Das ist 33 Jahre her. Die Welt hat sich verändert und die Gesellschaft hat sich verändert. Die Mitte der Gesellschaft ist viel größer geworden, die Gesellschaft ist viel weniger ideologisch geprägt als damals, sie hat sich liberalisiert, auch der Kleinbürger ist liberaler geworden; die gewandelte Einstellung zur Homosexualität ist nur ein Beispiel von vielen.
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Konservativ heißt: die CDU als Volkspartei erhalten
Eine Re-Ideologisierung der CDU nach dem Muster der Strauß-Jahre wäre eine Narretei. Angela Merkel definiert daher "konservativ" für sich und die CDU ganz simpel: Konservativ kommt vom lateinischen "conservare", erhalten; und ihr geht es daher darum, angesichts schwindender Bindungen der Menschen an Kirchen, Gewerkschaften, Ideologien, Bekenntnisse, Parteien und Lager die CDU als Volkspartei und sich selber die Macht zu erhalten.
Das ist ihr bisher geglückt. Sie hat die CDU für die jungen urbanen Schichten des Bürgertums zu öffnen versucht, sie hat die Familien- und Frauenpolitik neu justiert, sie hat hier fortgesetzt, was Helmut Kohl in seinen frühen Kanzlerjahren mit Heiner Geißler als Generalsekretär begonnen hat.
Ihre Politik ist also durchaus "schwarz". In der älteren Heraldik wird diese Symbolfarbe der CDU als "kohlschwarz" bezeichnet.
Weniger Konservativismus wagen: Merkel hat die Modernisierung der CDU ohne großes Trara betrieben, ohne einen programmatischen Über- oder Unterbau.
Wenn ihr Bekenntnisse, manche nennen es auch Machtworte, abverlangt werden, dann entwickelt sie eine Devise von Konrad Adenauer fort. "Einfach reden ist eine Gabe Gottes", hat der CDU-Ahnherr gesagt. Und: Einfach reden und einfach denken sei eine doppelte Gabe Gottes.
Schweigen reicht manchmal nicht
Angela Merkel hat dem noch eine dritte Gabe angefügt: "einfach Schweigen". Einmal freilich hat sie nicht geschwiegen: Das war vor gut zehn Jahren, als sie anlässlich des CDU-Parteispendenskandals ein hartes, aber gerechtes Urteil über die Rechtsverachtung von Helmut Kohl sprach.
In der Stunde der größten Not der Partei hat sie klargemacht, was konservativ auch bedeutet: Die Achtung des Rechts.
Recht darf nicht mit Mauscheleien weggeräumt werden, auch nicht von einem Altkanzler und Ehrenvorsitzenden. Angela Merkel hat damals auf ihre Weise die CDU als Partei bewahrt und erhalten. Sie war also in wohlverstandenem Sinn - konservativ.
Solche beredte Klugheit wünscht man der Kanzlerin heute beim Umgang mit existentiellen Problemen. Es gibt einige, die man mit dem Motto "einfach schweigen" nicht löst: den Afghanistan-Einsatz, die notwendigen legislativen Konsequenzen aus der Wirtschafts- und Finanzkrise, die Zukunft der Atomenergie.
Nur eine sehr kleine Minderheit verlangt von Merkel konservative Haltung. Viele wünschen sich überhaupt eine Haltung: eine Aussage, an die man sich halten kann. Deren Absenz ist Kern der Irritationen in der CDU.
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(SZ vom 15.01.2010/dmo/odg)
Protest gegen dritte Startbahn
Der Vergleich mit einer Webspinne oder auch worldwide-Web-Spinne trifft die Sache ziemlich genau.
Völlig geräuschlos sitzt sie inmitten ihres selbstgestrickten Netzes.
Ab und zu zuckt es ein bischen am Netz, dann meldet sich die Beute an. Man sieht nicht, wenn die Spinne zuschlägt, aber am andern Tag baumelt ein ein kleines, kokonähnliches, geschnürtes Päcken am Netz dessen Inhalt sehr leblos wirkt. Derweil sitzt die Spinne wieder in der politischen Mitte ihres Netzes.
Ich warte noch immer auf den Kokon für den brutalstmöglich aufgeblasenen Roland Koch.
Allerdings muß die kleine dicke Spinne noch lernen, daß sehr starkes Zupfen am Netz nicht etwa heißt: da kommt ein besonders großes Beutetier. Nein, starkes Zupfen am Netz signalisiert durchaus Gefahr. Neuerdings zupft auch Peter Müller mit.
Das einzige was mir an den Artikel gefällt ist die Überschrift.Schwarze Seelen
Schwarze Witwe Schwarze Löcher sind reale Bestandteile.
Merkels taktische Lauerstellung scheint dieses mal nicht auf zu gehen es regt sich Widerstand im Kabinett.
Nehmen wir einmal die schwarze Witwe nach der Paarung wird das viel kleinere Männchen aufgefressen (auf politischer Basis aus dem Kabinett gestoßen)man erinnere sich an Kohl und März.
Bei manchen Arten der Webspinne kommt es regelmäßig zu einer Verletzung des Männchens während der Klausurtagung.(Kopulation).
Auf Dauer lassen sich die Männchen das nicht mehr gefallen und Meutern siehe CDU/CSU.
Auf der anderen Seite erhöht ein Überleben des Männchens die Chance auf Vaterschaft(auf politischer Basis einen neuen Posten).
Die Politischen Gegner im eigenen Kabinett haben nur ein Ziel bei der nächsten Gelegenheit zu schlagen und Beute machen.
Merkel hat an Macht verloren für den Gegner die besten Chancen sich zu profilieren.
Zita:
Stellen wir uns vor, die CDU-Vorsitzende sei abgelöst worden von Joachim Kardinal Meisner, dem Erzbischof von Köln.
Ja könnte ich mir gut Vorstellen aber die Vorstellung dass ein Kardinal ihren Platz einnimmt das wäre absurd dann würde ich sagen wir behalten lieber das kleinere Übel.
Deutschland wird z.Z. nicht (von einer Kanzlerin) geführt, denn im Kanzleramt sitzt eine Sphinx, die nicht agiert sondern - wenn überhaupt ! - reagiert. Aber nur, wenn sie denkt, das Volk möchte es so.... Andernfalls tut sie überhaupt nix....
Laut einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung haben über 70% der Bürger kein Vertrauen in den deutschen Staat.
Seit dem Amtsantritt der Merkel hat sich die Menschenrechtslage in Deutschland drastisch verschlechtert. Selbstverständlich wird auch die Verletzung von Bürgerrechten schwerster Art - mit Billigung der Merkel - unverändert fortgesetzt. Straftäter gegen Bürgerrechte dürfen es sich bei der Merkel auf der Regierungsbank bequem machen. Im übrigen hintertreibt die Merkel systematisch die Verfolgung von Straftätern gegen Bürgerrechte.
Für all das ist die Merkel verantwortlich.
"Nur dumm, daß Demokratie so nicht funktioniert. Sie lebt von der Konkurrenz der Parteien - auch in der Sache."
Meinen Sie? Das Ergebnis der letzten Bundestagswahl nährt diesbezüglich Zweifel in mir.
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