Der US-Präsident hält an seiner Strategie fest und pumpt frisches Geld in den Irak. Die oppositionellen Demokraten wollen weiterhin für einen Kurswechsel sorgen. Laut einem Zeitungsbericht denkt die Regierung darüber nach, die Zahl der Soldaten zu reduzieren.
US-Präsident George W. Bush hat am Freitag ein Gesetz zur Gewährung von weiteren 100 Milliarden Dollar für den Irak-Krieg unterzeichnet. Zuvor hatte nach dem Repräsentantenhaus auch der Senat für das Gesetz gestimmt.
US-Präsident George W. Bush (© Foto: AP)
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Entgegen den ursprünglichen Forderungen der oppositionellen Demokraten ist darin kein Zeitplan für den Abzug der US-Soldaten aus dem Irak enthalten. Das Gesetz gilt damit als Etappensieg für Bush, der sein Veto gegen den verlangten Truppenabzug von Oktober an eingelegt hatte.
Bevor der Kongress in eine einwöchige Sitzungspause ging, bekräftigen die Oppositionsführer der Demokratischen Partei ihre Entschlossenheit, die Regierung zu einer Änderung der Irak-Politik zu zwingen. Die Politik des Präsidenten sei dabei, sich aufzulösen, sagte die Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi.
Konzepte zum Truppenrückzug
Das Weiße Haus denkt einem Zeitungsbericht zufolge darüber nach, im kommenden Jahr die Hälfte ihrer Soldaten aus dem Irak abzuziehen. Es gebe mehrere "Konzepte", die Zahl der US-Soldaten im Irak auf etwa 100.000 zu verringern, berichtete die US-Tageszeitung New York Times in ihrer Internetausgabe.
Dadurch würde auch der Plan von US-Präsident George W. Bush durchkreuzt, der die Truppe aufstocken will. Bush hatte im Januar angekündigt, er wolle rund 30.000 weitere Soldaten in den Irak entsenden, um den Aufstand in der Hauptstadt Bagdad und der Provinz El Anbar in den Griff zu bekommen. Dem Plan zufolge sollen bis Juni 160.000 US-Soldaten im Irak sein.
Die New York Times berichtete, dass die Regierung vielleicht vor allem deshalb über einen Teilabzug nachdenke, weil der von den Demokraten beherrschte Kongress Druck ausübe. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass der Präsident die derzeitige Aufstockung der Truppe abbrechen wolle.
Zu den Befürwortern einer kleineren US-Truppe gehören der Zeitung zufolge wohl auch Verteidigungsminister Robert Gates und Außenministerin Condoleezza Rice. Die führenden Kommandeure im Irak seien nicht in die Planungen einbezogen, berichtete die Tageszeitung.
General Raymond Odierno habe am Vortag in einem Interview davor gewarnt, vor Dezember Soldaten abzuziehen - selbst danach solle es nur einen sehr langsamen Abzug geben, um die Sicherheitslage nicht zu gefährden, sagte er.
Das Verteidigungsministerium hatte Anfang Mai mitgeteilt, dass bis Dezember zehn weitere Brigaden in den Irak entsandt werden sollten. Dies solle garantieren, dass die Kampfstärke der US-Armee beständig bei etwa zwanzig Brigaden liege.
Warnungen des Geheimdiensts ignoriert
Der Geheimdienstausschuss des Senats beschäftigte sich am Freitag mit Analysen vom Frühjahr 2003, also kurz vor Beginn des Irak-Kriegs. Demnach haben Geheimdienstexperten das Weiße Haus schon vor der Invasion im März vor massiven Problemen bei der Gestaltung einer Nachkriegsordnung gewarnt.
In den Berichten heißt es nach Angaben von Senatoren, das Terrornetzwerk al-Qaida werde die Situation im Irak ausnutzen, um seine Aktionen auszuweiten. Außerdem wurde davor gewarnt, dass der Iran versuchen werde, die Entwicklung im Nachbarland zu beeinflussen. Daher sei die Errichtung einer stabilen Demokratie im Irak eine langwierige und turbulente Herausforderung.
