Während CDU-Landesfürst Rüttgers weiter stänkert, plant Merkels Partei, Westerwelles Steuerpläne mit Hilfe der FDP in den Länderregierungen zu zügeln.
Die CDU-Spitze will den von einer schwarz-gelben Koalition geführten Bundesländern eine Art Mitspracherecht bei der für 2011 geplanten Steuerentlastung einräumen.
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Die CDU setzte dabei auf die FDP in den Landesregierungen, um die Liberalen in der Bundesregierung von ihren Maximalforderungen bei den Steuersenkungen abzubringen, berichtet die Bild-Zeitung.
"Wir sind mit den unionsgeführten Ländern im ständigen Gespräch. Und auch FDP-Landespolitiker betonen mehr und mehr den notwendigen Schuldenabbau", sagte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe.
Gröhe wollte keine Garantie abgeben, dass die Steuern im Jahr 2011 um 20 Milliarden Euro gesenkt werden, wie es im Koalitionsvertrag steht. "Da wollen wir hin, das ist unser Ziel. Allerdings muss es die Kassenlage zulassen," sagte er. "Garantiert ist unser Entlastungswille, keine genaue Zahl."
Gröhe wies zugleich Forderungen nach einem Neustart der Koalition zurück. "Der Motor läuft, die Richtung stimmt. Nur beim 'Kupplung sanft kommen lassen' können wir noch besser werden." Koalitionsverhandlungen und Regierungsbildung seien ein guter Start gewesen. "Danach gab's leider unnötiges Gezänk", sagte der CDU-Generalsekretär.
In dem Steuerstreit war auch Kanzlerin Angela Merkel parteiintern in die Kritik geraten. Der Wahlforscher Matthias Jung hält diese Diskussion aber für realitätsfern.
Aus den Forderungen an die Parteivorsitzende nach mehr Konservatismus spreche eine diffuse Unzufriedenheit und keine klare programmatische Orientierung, erklärte der Leiter der Forschungsgruppe Wahlen in der Berliner Zeitung.
Jung sagte, die CDU müsse sich auf die veränderte Gesellschaft einstellen, in der Kleinbürger liberaler geworden seien und Religion eine geringere Rolle spiele. Kirchennahe Katholiken und Vertriebene seien nicht mehr wahlentscheidend.
Rüttgers warnt Union vor Zerfall in Flügel
Der Wahlforscher wird als Referent auf der Klausurtagung des CDU-Vorstands Ende dieser Woche auftreten. Im Vorfeld des Treffens kritisierte der nordrhein-westfälische CDU-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers den Zustand seiner Partei.
Die Union müsse ihre traditionelle Stärke ausspielen, nicht nur eine Partei, sondern eine echte Union zu sein, schrieb der stellvertretende CDU- Vorsitzende in einem Beitrag für die Rheinische Post.
Im Vorfeld der Klausurtagung des CDU-Bundesvorstands hat der nordrhein-westfälische CDU-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers den Zustand seiner Partei in deutlichen Worten kritisiert. Rüttgers warnte die Union vor einem Zerfall in einzelne Flügel.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
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(sueddeutsche.de/dpa/AFP/woja/gba)
Stockender Kita-Ausbau
BKin Merkel kennt sich mit dem Spiel der Politikscharaden aus und so können wir verfolgen, wie sich ihre erklärten Gegner nach und nach in die Haare bekommen und schließlich entsprechend gerupft nicht mehr allzu viel übrig haben für den vollmundig angekündigten "Sturz der Kanzlerin".
Die Union verfolgt auf Bundesebene als Ziel 40% plus, die FDP will ihren 2009 erreichten Stand eines zweistelligen Ergebnisses ím Bereich von 15% halten. Das Fünf-Parteiensystem hat sich fest stabilisiert. Glauben die konservativ-liberalen Wunschpartner etwa die anderen Drei entsprechend klein halten zu können mit dem, was sie uns seit Herbst 2009 so präsentieren? Der Konkurrenzkampf bleibt vielmehr koalitionsintern mitten in der Wunschpartnerfamilie, zwischen Schwarz und Gelb um dieselbe Wählerstimmenklientel. Das kann niemals zu Harmonie und effektiver Zusammenarbeit führen. Die Regierung von Schwarz-Rot muss wieder her! Je schneller desto besser für Deutschland! Steinmeier hat völlig recht: Die SPD war in der Legislatur 2005-2009 der seriöse Partner, der seitdem fehlt. Schwarz/Gelb gelingt keine solide Politik, es fehlen die Ideen, es fehlt die Kraft, Deutschland aus der Krise zu führen. In Bayern gab es unter Franz Josef Strauß keinen FDP-Platz neben der CSU! Merkel ist die falsche Kanzlerwahl für ein gelbschwarzes Projekt. Fünfmal Neujahrsansprache mit Mutti sind einfach genug. Es reicht. Ein professioneller Neuanfang muss her! Schickt die Praktikanten zurück zum Lernen.
[Interessant wieviele auf einmal gegen Steuersenkungen sind.]
Tja, sowas nennt man eigentlich Etickettenschwindel, denn es ist keine Steuersenkung, sondern eine Kreditaufnahme.
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1. Das stimmt so schon mal gar nicht. Die Gewerkschaften sind nicht gegen Steuersenkungen als solche - sind gegen die Gewichtung der Steuergeschenke.
"Die DGB Funktionäre" sind für die Entlastung der unteren Einkommensbezieher - wie die Mehrzahl der SteuerbürgerInnen bei der Befragung zum jüngsten ARD-Deutschlandtrend auch. Und bei dieser Befragung kam aus der Gruppe der "Besserverdienenden" die geringste Zustimmung zu den Steuergeschenken der FDP.
Zum Zweiten & wg. "Fordern aber gleichzeitig utopische Erhöhungen.":
Utopisch? ...... Wie kommen Sie zu dieser Einschätzung? Etwa weil die unsinnige Steuerentlastungs- und Geschenkeorgie der FDP und in Teilen der CSU gottgewollt sind, deshalb über alles gehen und den Handlungsspielraum der öffentlichen Hände einschränken?
Nein, werter Co-Forist - wo so mal binnen Halbjahresfrist locker 3 stellige Milliardenbeträge sowohl für Konjunkturpäckchen als auch für Bankenrettungsringe locker gemacht werden können, da muss auch mal 1 Prozentpünktchen davon für die öffentlich Bediensteten - ein Betrag, der niedriger ist als die Abwrackprämiensumme - und somit für eine echte Binnenmarktbelebung drin sein.
Ziehen Sie mal von diesen angenommenen 5 % an Mehrvergütung die direkten Abgaben und in der Folge die Verbrauchssteuern sowie die wieder kommende Inflation ab, dann bleiben von den 5 grade mal um die 1,5 % an realer Belastung für die öffentlichen Hände übrig ...
... und das soll "utopisch" sein?!
Nein - wenn schon utopisch, dann sind dies allein die weitergehenden Steuersenkungspläne der FDP.
Paging