Datenportal Govdata für Deutschland Daten aus Ämtern, Ministerien und Verwaltung

Die Dateien lassen sich von jedem per Mausklick herunterladen. Sie kommen von Ämtern, Ministerien und Verwaltungen aller Ebenen aus ganz Deutschland. Darunter sind beispielsweise Geo-, Statistik- und Umweltdaten aus Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Bayern und Hamburg. Darüber hinaus werden auch kommunale Daten aus Bonn, Köln, Moers, Münster, Rostock, Ulm und Wennigsen abrufbar sein.

Auch bereits bestehende Datenbanken, wie zum Beispiel Destatis, die umfangreiche Webseite des Statistischen Bundesamtes, werden in das Angebot eingebettet. So bündelt das neue Portal alle Verwaltungs- und Regierungsebenen der Bundesrepublik und ältere Angebote an einem zentralen Ort.

Die Nutzer können auf alle Dateien im Format Excel zugreifen, aber auch in den für Programmierer interessanteren Formaten json und xml. Textdokumente liegen als PDF-Datei vor.

Die Darstellung im und mit dem Computer bietet im Vergleich zur althergebrachten Methode einer schriftlichen Abfrage zahlreiche Vorteile. Große Datensätze können als Grafik dargestellt werden. Letzten Endes bleibt es der Kreativität aller überlassen, was aus den Daten wird. Das können journalistische Projekte sein, die zum Beispiel die Kriminalität in bestimmten Teilen Deutschlands analysieren, aber auch private Initiativen. Bürgerbewegungen können sich auf die Daten berufen, zum Beispiel indem sie Kosten für Großprojekte vergleichen, die sie ablehnen oder fördern wollen.

Identifikation der Bürger mit dem Staat erhöhen

Weil die Daten auf so vielfältige Art und Weise eingesetzt werden können, funktioniert ihre Freigabe erfahrungsgemäß auch als Wirtschaftsförderung. Daten machen Märkte in unterschiedlichen Regionen vergleichbar, oft weisen sie auf Nischen hin oder auf bestehende Nachfragen, die bislang nicht bedient werden. Wer zum Beispiel die Anzahl der Pflegedienste in den Stadtbezirken seiner Heimat kennt, kann erahnen, wo es Sinn ergeben würde, einen weiteren zu gründen.

Über all diesen sehr konkreten Vorteilen des "Open Government" steht außerdem der ideelle Wert: Wollen Regierung und Verwaltung bürgernah und transparent sein, so bedeutet das mehr, als dem Bürger ein Landratsamt in der nächsten Kreisstadt und einen Abgeordneten mit E-Mail-Adresse zu bieten.