Bundeswehr Verteidigungsministerium plant 18 Großbestellungen bei der Rüstungsindustrie

Der Puma-Schützenpanzer der Bundeswehr

(Foto: Getty Images)

Die Ausrüstungsmängel der Bundeswehr sind eklatant. Nun soll die Truppe Medienberichten zufolge noch in diesem Jahr unter anderem neue Raketenwerfer und Rettungshubschrauber erhalten.

Um die ärgsten Ausrüstungsmängel der Bundeswehr zu beseitigen, plant das Ministerium von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) mehreren Medienberichten zufolge, noch in diesem Jahr mehrere millionenschwere Großaufträge an die Rüstungsindustrie zu vergeben.

Eine Liste des Verteidigungsministeriums beinhalte 18 Posten mit einem jeweiligen Bestellwert von mehr als 25 Millionen Euro, berichten das Handelsblatt und die Bild-Zeitung. Die Truppe soll demnach unter anderem neue Raketenwerfer, Rettungshubschrauber, Transportflugzeuge und Gefechtsstände erhalten. Auch Verbesserungen am Schützenpanzer Puma sind geplant.

Die Bestellliste beinhaltet den Berichten zufolge auch einen Leasingvertrag für israelische Heron TP-Drohnen, auf die sich Union und SPD bereits im Koalitionsvertrag verständigt hatten. Dem Handelsblatt zufolge kostet der Leasingvertrag für neun Jahre mehr als eine Milliarde Euro. Verlängert werden sollen auch die Betreiberverträge für die Heron 1-Aufklärungsdrohnen, die in Afghanistan und Mali im Einsatz sind.

Die Beamten nennen ihre Liste dem Handelsblatt zufolge allerdings "vorläufig": "Es wird ganz wesentlich davon abhängen, wann und mit welcher Finanzausstattung das Haushaltsgesetz 2018 verkündet wird", schreiben sie.