbedingt vereinheitlichte Mindeststeuersätze gegen diese legale Schmuggelei.
Kommt da nicht noch eine Wahl in NRW? Wie siehts mit der Mehrheit im Bundesrat aus? Ein halbes Jahr muss unsere Regierung noch vorsichtig sein mit unpopulären Entscheidungen. In NRW wird sich zeigen, ob die dümmsten Kälber ihre Schlächter selber wählen. Also Herr Ramsauer noch ein wenig warten, aber dann können Sie richtig loslegen. Straßen, DB .... alles auf dem Flohmarkt verscherbeln. Die Konzerne freuen sich schon.
warum werden hier schon Details diskutiert, die durch die Experten, ich wiederhol mich hier (ADAC und Konsorten) erarbeitet werden sollen.
Wenns unterm Strich für dich und mich nicht mehr wird, solls mir recht sein.
Und die "Durchreisenden" sind mir sowas von wurscht, die sollen zahlen, wenn sie die sichersten Autobahnen und Landstraßen auf diesem Kontinent nutzen wollen.
Was die Schadstoffabhängigkeit angeht, kann man in dieser Kommission Lösungen finden, aber das ist nicht die Aufgabe von Komentatoren.
dass hier durch die Hintertür die Schadstoff-abhängige Besteuerung abgeschafft wird? Bei Maut zahlt jeder PKW gleich, Unterschiede lassen sich bestenfalls nach PKW-Klassen machen. Kraftstoffsteuer und PKW-Steuer sind dagegen zumindest indirekt Verbrauchs-abhängig. Hier wird ganz klar die Klientel der Limousinen- und Geländewagenfahrer bedient (und damit die bayerischen Autobauer).
Das Prinzip "Wer viel fährt soll auch mehr zahlen" wird schon durch die Kraftstoffsteuer bedient, allerdings auch soweit, dass schwere, Strassen-belastendere Fahrzeuge durch höheren Verbrauch auch höher besteuert werden.
Schwierigkeiten wird es mit dem Erheben der Mauten für Gäste. Soll etwa jeder Europäer so eine Box kaufen, nur weil er mal von Frankreich nach Österreich fahren will?
Wie ist es mit Leuten, die keine Autobahn fahren? Die Anwohner der Bundes- und Landesstraßen werden sich richtig freuen, wenn künftig die Pendler durch's Dorf rauschen.
Man merkt es schon: Die allerdümmsten Kälber wählten ihren Schlachter selber.
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