Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg will die Bundeswehr drastisch verkleinern. Doch wie ein freiwilliger Wehrdienst aussehen soll, weiß noch keiner.
Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst." Die legendäre Aufforderung des einstigen amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy erfährt in diesen Tagen eine Neuauflage. "Tu was für dein Land", appelliert der Verband der Reservisten der Bundeswehr an junge Männer und wirbt so für einen freiwilligen Wehrdienst, der nach Lage der Dinge in naher Zukunft die Wehrpflicht ersetzen wird.
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Noch gibt es keine konkreten Vorschläge, wie ein freiwilliger Wehrdienst ausgestaltet sein könnte. Ein Bundeswehrsoldate bei Masar-i-Scharif. (© dpa)
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Für den Vizevorsitzenden des Verbandes, Roderich Kiesewetter, geht es dabei nicht nur darum, durch eine angemessene Bezahlung und eine interessante Ausgestaltung des Dienstes genügend Bewerber zu gewinnen. Der Gedanke, durch freiwilliges Dienen einen Beitrag zum Nutzen der Gesellschaft zu leisten, hat für Kiesewetter einen hohen Stellenwert.
Diese Betonung des Gemeinnützigen ist möglicherweise die Brücke zu den vielen in CDU und CSU, die partout an der Wehrpflicht als einem Markenkern der Union festhalten wollen. Für sie ist die Wehrpflicht Ausdruck dafür, dass die Bundeswehr in der Gesellschaft verankert ist. Eine zusätzliche ideelle Motivation der freiwillig Dienenden würde der Quasi-Abschaffung der Wehrpflicht sozusagen den moralischen Makel nehmen.
Die nach wie vor starke Gruppe der Wehrpflichtbefürworter muss Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) gewinnen, wenn er mit seinem Konzept einer drastischen Verkleinerung der Bundeswehr von jetzt 250.000 auf etwa 165.000 Soldaten am Ende Erfolg haben will. Noch gibt es keine konkreten Vorschläge, wie ein freiwilliger Wehrdienst ausgestaltet sein könnte.
Der SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold hält denn auch die Zahl von 7500 Freiwilligen, wie sie in dem von Guttenberg derzeit bevorzugten Personalmodell enthalten ist, für ein "Placebo", um die Wehrpflichtanhänger in der Union zu beruhigen. 7500 Freiwillige seien viel zu wenig, um genügend Nachwuchs für die Bundeswehr zu gewinnen, sagt Arnold. Immerhin war ein wesentliches Argument für ein Festhalten an der Wehrpflicht bisher auch, dass die Bundeswehr rund 40 Prozent ihrer Zeit- und Berufssoldaten aus der Gruppe der Wehrpflichtigen rekrutiert.
Breite Bundestagsmehrheit für Freiwilligen-Armee
Von den Wehrpflichtbefürwortern in der Union abgesehen, deren zahlenmäßige Stärke derzeit schwer abzuschätzen ist, gibt es im Bundestag eine breite Mehrheit für eine irgendwie geartete Freiwilligen-Armee. Die Linke und auch die Grünen würden die Wehrpflicht am liebsten völlig abschaffen.
SPD und FDP plädieren für eine "Aussetzung", eine Idee, die nun auch im Verteidigungsministerium und in Teilen der Union als Königsweg gesehen wird. Dabei bliebe der Artikel 12a des Grundgesetzes unverändert, in dem es heißt: "Männer können vom vollendeten achtzehnten Lebensjahr an zum Dienst in den Streitkräften, im Bundesgrenzschutz oder in einem Zivilschutzverband verpflichtet werden."
In der Praxis würde diese Kann-Vorschrift allerdings nicht mehr angewendet. Der Staat könnte jedoch mit einem einfachen Gesetz wieder darauf zurückgreifen, wenn dies notwendig werden sollte - entweder in einer Krisensituation oder bei gravierendem Personalmangel.
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Youtube-Hit aus USA
Die Wehrpflicht gehört abgeschafft! Schon seit 10 Jahren, eine reine Berufsamee die die "NATO-Erwartungen" erfüllt!
W12, angefangen mit W15 würde im laufe des Jahres gekürzt!
Im nachhinein hat man nur schöne Errinnerungen an die BW!!!! LKW Fühererschein gemacht, alles war geregelt und durchorganisiert!
Ich "stehe" zu meinen Vaterland!
Wer den Artikel liesst,dem kommen in der Tat Zweifel. Alles wird nur zerredet,wie immer richtige Vorschlaege die auch Hand und Fuss haben sind nicht dabei. Man kann in Frankreich sehen wie es geht,alle jungen Menschen bekommen einen Unterweisung ueber die Beruflichen moeglichkeiten bei den Streitkraeften,dass war es mit der Wehrpflicht. Wer dann Intersesse hat, weiss wo und wie er das dann machen kann,das ist fuer unser Land schon zuviel verlangt. Auch ist es so,wenn es nur noch ca.165 000 Mann und Frau sein sollen,dann stellt sich in der Tat die Frage nach Auslandseinsaetzen sowieso nicht mehr. Da sind nun mal hoechstens 1000 Soldaten dazu in der Lage,der Rest geht drauf fuer die Verwaltung und Instantsetzung. Es ist dann nur noch eine Kaderarmee mit sehr begrenzten Moeglichkeiten. Kommt es zu einer Kriese,muss die BRD ihre Alliierten Freunde um Hilfe bitten,die BW koennte noch nicht einmal ein Ruderboot mit Piraten in der Nordsee fangen und stellen. Frage wann werden die Schwarzpulver Gewehre aus der Zeit der Napolianischen Befeiungskriege wieder ausgegeben ? Gute Nacht Deutschland, schlafe gut.
wenn wir weiter am Auseinanderklaffen der Bevölkerung arbeiten, werden wir schon genügend finden, die ihren Kopf für Auslandseinsätze hinhalten. Bei den Amis gibt es dafür noch eine Einbürgerung oben drauf. Diese Idee könnte doch bei manchem Politikerhirn mitspucken.
Wenn dann diejenigen, die überall zu kurz gekommen sind, dann hier auf die Barikaden gehen, dann wäre eine Berufsarmee auch leichter im Innern einzusetzen, oder täusche ich mich da?
Nun wie wäre es so eine Art "Rekrutierungsbüro" einzurichten als Pilotversuch erstmal , um zu sehen, wie der Zulauf/Nachfrage für so eine "Freiwilligenarmee"wäre.
Außerdem könnte man versuchen, manche Bereiche z.B. Verwaltung oder die Lagerbestände einfach mal zu zusammenzufassen und zu sichten, damit manche Abläufe schneller gehandhabt werden und vor allen Dingen sich an der Basis einen Überblick zu verschaffen.
Ich wundere mich schon seit Anfang letzten Jahres darüber , seit die israelische Armee in Gaza einmaschiert war.
Schon damals wurde man je nach Moderatorteam in seiner Meinungsäußerung zu den SZ-Artikeln zum Thema schwer gegängelt.
Nun ist es auch bei Artikeln über die Bundeswehr im Zusammenhang mit Afghanistan so, dass politisch nicht opportune Meinungen gestrichen werden.
Ich glaube ja nicht, dass der neue geschniegelde Regierungssprecher dahintersteckt, aber politische Einflussnahme von oben auf die SZ ist unverkennbar.
Man muss sich wirklich überlegen, ob man als Leserkommentator hier weitermacht. Ich werde es jedenfalls sorgfälltig beobachten, was hier in Zukunft in diesem Forum passiert.
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