Die Sicht war gut, die Stelle noch nicht Ort eines Unfalls: Noch ist rätselhaft, warum der CDU-Politiker Althaus und eine später verstorbene Skifahrerin zusammenstießen - niemand will das Unglück gesehen haben.
Der schwere Ski-Unfall des thüringischen Ministerpräsidenten Dieter Althaus ist nicht von Augenzeugen beobachtet worden. Das erklärte Polizei-Einsatzleiter Sigmund Schnabel am Freitag bei einer Pressekonferenz in Liezen.
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Der Chef der steirischen Alpinpolizei, Siegmund Schnabl, zeigt in Liezen Fotos des Unfallortes. (© Foto: Reuters)
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Nach den bisherigen Ermittlungen stieß der CDU-Politiker an der Kreuzungsstelle zweier Pisten mit der später verstorbenen Frau zusammen, deren Name mit Beata C. angegeben wurde. "Offensichtlich sind beide frontal kollidiert", erklärte Schnabel.
Die auf dem Weg ins Krankenhaus Gestorbene sei Sportlehrerin und sehr sportlich gewesen. Die 41-Jährige war nach Angaben von österreichischen Behörden vierfache Mutter. Ihr jüngstes Kind wird am Samstag ein Jahr alt. Die Behörden können die Schuldfrage indes noch nicht beantworten.
Auf der Piste gälten die FIS-Regeln, die gegenseitige Rücksichtnahme und das Fahren auf Sicht, hieß es. Ursache könne ein Fahrfehler ebenso wie Unachtsamkeit gewesen sein.
Griffiger Schnee, keine Bodenwelle
Mithilfe von Sachbeweisen werde nun versucht, den Unfallablauf zu rekonstruieren. Sowohl ein Sicherheitsbeamter, der Althaus begleitete als auch der Ehemann der verunglückten Frau lagen auf den jeweiligen Abfahrten soweit zurück, dass sie den Unfall nicht sahen. Die Sichtverhältnisse zum Unfallzeitpunkt, gegen 14.45 Uhr, waren den Angaben zufolge einwandfrei.
Althaus war auf mittelschwerer Piste unterwegs, die Slowakin auf einer leichten. Die Einmündung ist durch Warnhinweise und ein Absperrgitter gesichert, hinter dem die Verletzten aufgefunden worden waren.
Der Schnee sei an der Stelle griffig gewesen, es sei keine Bodenwelle entdeckt worden. Die Ermittler gehen nicht von überhöhter Geschwindigkeit als Unfallursache aus. Beide Skifahrer waren nach Aussagen der Begleiter einige Meter oberhalb noch stehengeblieben.
Der Geschäftsführer der Riesneralm, Erwin Petz, sagte, noch in diesem Sommer sei die Kreuzung der zwei Pisten, an der sich der Unfall ereignete, verbreitert worden. An der genauen Stelle sei bislang noch nichts passiert.
Sein Skigebiet habe das internationale Pistengütesiegel, das auch strenge Sicherheitskriterien beinhalte. Die Pisten seien nach den Regeln des internationalen Skiverbands FIS markiert gewesen.
Zum Ablauf der Bergung wurde auf der vom Liezen Bezirkshauptmann Josef Dick geleiteten Pressekonferenz erklärt, die Bergrettung sei durch andere Skiläufer auf der Piste alarmiert worden.
Althaus, der mit Helm fuhr, habe den zuerst eintreffenden Bergretter mit den Worten an die verunglückte Frau verwiesen, dass diese Hilfe brauche.
Nach der Alarmierung der Bergrettung um 14.45 Uhr wurde demnach um 14.58 Uhr ein Rettungshubschrauber für die Frau angefordert. Beata C. soll laut einem Zeitungsbericht noch am Unfallort einen Herzstillstand erlitten haben, wurde zunächst erfolgreich wiederbelebt, starb dann allerdings während des Fluges in die Klinik.
Der Ministerpräsident wurde mit einem Akia-Schlitten ins Tal gebracht, wo er rund eine Stunde nach dem Unfall der Besatzung eines Rot-Kreuz-Rettungswagens übergeben wurde.
Zu diesem Zeitpunkt war Althaus den Angaben zufolge klar ansprechbar und klagte über Beschwerden in der Schulter. Zur Sicherheit forderte der Sanitäter um 15.49 Uhr einen Notarzt an.
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(Reuters/dpa/odg/vw)
Russland unter Putin
@Undo: Alkohol hat definitiv nichts auf den Pisten verloren und gehoert verboten. Aber schauen Sie sich einmal in den Skigebieten um, wie viele Huetten ihren Jagerzauber mit dem Wissen, dass die meisten noch abfahren muessen, ausschenken.
Skifahren ist per se keine Hochrisikosportart, sie wird dank der Carving-Entwicklung allerdings zu solch einer gemacht. Da fuehlen sich Fahranfaenger, weil sie 2 Boegen gezogen haben, schliesslich wie Weltcup-fahrer und stuerzen sich haeufig vollkommen kopflos auf die Piste. Skifahren lernt man eben nicht an einem Tag, es braucht schon einige Winter.
Wofuer haben diese hohen Herren eigentlich Sicherheitsbeamte, wenn sie ihre Zielperson aus den Augen verlieren??? Diese Geschichte hat fuer mich einen boesen Beigeschmack.
niemand sollte mehr ohne helm skifahren.--
ich kann mich auch nur wundern über diese (manipulierte??) berichterstattung und meinem vorredner beipflichten die vorfahrtsregel ist genauso wie von ihnen beschrieben. wo bleibt eigentlich der alkoholtest-natürlich von beiden beteiligten-
herrn althaus wünsche ich gute besserung, er ist aber trotz allem unglück bestens wirklich bestens abgesichert kann man das von den vier kindern der frau auch sagen??
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Schwierige Frage. Ich habe lange Zeit in einem Skigebiet gelebt, würde mich auch als guten Skifahrer/Snowboarder bezeichnen. Mittlerweile steht ein Helm aber ganz oben auf meiner Einkaufsliste.
Nicht weil ich mir um meinen Fahrstil sorgen mache, sondern weil die Pisten zu absoluten Schnee-Autobahnen präpariert werden die, dank Kunstschnee, auch noch extrem hart sind. Außerdem ist skifahren mit Carvingski um einiges leichter zu erlernen. Als Anfänger kann man damit schnell nach oben und mit hoher Geschwindigkeit abfahren, überschätzt dabei aber leicht das eigene Können.
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