Vergebliches Warten auf ein Ende der Gewalt: sueddeutsche.de dokumentiert die wichtigsten Ereignisse seit Kriegsbeginn.

20. März 2003: Ohne UN-Mandat beginnen die USA und ihre Verbündeten einen umstrittenen Krieg gegen den Irak. Bagdad fällt am 9. April. Diktator Saddam Hussein taucht unter. Offiziell enden die Kampfhandlungen Anfang Mai. Tausende von Irakern und US-Soldaten sterben in den folgenden Jahren bei Anschlägen.

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14. Dezember 2003: Saddam wird von US-Soldaten nahe Tikrit gefasst.

28. Juni 2004: Die Übergangsregierung tritt ihr Amt an, die US-Besatzung ist offiziell beendet. Doch die Sicherheitslage bleibt weiterhin äußerst instabil.

6. April 2005: Das provisorische Parlament wählt den Kurdenführer Dschalal Talabani zum Staatspräsidenten.

15. Oktober: Der Ende August vorgelegte Verfassungsentwurf, der den Irak als demokratisches, islamisches Land mit stark föderalen Zügen definiert, erhält bei einer Volksabstimmung die Mehrheit.

19. Oktober: Vor einem Sondertribunal beginnt der Prozess gegen Saddam. Im November 2006 wird der Ex-Diktator zum Tode verurteilt.

15. Dezember: Bei den ersten regulären Parlamentswahlen nach dem Sturz des Saddam-Regimes siegt die Allianz der religiösen Schiiten-Parteien, verfehlt jedoch die absolute Mehrheit. Zusammen mit Kurden und Sunniten wird eine Regierung der nationalen Einheit gebildet.

20. Mai 2006: Das Parlament spricht der ersten permanenten Regierung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki das Vertrauen aus.

23. November: Nach einem Pentagon-Bericht hat sich die Sicherheitslage im Irak dramatisch verschlechtert, bis zu 960 Anschläge pro Woche werden gezählt. Größte Gefahr sei die Miliz des Schiiten-Predigers Muktada el-Sadr.

12. Dezember: Bush bestätigt zum ersten Mal öffentlich, dass er eine Aufstockung des US-Militärs im Irak erwägt. Genaue Angaben macht Bush nicht. US-Medien nennen später eine Zahl von 20.000 Mann.

30. Dezember: Saddam wird im Morgengrauen hingerichtet, nachdem ein Berufungsgericht das Todesurteil gegen ihn bestätigt hatte.

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(dpa/sueddeutsche.de)