Mit dem Mitgliedervotum von Linkspartei und WASG ist der Zusammenschluss beider Parteien perfekt. Ein Überblick skizziert den langen Weg zur neuen Partei "Die Linke".
2004: Als Reaktion auf die mit sozialen Einschnitten verbundene Agenda 2010 des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder (SPD) gründet sich im Westen der Verein Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG). In der WASG sammeln sich Gewerkschafsvertreter und frustrierte SPD-Mitglieder. Der ehemalige SPD-Chef Oskar Lafontaine zeigt offen seine Sympathien für die Protestbewegung. Im Osten organisiert die PDS, damals nur mit zwei direkt gewählten Abgeordneten im Bundestag vertreten, den Protest gegen Schröders Reformen.
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22. Januar 2005: Die WASG gründet sich in Göttingen offiziell als Partei.
30. Mai 2005: Als Konsequenz der von Schröder angekündigten vorgezogenen Bundestagswahl treffen sich erstmals Vertreter von PDS und WASG. Dabei wird eine mögliche Kooperation bei der Wahl ausgelotet, eine gemeinsame Linkspartei strebt die PDS zunächst aber nicht an.
10. Juni 2005: Nach schwierigen Verhandlungen einigen sich PDS und WASG auf einen gemeinsamen Antritt bei der Bundestagswahl. Die Kandidaten der WASG sollen auf den Listen der PDS antreten. Der im Mai aus der SPD ausgetretene Lafontaine erklärt sich neben dem PDS-Frontmann Gregor Gysi zur Spitzenkandidatur bereit.
17. Juli 2005: Die PDS nennt sich auf einem Sonderparteitag in Linkspartei um. Den neuen Namen hatte die WASG zur Bedingung für die gemeinsame Kandidatur bei der Bundestagswahl gemacht.
18. September 2005: Bei der Bundestagswahl erringt das Linksbündnis 8,7 Prozent der Stimmen und hat damit den mit Abstand größten Zuwachs aller Parteien. Der Erfolg wird allerdings vor allem durch den Osten getragen, wo die Linke 25,3 Prozent der Stimmen holt. Im Westen bekommt sie dagegen nur 4,9 Prozent.
11. Dezember 2005: Die Linkspartei stellt auf ihrem Dresdner Parteitag die Weichen für den Zusammenschluss mit der WASG. In dem verabschiedeten Leitantrag wird der WASG ein fairer, solidarischer Einigungsprozess in Aussicht gestellt.
2. April 2006: Bei einer Urabstimmung der Bundespartei votieren 78,3 Prozent aller teilnehmenden WASG-Mitglieder für ein Zusammengehen mit der Linkspartei.
29. April 2006: Auch der WASG-Bundesparteitag in Ludwigshafen votiert nach kontroverser Debatte für die Fusion.
25. März 2007: Linkspartei und WASG beschließen nach mehr als einjähriger Planung ihre Fusion. Auf einem Doppelparteitag in Dortmund votieren 96,9 Prozent der Delegierten der ehemaligen PDS und 87,7 Prozent der WASG-Delegierten für den Verschmelzungsvertrag.
13. Mai 2007: Bei der Bremem-Wahl kommt die Linkspartei auf 8,4 Prozent der Stimmen und zieht mit sieben Abgeordneten in die Bürgerschaft ein. Es ist das erste Mal, dass die Linke den Einzug in ein westdeutsches Landesparlament schafft.
19. Mai 2007: Die Ende März eingeleiteten Urabstimmungen ergeben ein klares Votum für die Parteienehe. Bei der Linkspartei stimmen 96,9 Prozent für den Zusammenschluss, bei der WASG sind es 83,9 Prozent. Offiziell vollzogen werden soll die Fusion nun mit dem Gründungsparteitag am 16. Juni in Berlin.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(AFP)
Müll an der Isar
Bei Oettinger & Co habe ich auch gedacht... ach ja,.... das hatten wir ja schon mal!
Besser nur die richtig Konservativen umarmen sich, am liebsten in einer Partei die im Saarland unter französischen Mandat als NS Nachfolgepartei verboten war.
Famose Fusion -- Umarmungen allerseits. Nun fehlt nur noch eine Vereinigung mit der SPD.
Wie könnte man das dann aber nennen? Wie wär's mit SED -- ach nee, das hatten wir ja schon mal.