Die Obama-Regierung umgarnt Chinas Führung mit erstaunlich tiefen Verbeugungen. Kein Wunder: Gegenüber keiner anderen Nation der Welt steht Amerika so tief in der Kreide.
So kleinlaut klingt Amerika selten. Ohne Kotau zwar, aber doch mit erstaunlich tiefen Verbeugungen umgarnte die Obama-Regierung die hohen Herren aus China, die da für zwei Tage zum bilateralen Strategie- und Wirtschaftsgipfel nach Washington gereist waren.
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US-Präsident Barack Obama beim amerikanisch-chinesischen Gipfeltreffen in Washington. (© Foto: AP)
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Vorbei die Zeiten, da US-Politiker den Machthabern im Reich der Mitte lange (und berechtigte) Vorträge zum Elend der Menschenrechte hielten. Ebenso entfiel das Ritual, Peking öffentlich wegen einer Währungspolitik anzuprangern, die seit Jahren - über einen künstlich niedrig gehaltenen Wechselkurs - Chinas Exporte massiv subventioniert.
Große Worte
Stattdessen - Bescheidenheit. Denn Washington spürt, was es Peking schuldet: US-Staatsanleihen im Wert von mindestens 800 Milliarden Dollar halten die Chinesen in ihren Händen, gegenüber keiner anderen Nation der Welt steht Amerika so tief in der Kreide. Dem Gläubiger gebührt Respekt, und er verlangt Auskunft. Stundenlang musste Amerikas Finanz- und Wirtschafts-Elite versichern, man werde die horrende Verschuldung zurückfahren, sobald die aktuelle Rezession überwunden sei. In Fernost nämlich grassiert längst die Angst, eine US-Inflation könne - per Kursverfall des Dollars - Chinas Ersparnisse ruinieren.
Außenministerin Hillary Clinton pries den sino-amerikanischen Dialog als Neubeginn. Und Barack Obama verkündete, beide Nationen würden das 21. Jahrhundert prägen. Große Worte. Welches Gleichgewicht die zwei Großmächte letztlich miteinander finden, ist noch völlig offen. Nur, Amerikaner wie Chinesen sind selbstbewusst genug, keine Gedanken mehr an Dritte zu verschwenden. Von Europa, der Alten Welt, redete niemand auf diesem Gipfel.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
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(SZ vom 29.07.2009/jab)
Youtube-Hit aus USA
"es geht alles auf Kosten der Umwelt und der Menschen da, Von mir gibts keinen Respekt, Sorry, "
--- Und was ist mit uns? Schon mal daran gedacht das wir unseren Lebensstandart auf Kosten andere/ Umwelt so hoch halten können?
Ich errinere daran das unsere Industrie mit den meisten "Gift" für die Umwelt Produziert, auserdem sind nicht zu vergessen wie verschwenderisch wir mit schwer absetzbaren Müll umgehen, die Extrem Sprit fressenden und CO2 austossende Autos die wir fahren/ produzieren nicht zu vergessen...
Bar jeder Vernunft, Ihr Kommentar: "Wenn Deutschland jedem nur 50-80 dollar im Monat bezahlt, wäre es auch steinreich". WER wäre dann reich? (es?) Vielleicht sollte man doch ein Minimum an Nachdenken investieren, bevor man sich öffentlich zu Wort meldet.
Übrigens: Die Volksrepublik C. ist doch ein sozialistischer Staat - das müsste bei Leuten mit Klassenkampf-Parolen ("WIr zahlen nicht für eure Krise"....) doch auf Sympathie stossen!??
"Clinton schaffte es einen Haushaltsueberschuss zu produzieren. Ein Obama kann es mit guten wirtschlaftlichen Rahmendaten schaffen, in seiner 2. Amtszeit wieder Ueberschuesse zu erwirtschaften, so gegen 2018 oder so. "
Lieber seppalino, nach Clinton kam ein texanischer Cowboy an die Macht und schaffte es, das Defizit von ca. 2 Bio. §§ zu vervierfachen!!! das ist eine historisch wahrlich reife Leistung und verweist zum einen auf die intellektuellen Defizite dieses Präsidenten zumk anderen auf die geistige Windstille in den Köpfen derer, die dies guthießen ... und diese sitzen immer noch an den Schalthebeln amerikanischer Machtapparate. Wir wollen hier nicht erörtern, wer sie sind und wo sie hingehören, da würde der Kommentar der Netiquette anheimfallen.
Aber wenn die USA nur 3% Zinsen für die Schulden zahlen, bedeutet das bei 11 Bio. (denn soviel sind es) 330 Mrd. $$, JAHR für JAHR. Wie will die marode amerikanische Volkswirtschaft dieses bewerkstelligen und gleichzeitig noch merklich Schulden abbauen? wenn Obama das bis 2016 (= zwei Amtsperioden) schaffen will, muss er jedes Jahr 1,3 Billionen $$ Schulden abbauen zzgl. der sinkenden Zinsen. Ergo pro Jahr muss die USA 1,5 Billionen $$ Überschüsse erwirtschaften. Ja, Frage: womit denn? fragt ...
Kuni
@seppalino:
Nicht ich habe die Erkenntnis, sondern es ist eine volkswirtschaftliche Erkenntnis :-)
Bei mir ist es mehr eine Beobachtung.
Die Gründe dafür sind:
1. Ein Hauptverursacher dieses Irrsinns ist die Europäische Union. Deren Vertreter bekommen schön langsam mit, dass die eigene Bevölkerung da nicht mehr mitzieht (Proteste gegen den Lissabonner Vertrag, desaströse Wahlbeteiligung, Berichte über Steuergeldverschwendung und Scharmotzertum....)
2. Die europäischen Staaten die sich als Gewinner dieser Globalisierung gesehen haben, erkennen jetzt, dass sie sich auf der Verliererstraße befinden (Finanzdebakel in fast jedem Staat, geschönte Arbeitslosenzahlen.....)
3. Die Begründungen mit denen dieser Irrsinn schön geredet wurde, werden von einer immer breiteren Bevölkerungsgruppe als das durchschaut was sie sind - Lügen und Unwahrheiten.
Wie bereits geschrieben: Das Ende kommt mittelfristig, meiner Meinung nach, bestimmt. Die Frage ist nur, ob mit einem Bumms oder sanft.
wir sollten nicht vergessen, Amerika hat riesiege Resourcen (incl. der 10 millionen
illegalen Mexikaner im Land), die es nur geschickt einzusetzen braucht.
Clinton schaffte es einen Haushaltsueberschuss zu produzieren. Ein Obama kann es mit guten wirtschlaftlichen Rahmendaten schaffen, in seiner 2. Amtszeit wieder Ueberschuesse zu erwirtschaften, so gegen 2018 oder so.
Immer vorausgesetzt, die Amis fuehren keinen weiteren grossen Krieg oder werden nicht in einen hineingezogen (z.B. Afghanistan/Pakistan).
Speziell die Republikaner muessen lernen, dass Amerika es sich nicht mehr leisten kann, grosse Kriege zu fuehren, waehrend die anderen Laender die Loecher der amerikanischen Haushaltsbilanz stopfen. Aber da tun sie sich noch sehr schwer, von diesen Gedanken zu verabschieden...
Paging