Zu den erfreulichen Konsequenzen des Rückzugs von Edmund Stoiber im Herbst gehört, dass dann auch die Zeit von Markus Söder als CSU-Generalsekretär abläuft.
Denn mit Söder wird weder ein Parteichef Horst Seehofer noch ein Parteichef Erwin Huber weiter zusammenarbeiten: Seehofer nicht, weil er Söder nicht leiden kann, und Huber nicht, weil er dann einen General aus der Berliner Landesgruppe der CSU braucht.
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Zu smart, zu wendig, zu prinzipienlos: CSU-Generalsekretär Markus Söder (© Foto: dpa)
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Generalsekretäre gehören generell zu einer Spezies, die von Amts wegen nicht gerade zartbesaitet ist. Und christsoziale Generalsekretäre waren immer besondere Rabauken; sie haben in der Regel schärfer polarisiert als andere und sich nur selten gescheut, selbst die dumpfsten Stammtisch-Reflexe zu wecken.
In der Öffentlichkeit waren sie deswegen immer äußerst umstritten, in den eigenen Reihen hat es ihnen nie geschadet, wie die Karriere von Edmund Stoiber zeigt. Markus Söder ist in dieser Hinsicht eine Ausnahme.
Abgesehen vom unglückseligen Bernd Protzner ist Söder vermutlich der unbeliebteste Generalsekretär, den die CSU je hatte. Als zu smart, zu wendig, zu prinzipienlos erscheint Söder vielen in der eigenen Partei. Im Grunde sieht man ihn dort ähnlich, wie dies die politische Konkurrenz tut: als politischen Lümmel mit starker Neigung zum Wortdurchfall.
Auch ohne seinen Mentor Stoiber wird Söder nicht ins Bodenlose stürzen. Sein größtes Plus ist das Alter: Söder ist mit 40 Jahren einer der wenigen Jungen in der CSU-Spitze. So jemanden auszumustern, kann sich die CSU nicht leisten. Söder wird ein warmes Plätzchen im bayerischen Kabinett finden und kann in Ruhe abwarten, was noch alles aus ihm wird.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(SZ vom 09.05.2007)
Stockender Kita-Ausbau
in bayern wählen die lebenserfahrenen der stammtische die csu und nicht die linken intellektuellen des süd-cafès und dies ist gut so.
was für ein deutsches bundesland hat mehr wohlstand als wir? welches land ist schöner als bayern?
ich frage, wer kennt die antwort?
Wortdiarrhöe ist keine Neigung, sondern eine Infektionskrankheit, die besonders in Parteibüros grassiert und die man sich in Sitzungsräume durch zu nahen Kontakt mit der Macht holt. Einige sind resistent. Das muss allerdings in den Genen liegen.
Bei anderen wird die Krankheit chronisch. Söder leidet daran nur ab und an. Aber die Merkel. Schwerer Fall. Man braucht nur zu analysieren, was bei der so Tag für Tag rauskommt. Damit kann man alle landwirtschaftlichen Flächen Deutschlands düngen und außerdem braucht es keinen Regen mehr.
Oder der SPD-Mann aus Bayern mit dem roten Pullover als Politersatz. Oder der Wiefelssülz.
Ach, wenn es doch alles goldene Worte wären, kein Mensch in Deutschland bräuchte noch zu arbeiten. Nur Töpfe unterstellen und darauf achten, dass keine Wort und keine Gold danebengeht.
als ordentlilcher Parteisoldat muß man in dieser Sekretärs-Funktion erstmal funktionieren und erst mal andere bedrohen oder abschießen, bevor man dann "gemäßigt" als Gouveraler andere die gleichen Untaten verrichten läßt. Das ist dann Demokratie.
Verstehe ich Sie so richtig?
Danke für die klare Wortwahl. Ich war mir auch nicht ganz sicher, welcher Körperöffnung die Söderschen äußerungen zuzuordnen sind. Aber jetzt haben wir wohl Gewissheit...
Drmartin schreibt Das eigentliche Problem sind die Wähler in Bayern, die dies nun schon lange hinnehmen.
Dem möchte ich hinzufügen, daß die Wähler sich auch wirklich zu leicht ablenken lassen und nur zu gerne vergessen.
Nachdem ich die ganzen Kommentare hier gelesen habe, frage ich mich, ob Söder nicht doch eine vorbestimmte Rolle recht gut erfüllt.
(Damit keine Missverständnisse aufkommen: Für mich ist Söder auch wirklich das ALLERLETZTE, das die Politik jemals hervorgebracht hat.)
Aber immerhin ist er doch nur ein Epigone Stoibers!
Stoiber hat ihn ernannt, schützt ihn, arbeitet mit ihm und hat schließlich in der Causa Köhler-Klar genau solchen unerträglichen dumpfbraunen Kram von sich gegeben. Der große Vorsitzende ist die Wurzel des übels Söder! Dafür kommt Stammel-Ede aber wirklich gut weg! Fast alle regen sich nur über Söder auf; so zieht er all das Feuer auf sich und nimmt seinen Gott Stoiber aus der Schusslinie.
Für Merkels Marionette an unserer Staatspitze ist es auch sehr kommod alle überschlagen sich nämlich ihn in Schutz zu nehmen und hinterfragen kaum noch sein fragwürdiges Agieren! Wieso hat er denn bloß sein Klar-Problem überhaupt so politisiert und im Vorfeld bekannt gemacht? Andere Bundespräsidenten haben das erheblich souveräner und dezenter gehandhabt bei Begnadigungen obwohl damals noch weniger Zeit seit den Taten der Ex-Terroristen verstrichen war.
Ich frage mich auch was wohl Angehörige von anderen Mordopfern denken!!! Wenn die entsprechenden Täter nach 15 Jahren frei gelassen werden, kräht kein Hahn nach denen.
Das ist den CSU-Apparatschicks völlig gleich. Aber wenn die Hinterbliebenen reich und mächtig sind, überschlagen sich die Konservativen beim Verdrücken von Krokodilstränen!
Was dazu aus der gesamten CSU-Spitze in den letzten Wochen kam, war NUR peinlich!
Aber unterm Strich sieht es doch gut aus für sie:
Für eine regionale Partei war das mal wieder eine Performance weit über die angemessene Rolle hinaus.
Sie haben sich postpubertär aufgeplustert, ordentlich an den Stammtischen Werbung gemacht und die Kollateralschäden fängt allesamt der Parteidepp M. Söder auf, den eh keiner mehr ernst nimmt.
Paging