Der von vielen Unionspolitikern geforderte Einsatz im Innern, zum Beispiel zum Objektschutz, würde eine Grundgesetzänderung erfordern. Dagegen stemmt sich die SPD.
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Auch Verteidigungsminister Jung hat noch am vergangenen Wochenende betont: "Wir bewachen keine Stadien." Allerdings sieht die schwarz-rote Koalitionsvereinbarung eine Überprüfung dieser Frage vor, wenn dies nach dem für die kommende Woche angekündigten Urteil des Verfassungsgerichts zum so genannten Luftsicherheitsgesetz erforderlich würde.
Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU), hatte erst vor wenigen Tagen gesagt, wenn die Polizei während der Weltmeisterschaft voll ausgelastet sei, könnte die Bundeswehr zum Beispiel zur Sicherung der grünen Grenze zwischen Tschechien und Deutschland eingesetzt werden.
Franz Beckenbauer, der Präsident des WM-Organisationskomitees, sprach sich am Mittwoch bei einem Besuch im Kanzleramt für eine möglichst effiziente Sicherung der Weltmeisterschaft aus. "Man sollte die Sicherheitsmaßnahmen so groß wie möglich halten. Wenn dafür ein Bundeswehr-Einsatz notwendig ist, sollte man das tun", sagte Beckenbauer.
Er zeigte sich besorgt darüber, dass der Streit über die dänischen Mohammed-Karikaturen eine Bedrohung für den friedlichen Ablauf der Weltmeisterschaft darstellen könnte.
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(SZ vom 9.2.2006)
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