Strafe ja, Gewalt nein - vor der Veröffentlichung des IAEA-Berichts über das iranische Atomprogramm fordert Außenminister Westerwelle härtere Sanktionen gegen das Land, im Notfall auch ohne UN-Beschluss.
Entwickelt Teheran eine Atombombe? Die internationale Atomenergie-Behörde IAEA veröffentlicht an diesem Dienstag in Wien einen Bericht, der darüber Aufschluss geben könnte. Schon vor dessen Erscheinen hat Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) Iran vor einer atomaren Aufrüstung gewarnt. "Für den Fall, dass sich die Dinge weiter zuspitzen sollten, dass der Bericht wiedergibt, dass Iran erneut an diesen Programmen arbeitet, werden wir in Europa auch eine nächste Sanktionsrunde vorbereiten", sagte Westerwelle im ARD-Morgenmagazin.
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Außenminister Guido Westerwelle will mit weiteren Sanktionen auf das iranische Atomprogramm reagieren. (© dpa)
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Westerwelle warnte vor einem militärischen Angriff auf Iran. Militärische Optionen in den Raum zu stellen seien "Debatten, die die iranische Führung eher stärken als schwächen", sagte er dem Hamburger Abendblatt. Sollten Staaten wie Russland und China bei neuen Sanktionen nicht mitziehen, schließt Westerwelle auch einen möglichen Alleingang der Europäer nicht aus: "Am liebsten mit den anderen, am liebsten gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft, aber wenn es nicht anders geht, dann auch mit unseren Verbündeten alleine", sagte er im Morgenmagazin.
Auch der außenpolitische Sprecher der Unions-Fraktion im Bundestag, Philipp Mißfelder (CDU), bezeichnete die momentane Situation im Handelsblatt Online als "äußerst besorgniserregend, insbesondere im Hinblick auf die Sicherheit unseres Partners Israel". Die internationale Gemeinschaft müsse Sanktionen deshalb umgehend verschärfen.
Westliche Diplomaten erwarten, dass der IAEA-Bericht konkrete Hinweise auf eine militärische Dimension des iranischen Atomprogramms enthalten wird. In den vergangenen Tagen wurden wegen des Streits Warnungen vor einem Militärschlag Israels und anderer Staaten laut. Seit langem wird vermutet, dass Iran unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms auch Atombomben entwickelt.
Israelische Medien hatten Anfang vergangener Woche berichtet, Regierungschef Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Ehud Barak seien zu einem Angriff entschlossen.
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(sueddeutsche.de/AFP/dapd)
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"Eines muss man aber dem Mullah Regime schon deutlich sagen,
wenn es mit der A-Bombe spielen will, oder andere damit bedroht,
dann sollte man sich auch auf die Gegenreaktionen gefasst machen."
Davon abgesehen, dass die Bezeichnung "Mullah Regime"
für Israel nicht so richtig passend ist, stimme ich zu.
dww
Nun hat er sich endlich zu Worte gemeldet, der nette Herr Aussenminister, wie schoen. Das Gute zuerst, er ist gegen eine gewaltsame Loesung der Iranfrage. Zumindest liegt er da nicht falsch, etwas, was selten genug vorkommt. Ob Sanktionen allein helfen werden ? Meisst nicht, dass konnte man schon viel frueher bei aehnlichen Faellen sehen. Russland und China werden garantiert aus den verschiedensten Gruenden nicht dafuer stimmen. Davon kann man ausgehen. Eines muss man aber den Mullah Regiem schon deutlich sagen, wenn er mit der A-Bombe spielen will,oder andere damit bedroht, dann sollten die sich auch auf die Gegenreaktionen gefasst machen. So allein kann man die Gefahr wirksam bekaempfen. Aufhalten kann man die Entwicklung etwas, verhindern so gut wie nicht. Beispiel, China, Indien, Pakistan und sogar Israel soll so etwas haben. Ob es den Voelkern in irgent einer Weise je genutzt hat ? Meisst waren ausser Kosten, nichts gewesen.
....Rassist. Und verwendete das Wörtchen "wie".
Aber es ist nun mal Fakt, dass statistisch bei einem Angriff mit Atomwaffen bei einem Land mit durchschnittlich 340 Menschen pro qm auch durchschnittlich 6,8 mal mehr Menschen umkommen würden, als bei einem Land mit 44,9 Menschen pro qm.
Was sagen Sie? Dass die Leute in Israel wertvoller sind im Vergleich mit den Leuten in Iran? Wenn so, klingt es ein bißchen wie Vorurteil, oder vielleicht wären Sie glücklich, nur wenn ein Teil der iranischen Bevölkerung von einem nuklearan Angriff betroffen wäre.
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