Bischof Mixas Sprecher Voß verteidigt dessen Angriffe auf Grünen-Chefin Roth, der NS-Vergleich sei zulässig. Im Gespräch mit sueddeutsche.de nimmt er Stellung zu der Kritik der Präsidentin des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch - sie beziehe sich auf einen "unzutreffenden Sachverhalt".
Eigentlich wollte er nur seinen Bischof verteidigen, nun ist er selbst in den Mittelpunkt der Kritik gerückt. Dirk Hermann Voß, Öffentlichkeitsreferent des Augsburger Oberhirten Walter Mixa, griff Grünen-Chefin Claudia Roth an, nachdem sie den Bischof unter anderem als "durchgeknallt" und "Oberfundi" tituliert hatte.
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Voß geißelte Roth daraufhin für ihre "persönlichen Attacken" und verglich sie mit der "Propaganda-Hetze der Nationalsozialisten gegen die katholische Kirche" - was wiederum zu einer schweren Verstimmung beim Zentralrat der Juden in Deutschland führte.
Dessen Präsidentin Charlotte Knobloch forderte vom Vatikan, "Konsequenzen" zu ziehen, sofern Voß' Meinung auch die von Mixa sei.
"Historisch zulässige Parallele"
Der Bistumssprecher glaubt sich indes missverstanden. Im Gespräch mit sueddeutsche.de sagte Voß: "Frau Knobloch bezieht sich mit ihrer Kritik auf einen unzutreffenden Sachverhalt."
Er sei zutiefst der Überzeugung, dass sich jeder Vergleich mit dem Holocaust wegen der Einzigartigkeit dieses Verbrechens verbietet. Doch in der Nähe eines solchen Vergleichs sieht der Sprecher seine Bemerkungen zu Claudia Roth auch nicht.
Vielmehr will er bei seiner Kritik an der Grünen eine "historisch zulässige Parallele" gezogen haben zwischen "der Propagandahetze der Nazis gegen die katholische Kirche und den persönlich diffamierenden Äußerungen von Frau Roth gegen Bischof Mixa als Repräsentanten der katholischen Kirche."
Voß nannte einen derartigen Vergleich "nicht nur schlüssig, sondern manchmal auch notwendig".
Mit einer solchen Gegenüberstellung glaubt Mixas Sprecher zu erreichen, dass die demokratische Diskussionskultur nicht die Demarkationslinie zu den Hetztiraden totalitärer Regime der Vergangenheit überschreite.
Diese Schwelle sieht Voß bereits überquert - allerdings nicht von sich: "Frau Roth hat mit ihren Äußerungen diese Linie klar überschritten."
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(sueddeutsche.de/gba)
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