Die CDU kommt mit der bloßen Beschwörung der "Mitte" in ihrem neuen Programm nicht weiter. Auf dem Parteitag muss die CDU sich entscheiden, wie sie vor die Wähler treten soll: eher wirtschaftsliberal oder eher wirtschaftssozial. Kanzlerin Merkel wäre am liebsten alles gleichzeitig.
Zu den ewigen Fragen des Advents gehört diejenige, ob es denn stimme, dass es sich bei den Nikoläusen um umgeschmolzene Osterhasen handele. Die Schokoladenhersteller, mit dieser Vermutung konfrontiert, verweisen mit großem Ernst darauf, dass das Umschmelzen von Hohlfiguren unwirtschaftlich sei.
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Angela Merkel ist die Kanzlerin des Ungefähren (© Foto: Reuters)
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Dass sich das Gerücht trotzdem hält, liegt zum einen am oft faden Geschmack der festtäglichen Hohlkörper, zum anderen daran, dass es tatsächlich "multifunktionale" Schokoformen gibt, die, je nach "Umwickelung", wie das Fachwort heißt, als Hase wie als Nikolaus verwendbar sind.
Das Prinzip der Umwickelung ist der Politik nicht fremd. An diesem Montag beginnt der CDU-Parteitag und der ist eindeutig ein Umwickelungsparteitag.
Dort nämlich geht es darum, in welcher Gestalt die CDU und ihre Vorsitzende vor die Wähler treten sollen: eher als wirtschaftsliberale oder eher als wirtschaftssoziale Partei. Die Bundeskanzlerin würde am liebsten alles gleichzeitig sein, neoliberal-konservativ und christsozial.
Entsprechend verwirrend ist ihr Reden und Tun. Zuletzt zeigte sich das beim Mindestlohn: Erst hat sie ihn als Verstoß gegen die Marktgesetze verdammt, aber dann dessen Einführung bei den Postlern, als einem Gebot der Sozialstaatlichkeit, doch zugestimmt.
Letzteres war objektiv geboten und subjektiv richtig - weil Merkel (siehe jüngste Umfragen) der Ruch anhängt, Kanzlerin der Reichen zu sein. Mit diesem Ruf lässt sich keine Bundestagswahl in einem Land gewinnen, in dem die Menschen das "Gerechtigkeitsproblem" als das wichtigste aller Probleme erkannt haben.
Das auf dem Parteitag zu verabschiedende neue Grundsatzprogramm erleichtert nun die "Umwickelungs-", also die Kleiderfrage. Es ist eine Art Wendemantel, als Hasenfell ebenso verwendbar wie als Nikolauskostüm. Immerhin muss sich Merkel entscheiden, was sie nach außen und was nach innen trägt.
In der ersten Hälfte der Legislaturperiode war Angela Merkel die Kanzlerin des Ungefähren. Sie war eine Kanzlerpräsidentin; sie hat, etwa beim Klima, die großen Fragen betrachtet und die Linien gezogen, aber dann die Konkretion, das Alltagsgeschäft und den Streit den Ministern überlassen.
Das hat nicht schlecht funktioniert. Familienministerin von der Leyen sorgte mit einer modernen Familienpolitik für ein besseres soziales Image der CDU; die Kanzlerin machte auf den Großbühnen mit den mächtigen Männern der Welt eine gute Figur. Das alles wurde mit hoher Beliebtheit belohnt.
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Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
Obama zeichnet Bob Dylan aus
....."Vielleicht planen sie ja auch in diesem Punkt eine GG-änderung..."
Klar, wenn Wahlen wirklich etwas ändern könnten, wären sie schon lange verboten.
Vorerst werden Wahlautomaten eingeführt.
Das spart Papier und sichert Ergebnisse.
Plünderer wie Friede Springer, die ihr Geschäftsmodell auf die Ausplünderung der Arbeitskraft von Hundertausenden aufbaut, haben Merkels volle Unterstützung.
Die "Mitte" braucht sie als Stimmvieh, nach der Wahl als als Melkkühe. Der Rest ist entweder Sklave, oder Milliardär.
Alleine mit den Stimmen der Milliardäre kann man jedoch leider keine Wahl gewinnen, nachdem (noch) nicht ein größeres Vermögen zu einer gewichtigeren Stimme bei der Wahl verhilft. Vielleicht planen sie ja auch in diesem Punkt eine GG-änderung...
Ab durch die Mitte
Alle wollen in die Mitte,
weil es da so kuschelig ist;
Keiner möchte Außen sein,
Rechter oder Kommunist.
Schon die Oma sagte weiße,
lieber Bub, Du musst versteh`n,
willst im Sturm Du überleben,
musst Du in der Mitte stehn.
Nicht mehr vorwärts an die Tete,
jetzt ist eine Neue Zeit.
Immer schön zur Mitte streben,
hoch die Mittelmäßigkeit.
Keine Ecken keine Kanten,
stets nur immer mit dem Fluss,
nachgeplappert, bloß nicht denken,
immer den Parteibeschluss.
Unsre Angie ist der Meister
Seit sie auf dem Throne saß.
Jetzt nur keine Fehler machen,
immer wieder Mittelmaß
.
der hat lange vorher schon gesagt:" Das Mädchen kann es nicht" ! Und der konnte das ja aus nächster Nähe beurteilen. Nur ! ! ! , er hat selbst nicht kapiert, dass die Strippenzieher im Hintergrund (wer wohl anders als das Großkapital hier in Deutschland) sich längst entschieden hatte, ihn (den Dicken, als das personifizierte Sinnbild der korrumpierbaren Bimbes-Union- sh. sizilisanische Omerta`) gegen das in Gelddingen unbedarfte Ossi-Mädchen auszutauschen,(von wegen weg vom Image nur "Kohl(e)" im Sinn zu haben).
Das ist hervorragend gelungen. Das Angela , von nix `ne Ahnung (oder hat jemand schon mal auch nur einen gescheiten, bemerkenswerten Satz von ihr gehört ?) ist Kanzlerin geworden.Eine Lachnummer, wenn es nicht so traurig wäre ! Eines baber hat sie vom "Dickenes" . Mit breitem Hintern die Probleme auszusitzen, wie ihr Ex-Chef das 16 Jahre vorgemacht hat.
Mindestlohn!
Und hier ist nun das Dilemma der CDU. Sie weiß, dass verspräche sie diesen, sie gewählt würde, nur dummerweise, kann sie das nicht vor denen Rechtfertigen denen sie wahrhaftig dient! Das Dilemma der Kanzlerin ist die Tatsache, dass eben nicht gleich sozial ist was arbeit schafft! Nicht mehr!
Paging