Der US-Präsident hat unmittelbar vor seinem Europa-Besuch die besondere Bedeutung der amerikanisch-europäischen Beziehungen betont. Bush kritisierte gleichzeitig Bundeskanzler Schröders Reformvorschläge für die Nato.
Trotz aller Meinungsverschiedenheiten seien "Amerika und Europa die Säulen der freien Welt", sagte er laut dem in Washington veröffentlichten Manuskript seiner wöchentlichen Rundfunkansprache.
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George W. Bush (© Foto: Reuters)
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"Selbst die besten Freunde sind nicht in allem einer Meinung" fügte er hinsichtlich der Differenzen insbesondere über den Irak-Konflikt hinzu.
"Die Führer auf beiden Seiten des Atlantiks wissen, dass die Hoffnungen auf Frieden in der Welt auf der fortdauernden Einigkeit der freien Nationen beruht", sagte Bush weiter. "Wir akzeptieren nicht die falsche Karikatur, die die westliche Welt in ein idealistisches Amerika und ein zynisches Europa teilt."
Irak wird das zentrale Thema bei Bushs am Sonntag beginnender fünftägiger Europareise mit Stationen in Belgien, Deutschland und der Slowakei sein.
Bush sagte aber auch, dass er den Nahostkonflikt ansprechen und erörtern wolle, wie die Friedensgespräche zwischen Israelis und Palästinensern am besten unterstützt werden könnten; es werde auch um Handelsfragen wie die Senkung der EU-Handelsschranken für landwirtschaftliche Produkte aus den USA gehen.
In Interviews mit Medien in Belgien, Deutschland und Frankreich hatte Bush die EU-Initiative zum iranischen Atomprogramm begrüßt und versichert, dass Diplomatie hier absoluten Vorrang habe.
Auf eine Frage, dass laut einer Umfrage 70 Prozent der Deutschen glaubten, die USA bereiteten einen militärischen Angriff auf Iran vor, sagte er: "Ich höre all diese Gerüchte über militärische Angriffe und sie sind einfach nicht wahr."
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