Tschetschenische Rebellen sind in die südrussische Republik Dagestan eingedrungen und haben zehn Grenzsoldaten erschossen. Anschließend nahmen sie mehrere Geiseln.
Die auf 25 bis 50 Mann geschätzte Rebellengruppe soll nach Angaben der örtlichen Verwaltung vier Personen in dem Bergdorf Schaury in ihre Gewalt gebracht haben. Kräfte der russischen Polizei und Armee riegelten nach eigenen Angaben die Region im Kaukasus-Hochgebirge ab.
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Die Tschetschenen hätten drei Dorfbewohner und einen Arbeiter des örtlichen Krankenhauses als Geiseln genommen, sagte der Verwaltungschef des Kreises Zunty, Bassyr Magomedow, der Nachrichtenagentur Itar-Tass. Danach hätten sie versucht, über die Grenze nach Tschetschenien zu gelangen.
Dagestan grenzt an die nach Unabhängigkeit von Moskau strebende Kaukasusrepublik Tschetschenien, wo sich die russische Armee seit Oktober 1999 einen Krieg mit islamistischen Rebellen liefert. Auslöser des Konflikts war ein Einmarsch tschetschenischer Rebellen unter dem Kommando von Schamil Bassajew in Dagestan im Sommer 1999.
Die russischen Streitkräfte waren in einem vorangegangenen ersten Tschetschenien-Krieg zwischen 1994 und 1996 aus der Kaukasusrepublik vertrieben worden. Der Kreml machte tschetschenische Rebellen 1999 für Übergriffe im benachbarten Dagestan und Bombenattentate in russischen Städten mit etwa 300 Toten verantwortlich.
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(sueddeutsche.de/dpa/AP/AFP)