An den sinkenden Umfragewerten der Union ist die CDU schuld, findet die CSU. Ein CSU-Europapolitiker macht die Kanzlerin für den Abwärtstrend verantwortlich.

Vor dem Hintergrund sinkender Umfragewerte wächst in der CSU der Unmut über Bundeskanzlerin Angela Merkel. Der CSU-Spitzenkandidat für die Europawahl, Markus Ferber, machte die CDU-Chefin direkt für den Abwärtstrend verantwortlich.

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"Keine verlässlichen Antworten" liefert Merkel etwa gegenüber dem Mittelstand, kritisierte der CSU-Spitzenkandidat für die Europawahl, Markus Ferber. (© Foto: dpa)

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In der "Augsburger Allgemeinen" kritisierte er die Kanzlerin und forderte ein klareres Profil der Union ein: "Vor allem Stammwähler wie Landwirte, Mittelstand, Rechtskonservative bekommen derzeit von der Bundeskanzlerin keine verlässlichen Antworten", sagte Ferber. Dies müsse sich ändern. "32 Prozent für die Union heißt bundesweit 25 bis 26 Prozent für die CDU", betonte er.

Auch der neue CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt mahnte die Schwesterpartei CDU zur Kraftanstrengung: "Die Union kann sich mit solchen Werten auf keinen Fall zufrieden geben", sagte er. CDU und CSU müssten die Bundestagswahl mit einem so deutlichen Vorsprung vor der SPD gewinnen, dass die Große Koalition durch eine bürgerliche Regierung abgelöst werden könne.

"Dazu braucht es eine Kraftanstrengung der gesamten Union, denn die starken Stimmen aus dem Süden können nicht alles ausgleichen was anderswo in Deutschland fehlt", mahnte Dobrindt die CDU.

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(AP/akh/bosw)