Geht es nach den Chinesen, sollen die negativen Schlagzeilen aus und über Tibet so schnell wie möglich vor den Olympischen Spielen aufhören. Mehr als 1000 Protestierende werden deshalb in diesem Monat noch vor Gericht gestellt.
Vier Monate vor den Olympischen Spielen in Peking geht der chinesische Staat weiter massiv gegen Kritiker vor.
Demonstrant im indischen Bangalore: Noch vor (© Foto: AP)
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In Tibet sollen in diesem Monat mehr als 1.000 Teilnehmer der Protestbewegung vor Gericht gestellt werden. In Peking wurde am Donnerstag der prominente Bürgerrechtler Hu Jia zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.
Mehr als 1.000 Personen seien festgenommen worden oder hätten sich gestellt und müssten noch im April mit ihrem Prozess rechnen, erklärte Wang Xiangming von der Führung der Kommunistischen Partei in Tibet der Zeitung Tibet Commerce.
Mit einem raschen Beginn der Verfahren will die Regierung in Peking das Thema offenbar zügig vor den Olympischen Sommerspielen zum Abschluss bringen. Darauf deutet auch die Ankündigung hin, Tibet ab dem 1. Mai wieder für ausländische Touristen zu öffnen. Reiseveranstalter, Hotels, Restaurants und Souvenirläden haben über massive Umsatzeinbußen durch die Abriegelung Tibets im Anschluss an die Unruhen vom 14. März geklagt.
In Peking wurde am Donnerstag der 34-jährige Dissident Hu Jia für schuldig befunden, zum Umsturz der Staatsmacht aufgerufen zu haben, wie sein Anwalt Li Fangping mitteilte. Die Anklage stützte sich auf Äußerungen in Interviews ausländischer Medien und auf fünf Artikel, die im Internet veröffentlicht wurden. Hu hat nun zehn Tage Zeit, Berufung einzulegen. Journalisten und Diplomaten durften nicht in den Gerichtssaal.
Eine Sprecherin der US-Botschaft in Peking äußerte sich bestürzt über die Verurteilung des Menschenrechtlers. Auch die Europäische Union forderte die sofortige Freilassung Hus. Amnesty International erklärte, das Urteil solle offenbar eine Warnung für andere Aktivisten in China sein, die es wagten, Menschenrechtsprobleme offen anzusprechen. Die Verurteilung Hus widerspreche den Zusagen Pekings, dass sich die Menschenrechtslage vor den Olympischen Spielen im Sommer verbessern werde.
Der Dalai Lama appellierte unterdessen an die Staatengemeinschaft, sich weiter für ein Ende des harten chinesischen Vorgehens in Tibet einzusetzen. Er bedankte sich bei Politikern, Hilfsorganisationen und allen anderen, die ihrer Sorge über die "tragischen Vorfälle" Ausdruck gegeben und versucht haben, auf China einzuwirken.
In seiner Mitteilung heißt es weiter, verlässlichen Quellen zufolge habe China große Militärkontingente in tibetischen Gebieten stationiert. "Wir sind besonders besorgt über den Mangel an adäquaten medizinischen Einrichtungen." Viele verletzte Tibeter hätten Angst, sich in chinesischen Krankenhäusern und Kliniken behandeln zu lassen.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(dpa/AP/gba)
Youtube-Hit aus USA
China sollte deutlich 'Nein' zum ständigen deutschen Sitz in UN sagen, als eine Reaktion.
Schwach Deutschland. Kein Einfluss auf China...... Solchen Roll sollte die USA spielen, nicht Deutschland. Die Chinesen haben viel durch die deutschen Berichte gelernt. Vorher glaubten noch viele Chinesen, dass die deutsche Media sehr praktisch und ehrlich sind. Aber dieses mal...... Naja, die Media wird in jedem Land von der Regierung benutzt. Deutsche Media ist so 'Plaktisch' wie Ihre Grossbruder CNN
Wie Lhasa am 14.3.2008 aussah, als friedliche Demonstranten ihren Menschrechten nachgingen, kann man in dem Film der kommunistischen Propaganda sehen:
german.china.org.cn/china/2008-03/21/content_14115565.htm
Die Mönche, die andererleuts Sacheigentum friedlich und gewaltfrei (wie es der Dalai Lama immer verspricht) zerstören, sind natürlich alles Provokateure der KPCh.
Wer des Englischen nicht so mächtig ist, dass er den Film versteht, kann auch deutschen Text nachlesen:
german.china.org.cn/china/2008-03/24/content_13427701.htm
Aber Herr Naumann aus Hamburg hat natürlich recht: man kann Tibet nicht mit dem Einfluss westlicher Demokratien vergleichen. Dort wo wir religiös fundierte Staaten militärisch-demokratisch hinbringen wie die Taliban in Afghanistan, die Mullahs im Iran oder den Zwist zwischen Sunniten und Schiiten im Irak, da geht es anderes zur Sache. 950 tote Zivilisten im Irak waren es im März 2008. Da kann China nicht mithalten. Auch nicht mit der freien Berichterstattung von den NATO-Schlachtfeldern im Süden Afghanistans, wo die NATO den freien Ackerbau freier Bauern für 8.500 Tonnen frei handelbares Opium durchsetzt (gegen religiös erratische "Taliban").
Schade eigentlich, dass man nach den friedlichen Demonstrationen in Tibet den Eindruck haben muss, dass die Versprechen zur sogenannten "Gewaltfreiheit" vom Dalai Lama eine andere Bedeutung haben als in westlichen Demokratien.
Daß man in Tibet brandschatzen kann und Leute lynchen OHNE dafür belangt zu werden?
Oder dass die Betreffenden NICHT vor gericht kommen, sondern gleich hinter Gitter kommen?
Oder daß sie noch schön lange OHNE Prozess schmoren , und dass der Prozess dann während der Olympiade stattfindet?
Was hier gescgieht, ist billige Propaganda. Es ist das Normalste von der Welt, Brandstifter und Mörder, Landfriedensbrecher und Lyncher vor Gericht zu bringen. Tut Vhina genau das, soll es eine Menschenrechtsverletzung sein?
Man erinnere sich an den Platz des himmlischen Frieden am 3./4. 1989 mit
3000 - 5000 getöteten Demonstranten.
Wer jetzt noch dieses Mörder-Unrechtsregime mit den Olympischen Spielen
beehrt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen...
Paging