Allein seit Anfang 2007 wurden schon mehr Menschen verschleppt als im gesamten vorangegangenen Jahr. Anders als im Irak kamen bislang die meisten Geiseln mit dem Leben davon. Eine Chronolgie.

21. Februar: Ein Brite und drei Afghanen, die für den arabischen Fernsehsender al-Dschasira arbeiten, werden in der südlichen Provinz Helmand gekidnappt. Weniger als 24 Stunden später lassen ihre Entführer sie laufen.

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5. März: Der italienische Reporter Daniele Mastrogiacomo, der für die Zeitung La Repubblica unterwegs war, wird mit seinem Dolmetscher und einem Fahrer von Taliban verschleppt. Der Fahrer wird ermordet, der Journalist dagegen wird nach der Befreiung von fünf Taliban-Häftlingen aus afghanischen Gefängnissen am 19. März freigelassen. Den Dolmetscher töten die Geiselnehmer drei Wochen später.

3. April: Zwei französische Mitarbeiter der Nicht-Regierungsorganisation "Terre d'enfance", Céline Cordelier und Eric Damfreville, werden zusammen mit drei afghanischen Reiseführern in der Provinz Nimros entführt. Die Geiselnehmer, eine ruppe von Taliban, lassen Cordelier am 28. April, Damfreville am 11. Mai und ihre drei Begleiter Ende Mai wieder frei.

28. Juni: Ein deutscher Ingenieur wird im Südwesten Afghanistans zusammen mit seinem Übersetzer entführt. Der Mann, dessen Identität nicht bekanntgegeben wird, arbeitet für die US-Entwicklungsbehörde USAID. Nach einer Woche wird er wieder freigelassen, den örtlichen Behörden zufolge forderten die Entführer Lösegeld.

18. Juli: Zwei deutsche Ingenieure werden in der Provinz Wardak entführt, wer die Geiselnehmer sind, bleibt trotz mehrerer Bekenneranrufe der Taliban unklar. Einer der beiden Männer stirbt nach wenigen Tagen, die Todesursache soll nach der Überführung des Leichnams bei einer Autopsie in Deutschland ermittelt werden.

19. Juli: Im Süden des Landes werden 23 südkoreanische christliche Missionare verschleppt. Die Taliban verlangen die Freilassung von acht ihrer Kämpfer im Gegenzug zur Auslieferung von ebenso vielen südkoreanischen Geiseln.

25. Juli: Ein deutscher Journalist und sein afghanischer Dolmetscher werden in der Provinz Kunar verschleppt. Beide Männer werden nach Angaben des Gouverneurs von Kunar der Vermittlung örtlicher Stammesführer nach kurzer Zeit wieder freigelassen.

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(AFP)