In Afghanistan sind in diesem Jahr deutlich mehr Menschen verschleppt worden als 2006. Am Montag geriet ein deutscher Mitarbeiter der Milfsorganisation Grünhelme in die Hände von Entführern. Er ist der fünfte Deutsche, der in diesem Jahr in Afghanistan gekidnappt wurde.

5. März: Der italienische Reporter Daniele Mastrogiacomo von der Zeitung La Repubblica wird mit seinem Dolmetscher und einem Fahrer von Taliban verschleppt. Der Fahrer und der Dolmetscher werden ermordet, der Journalist dagegen wird nach der Entlassung von fünf Taliban aus Gefängnissen am 19. März freigelassen.

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3. April: Zwei französische Mitarbeiter der Hilfsorganisation Terre d'enfance werden zusammen mit drei afghanischen Reiseführern in der Provinz Nimros von Taliban entführt. Die Geiselnehmer lassen alle Entführten nacheinander bis zum 11. Mai wieder frei.

28. Juni: Ein deutscher Ingenieur wird im Südwesten Afghanistans zusammen mit seinem Übersetzer entführt. Der Mann arbeitete für die US-Entwicklungsbehörde USAID. Nach einer Woche wird er wieder freigelassen, den örtlichen Behörden zufolge forderten die Entführer Lösegeld.

18. Juli: Die beiden deutschen Ingenieure Rudolf Blechschmidt und Rüdiger D. werden in der Provinz Wardak entführt. Rüdiger D. wird in der Geiselhaft nach einem Kreislaufzusammenbruch erschossen. Blechschmidt sowie vier mit ihm entführte Afghanen werden am 10. Oktober wieder freigelassen.

19. Juli: Im Süden des Landes werden 23 südkoreanische christliche Missionare von Taliban verschleppt. Die Entführer töten zwei der Geiseln und lassen die restlichen bis Ende August wieder frei. Medien berichteten von Lösegeldzahlungen in Millionenhöhe.

18. August: Eine deutsche Mitarbeiterin der Hilfsorganisation Ora International wird in Kabul aus einem Restaurant entführt. Die 31-jährige schwangere Frau wird bereits am Folgetag von der Polizei befreit.

26. September: Vier Rot-Kreuz-Mitarbeiter, die sich um die Freilassung von Blechschmidt bemüht hatten, werden auf dem Weg nach Kabul verschleppt. Drei Tage später kommen sie wieder frei.

17. Dezember: In der Provinz Herat wird erneut ein deutscher Mitarbeiter einer Hilfsorganisation entführt.

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(AFP/bica/maru)