US-Präsident George W. Bush will bis zum Ende seiner Amtzeit intensiv weiterarbeiten. Viele werden das als Drohung empfinden - Iran soll es als Drohung empfinden.
Das werden ihm manche wieder als Drohung auslegen. Da sagt er einfach: "Ich werde intensiv meiner Arbeit nachgehen bis zum Ende meiner Amtszeit." Und damit das auch alle verstehen, setzt er hinzu: "Das meine ich ernst."
Gut gelaunt auf Abschiedsbesuch in Deutschland: George W. Bush mit Kanzlerin Angela Merkel (© Foto: ddp)
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George Walker Bush, noch bis Januar 2009 Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, hat offenbar nicht vor, die letzten Monate im Amt als lame duck zu verbringen. Das aber wird weniger von ihm abhängen - als vielmehr von der Meinung anderer. Gilt er ihnen als "lahme Ente", die man getrost ignorieren kann?
Der auf Abschiedstour weilende Bush und die Bundeskanzlerin Angela Merkel haben sich für die Abschlusspressekonferenz vor dem Schloss Meseberg aufgebaut. Der Himmel ist blau, einzelne Wolken ziehen am Himmel vorbei. Dazu das weiße Barockschloss im Hintergrund. Schöne Bilder sollte es geben - dieses Ziel zumindest haben beide erreicht.
Ähnlichkeit mit einer Cruise Missile
Ansonsten hat das morgendliche Treffen die Welt nicht wirklich vorangebracht. Im Klimaschutz bekräftigten beide das schon in Heiligendamm beschlossene und gewöhnungsbedürftige Ziel, ein Ziel festzulegen. Iran muss sich darauf gefasst machen, dass Sanktionen folgen, sollte das Land sein Atomprogramm nicht beenden. Und in der Doha-Runde, in der es unter anderem um neue Regeln für den weltweiten Agrarhandel geht, soll es jetzt schnell zu Ergebnissen kommen. Dafür hätte auch ein kurzes Telefonat gereicht.
Die Spargeldebatte hatte mehr Charme. Ursprünglich sollte am Dienstag nach Bushs Ankunft ja gegrillt werden, es gab dann aber Spargel. Irgendjemand in der "deutschen Presse" soll geschrieben haben, der US-Präsident möge Spargel nicht. Das behauptet jedenfalls Bush. Zu belegen ist das nicht. Aber er fühlt sich offenbar zu einem Dementi genötigt: "Das ist falsch. Spargel aus Deutschland ist hervorragend."
Einige Journalisten witzeln hinterher, das könne auch kaum anders sein. Bei der Ähnlichkeit, die ein Spargel mit einer Cruise Missile habe.
Spargel soll auch der Gesundheit förderlich sein. Aber fit ist Bush ja. Zumindest körperlich. Am Morgen ist der Weltenlenker noch auf dem Mountainbike gesichtet worden. Helm, Radlerhose, Radlertrikot. Bush hat alles dabei. Im Schlepptau ein gutes Dutzend Sicherheitsleute.
Ob er geistig ähnlich fit ist, daran hat zumindest ein erheblicher Teil der Deutschen ernsthafte Zweifel. Kaum ein Präsident der Vereinigten Staaten hat je so wenig Ansehen in der Welt genossen wie George W. Bush. Das liegt vor allem an seiner Entscheidung für den Irak-Krieg.
Die Kanzlerin hat Spaß, sagt sie
Zu bereuen aber hat er da offensichtlich nichts. Er würde vieles heute nicht noch einmal so sagen, wie er es gesagt hat. Sagt er. Aber auf die Frage, ob er den Krieg heute bedauere, ist er eindeutig: "Nein, ich bedauere das überhaupt nicht. Saddam Hussein ist nicht mehr an der Macht. Die Welt ist sicherer." Eine Position, mit der er in Deutschland wohl ziemlich allein dasteht.
Angela Merkel ficht das nicht an. Die Sache mit dem Irak war, bevor sie Kanzlerin wurde. Ihr macht die Zusammenarbeit mit Bush Spaß, sagt sie. Und das vor allem deshalb, weil man bei ihm "nicht um den heißen Brei herumreden muss".
Aber sie weiß auch, was die Deutschen hören wollen, etwa wenn es um Iran geht. Sie wolle möglichst viele Staaten einbinden in den Prozess. Deshalb plädiere sie dafür, die Vereinten Nationen über mögliche Sanktionen entscheiden zu lassen.
Bush dagegen spielt wieder Cowboy: "All options are on the table", alle Optionen liegen auf dem Tisch, sagt er. Soll heißen: auch die militärische Option. Die Frage, ob er ausschließen könne, dass es noch in seiner Amtszeit zu einem Militärschlag gegen Iran kommen könne, beantwortet er erst gar nicht.
Die Kanzlerin und CDU-Chefin beendet die Pressekonferenz. Für einen Moment stellen sie sich noch für die Fotografen näher beieinander. Merkel ist offenbar zufrieden. Sie lächelt.
"So. Very good", flüstert sie ihrem Nachbarn Bush noch zu. Dann gehen sie zurück ins Schloss. Bush zückt am Hauptportal ein Taschentuch. Aber das soll nicht täuschen. Er wird darin kaum Tränen des Abschiedes hinterlassen haben.
Da geht es ihm wie den Deutschen.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(sueddeutsche.de/odg)
Dass wir diesem "Terror-Tarzan" noch Spargel auftischen müssen, verstehe wer will. Merkel sollte sich am allerbesten erkundigen, ob sie das Gästezimmer auf Bush's Ranch haben kann und gleich zusammen mit ihm in die USA zurückreisen.
"Angela Merkel ficht das nicht an. Die Sache mit dem Irak war, bevor sie Kanzlerin wurde"
Und wie war das mit dem US-Blitzbesuch der damaligen Kandidatin beim US-Herrscher nach Schröders NO zu einer deutschen Beteiligung?
Schon vergesen? Ich nicht!
und ich sage Dir wer Du bist.
Frau Merkel freut sich auf den Präsidenten, der Millionen Menschen ins Unglück trieb, sein eigenes Volk belogen hat, Menschen verschleppen ließ,
mit mittelalterlichen Methoden Angst und Schrecken verbreitete und anschließend bestritt davon irgendwas zu wissen, halt ein Kriegsverbrecher und Verbrecher gegen die Menschlichkeit, kurz ein Freund der Kanzlerin.
Man möchte ausspucken.
bush stellt die physik öffentlicher ämter auf den kopf, sich alles erlauben zu können, ausser silberne löffel zu klauen. politisch hat dieser mann sich das ganze goldservice unter den nagel gerissen.
... vor einem ordentlichen Gericht für seine Kriegsverbrechen verantworten muss.
Paging