Die Regierung von US-Präsident George W. Bush habe diese Warnungen ignoriert und sich nicht darauf vorbereitet, kritisierte der Ausschussvorsitzende, der demokratische Senator Jay Rockefeller. Dies habe tragische Konsequenzen gezeitigt, für die die USA jetzt einen schrecklichen Preis zahlen müssten.
Der Ausschuss legte dem Plenum mit zehn zu fünf Stimmen einen 229 Seiten umfassenden Bericht über den Umgang der Regierung mit den Geheimdienstanalysen vor. Bei der Abstimmung schlossen sich die republikanischen Senatoren Olympia Snowe und Chuck Hagel den Demokraten an.
Bush sagte, er stehe zu seinem Entschluss, das Regime von Saddam Hussein militärisch zu stürzen. Die Regierung habe damals viele Warnungen erhalten. Einige seien eingetreten, andere nicht. Er habe die Risiken abgewogen und seine Entscheidung getroffen.
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(AP/AFP/Reuters)
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auch wenn die bush-regierung einen "traurigen platz" einnehmen wird; für das desaster zahlen muss (von denen) keiner.
An diesem Beitrag läßt sich die ganze Konzeptionslosigkeit und dass strategische Dilemma der USA erkennen.Sie können weder abziehen noch bleiben.
Bleiben sie wird weiter gegen sie gekämpft und das US-Militär wird bis zur Asche ausgebrannt wie es materiell betrachtet bereits jetzt der Fall ist trotz der 100 Millarden.Diese Summe sichert nur dass Überlebensnotwendigste.Die verbrauchten Hubschrauber,Panzer und Jeeps kosten weit mehr als diese lächerliche Summe.Insgesamt dürfte man wohl mit allen Folgen bei weit mehr als einer Billion US-Dollar liegen.Dass dürfte das Verschuldungsproblem der USA nicht unbedingt lösen und dem Dollar tut es auch nicht gut.
Gehen die USA hingegen sind sie desavouiert.Sie sind geschlagen worden von vergleichsweisen Steinzeitkriegern.Dann übernimmt Syrien und der Iran das Zepter und Afghanistan geht hinterher über den Jordan.Mit der US-Hegemonie wird es auf Jahre wenn nicht für immer vorbei sein.
Daran tun die lächerlichen Zahlenspiele um 100.000 oder 160.000 Soldaten keinen Abbruch.
Bei einem Anteil von angenommen 50% Materialeinsatz bedeuten 50 Mrd. einen zufriedenstellenden Anteil an Auftragsvolumen für die Rüstungs( Friedenserhaltungs-) industrie. Damit werden, so bedenken Sie doch, auch Arbeitsplätze gesichert ! Abgesehen von den 100.000 Arbeitsplätzen der Friedenssoldaten ! Das Wort "Krieg "muß verboten werden. Jeder, der es in den Mund nimmt, wird erschossen !Wir leben in modernen Zeiten und da ist Krieg das falsche Wort - richtig heißt es jetzt : Friedenssicherung ! Wir sind für Frieden - weltweit !
ein Glück nur, daß diese Regierung nicht wieder gewählt werden kann und sich die Stimmung im US-Volk anscheinend endlich gewandelt hat. Das Irak-Abenteuer wird innen-, wie außenpolitisch im Fiasko enden wie andere Kriege der USA auch und die Bush-Administration mit mit ihren korrupt-skrupellosen Mitgliedern wird einen traurigen Platz in der Geschichte einnehmen, weil der Terrorismus extremgefördert wurde und der gesamte Nahe Osten von einer Befriedung weiter entfernt ist als vor 2003.
Bei jetzt insgesamt rund 300 Mrd. für das Irakengagement hätte man das öl gleich kaufen können.
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