Zum ersten Mal seit 56 Jahren sind Passagiermaschinen aus China direkt nach Taiwan geflogen. Eine ständige Einrichtung werden die Direktflüge zwar nicht werden, es gibt aber Hoffnung, dass Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Seiten überwunden werden können.
Eine Charter-Maschine der China Southern Airlines mit 242 Passagieren aus der südchinesischen Stadt Guangzhou (Kanton) landete als erstes chinesisches Verkehrsflugzeug seit 1949 in Taipeh.
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Nach nur vier Stunden Direktflug aus Taipeh landete in Peking als erstes taiwanesisches Verkehrsflugzeug eine Maschine der Fluggesellschaft China Airlines.
Die historischen Direktflüge sind allerdings nur für drei Wochen über das traditionelle chinesische Neujahrsfest am 9. Februar vereinbart. Sie gaben Hoffnungen Auftrieb, dass trotz der Spannungen zwischen beiden Seiten in der Zukunft direkte Flugverbindungen über den Seeweg der Taiwanstraße aufgenommen werden könnten.
Allerdings durften nur taiwanesische Geschäftsleute und ihre Familien mit den Chartermaschinen fliegen. Da Taiwan aus Sicherheitsgründen direkte Flug-, See- und Postverbindungen mit Festlandchina verbietet, müssen die Flugzeuge noch durch den Luftraum Hongkongs fliegen.
Vor zwei Jahren hatte es bereits ähnliche Charterflüge über das Neujahrsfest gegeben, doch mussten die Maschinen damals in Hongkong und Macao eine Zwischenlandung einlegen.
Etwa eine Million taiwanesische Geschäftsleute und ihre Familie sind in der Volksrepublik tätig oder leben auf dem Festland. Sie müssen gewöhnlich einen vierstündigen Umweg über Hongkong machen.
Nach der historischen Vereinbarung werden insgesamt 48 Charterflüge chinesischer und taiwanesischer Airlines fünf Städte bedienen - Peking, Schanghai, Guangzhou, Taipeh und Kaoshiung.
Taiwans Präsident Chen Shui-bian dämpfte in einer Erklärung aber Hoffnungen: "Der Beginn der Charterflüge bedeutet nicht, dass der nächste Schritt der Start direkter Flugverbindungen ist."
Er zeige aber, dass Meinungsverschiedenheiten überwunden werden könnten, wenn sich beide Seiten zu Gesprächen zusammensetzten.
Seit ihrer Machtübernahme 1949 in Peking betrachtet die kommunistische Führung die heute demokratische Inselrepublik nur als abtrünnige Provinz und droht mit einer gewaltsamen Rückeroberung im Falle einer formellen Unabhängigkeitserklärung Taiwans.
Die taiwanesische Wirtschaft hat seit den 80er Jahren schätzungsweise 100 Milliarden US-Dollar in der Volksrepublik investiert.
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(dpa)
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