Bis Ende des Jahres sollen die Iraker im größten Teil des Landes selbst für Sicherheit sorgen. Mit dieser Ankündigung hat sich Bush erstmals konkret zu einem Übergabe-Zeitplan geäußert. Angaben zu einem Truppenabzug der Amerikaner machte er nicht.
US-Präsident George W. Bush hat angekündigt, dass irakische Truppen bis Ende 2006 die Kontrolle über den größten Teil des Irak kübernehmen sollen. Damit äußerte sich Bush erstmals zu einem konkreten Übergabe-Zeitplan.
George W. Bush: Amerikaner sollen sich auf die Jagd nach Sarkawi konzentrieren. (© Foto: AP)
Anzeige
Anlass der Erklärung vor der Foundation for Defense of Democracies sind offenbar die jüngsten Gewaltausbrüche im Irak, die die US-Bürger beunruhigt haben.
Während Bush zugab, dass es große Schwierigkeiten gebe, wies er darauf hin, dass die irakischen Sicherheitskräfte echte Fortschritte machen würden.
"Wenn die Iraker mehr Gebiete übernehmen, können Amerikaner und verbündete Streitkräfte sich auf das Training und die Jagd auf wichtige Ziele wie den Terroristen Sarkawi und seine Helfer konzentrieren", sagte Bush.
Angaben über einen Abzug der rund 130.000 US-Soldaten machte Bush allerdings nicht.
Statt dessen versuchte er seine Landsleute auf noch mehr Gewalt, Chaos und Blutbäder im Irak vorzubereiten.
Bush: Werden nicht die Nerven verlieren
Die Terroristen versuchten, einen Bürgerkrieg auszulösen, weil ihnen die Stärke für eine direkte Konfrontation der US-Truppen und ihrer irakischen Verbündeten fehle, sagte Bush. Doch die USA, so versprach er, würden nicht die Nerven verlieren.
Die irakischen Politiker forderte Bush auf, ihre Differenzen beizulegen und eine Regierung der nationalen Einheit zu bilden. Die Iraker müssten zeigen, dass sie ihre Lektionen aus der Vergangenheit gelernt hätten, sagte er.
Außerdem kündigte er einen Plan an, um die Gefahr durch selbst gebaute Sprengstoffkörper für die US-Truppen im Irak zu mindern. Dazu gehörten neue technologische Lösungen sowie eine bessere Ausbildung für US-Truppen, wie diese improvisierten Bomben entdeckt und entschärft werden könnten.
Die Explosion selbst gebauter Sprengstoffkörper ist inzwischen zur häufigsten Todesursache für US-Soldaten geworden.
Bush nahm die Gelegenheit erneut wahr, um der iranischen Führung schwere Vorwürfe zu machen. Teheran sei an Anschlägen gegen US- Truppen im Irak beteiligt, so der US-Präsident. Selbst gebaute Sprengstoffkörper hätten Komponenten iranischer Herkunft enthalten.
Die USA würden die internationaler Unterstützung suchen, um solchen Gefahren entgegenzuwirken.
Der Minderheitsführer der oppositionellen Demokraten im US-Senat, Harry Reid, warf Bush nach dessen Rede Unfähigkeit vor. Man benötige im Irak eine politische Lösung und nicht Leute, die sagten, wie gut der Krieg verlaufe.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(sueddeutsche.de/dpa)
ICE-Strecke