Die Kanzlerin kündigt einen Zeitplan für Steuerentlastungen an - die Arbeitslosigkeit werde wohl nicht so drastisch ansteigen, meint die CDU-Chefin.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) strebt Steuerentlastungen von der Mitte der kommenden Wahlperiode an. "Wir werden auch die steuerliche Entlastung in den Jahren 2011 bis 2013 fortsetzen müssen", sagte die CDU-Chefin bei einer Veranstaltung des Zentralverbands des Deutschen Handwerks in Berlin.
Merkel während ihrer Rede bei Zentralverband des Deutschen Handwerks (© Foto: Reuters)
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Dies motiviere die Arbeitnehmer. Damit könne schnell Wachstum geschaffen werden, damit der Staat wieder Steuereinnahmen habe. Merkel geht von einer Steigerung der Arbeitslosigkeit wegen der Krise aus, die aber wohl nicht drastisch sein werde.
Merkel: Banken sollen Kreditklemme verhindern
"Wir glauben, dass es nicht ganz so schlimm kommt wie manche Szenarien." Für dieses Jahr rechnet sie mit einem Einbruch der Wirtschaftsleistung in Deutschland von fünf bis sechs Prozent.
Merkel will die Lohnnebenkosten auf absehbare Zeit stabil halten. "Wir haben an den Beiträgen nichts geändert. Wir dürfen das auch in absehbarer Zeit nicht tun." Sie sagte der Wirtschaft zu, dass die Bürokratie nicht durch neue Vorschriften der Europäischen Union gegen Diskriminierung steigen soll. "Wir brauchen keine weiteren Antidiskriminierungsrichtlinien aus Brüssel." Die Umsetzung neuer Vorschriften der Koalition hatte in Union und Wirtschaft zu scharfer Kritik geführt.
Das Handwerk forderte rasche Steuerentlastung. "Wichtig ist, dass wir in der kommenden Legislaturperiode schnell einen verlässlichen Fahrplan bekommen", sagte Handwerkspräsident Otto Kentzler. Vor allem der sogenannte Mittelstandsbauch - eine Mehrbelastung im Tarifverlauf - müsse beseitigt werden. "Wir sind diejenigen, die Arbeit schaffen."
Die konjunkturelle Lage in der Branche sei trotz der Wirtschaftskrise "relativ stabil". Kentzler warnte vor Beitragserhöhungen und kritisierte die Rentengarantie der Koalition.
Die Kanzlerin rief die G20-Länder auf, nach dem Gipfel übernächste Woche in Pittsburgh die geplanten schärferen Regeln für die Finanzwelt auch umzusetzen. Es müsse verhindert werden, dass Finanzinstitute so stark und so groß werden oder so verwoben, dass sie bei einem Zusammenbruch alles mit sich rissen. Merkel lehnte erneut eine Besteuerung von Managergehältern oberhalb von einer Million Euro ab.
Merkel appellierte an Banken, eine Kreditklemme zu verhindern. "Während sie früher zu nachlässig waren, sind sie jetzt zu vorsichtig." Sie bekräftigte, dass der Bund Bürgschaften übernehme. "Wir wollen ja nicht die Krise noch verschärfen, indem wir Investitionen abblocken."
Über die KfW-Bankengruppe werde eine globale Summe bereitgestellt. Hier müsse noch mit den Banken geredet werden, damit sie einen Teil des Risikos übernehmen.
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(dpa/odg)
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ist zu spät.
Allerdings immer noch tausendmal besser als die Steuererhöhungsfans von rotrotgrün.
Alle Steuersenkungsgegner sollten abgewählt werden.
Für mich ist nur ein Termin sicher, der ihres Dementis ca. Oktober/November 2010!
...jetzt wissen wir immerhin wann sie Steuersenkungen plant. Wie sie das umsetzten will wissen wir immer noch nicht :-((
"Vor allem der sogenannte Mittelstandsbauch - eine Mehrbelastung im Tarifverlauf - müsse beseitigt werden. "Wir sind diejenigen, die Arbeit schaffen."
Wenn ich mich nicht irre, kostet das ca. 30 Mrd.! Da würde ich schon mal gerne wissen woher sie das nehemen will! Hartz IV kürzen? Renten kürzen? obere Bemessungsgrenze erhöhen? Spitzensteuersatz erhöhen?
Gruß Balldieb
Die Dame weiß offensichtlich nicht, wovon sie redet. Aber vor den Spitzenfunktionären des deutschen Handwerks darf man wohl schon mal volkswirtschaftlichen Unsinn erzählen.
Jetzt überhaupt von Steuersenkungen zu reden, wo der Staat die letzten Groschen für Pleite-Banken zusammenkratzen mußte und die öffentliche Armut immer bedrückender wird, ist heller Wahnsinn.
Merkel ist zusammen mit dem Obersteuersenker Westerwelle eine Gefahr für Deutschland.
Aha, Steuersenkungen will sie zwar schon versprechen, aber bitte erst zu einem Zeitpunkt ab dem sie ihr 'Ehrenwort' aus realpolitischen Erwägungen nicht einhalten muß.
Und, wie war das? Man muß verhindern, daß eine Bank so mächtig wird, daß deren Untergang vieles mit sich reißen könnte? Auf deutsch gesagt: man muß einfach die bereits vorhandenen Kartellgesetze auf die Banken anwenden! Aber so einfach will es sich Fr. Merkel wohl nicht machen. Lieber will sie das Rad neu erfinden. Und bis dahin gewährleisten, daß die Banken noch größer, mächtiger, systemrelevanter, marktbeherrschender werden.
Man kommt um eine einfache Feststellung nicht umhin: Fr. Merkel redet um nicht handeln zu müssen!
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