Schelte von ganz oben: Wolfgang Schneiderhan, ranghöchster General der Bundeswehr, geht mit der Truppe hart ins Gericht.
Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan hat in seltener Offenheit den inneren Zustand der Bundeswehr kritisiert. Bei einer Veranstaltung des Bundeswehrverbandes sagte der Vier-Sterne-General am Dienstag in Berlin, viele Soldaten "jammern auf hohem Niveau".
Ein Bundeswehrsoldat der Quick Reaction Force während einer Gefechtsübung am Hindukusch. (© Foto: ddp)
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Er beklagte mangelhaftes Verantwortungsbewusstsein von Soldaten für den Staat und Kommunikationsprobleme bis in die Führungsebenen hinauf und stellte die Frage, ob immer "die richtigen Leute in der Bundeswehr Spieß und Chef sind" und "die Binnenkommunikation stimmt". Der Generalinspekteur ist der ranghöchste General der Bundeswehr und berät den Verteidigungsminister und die Bundesregierung in militärischen Fragen.
Schlüsselkompetenz Kommunikation
Er machte deutlich, dass er seinen Ärger nicht als pauschale Kritik an allen Soldaten und Führungsoffizieren verstanden wissen wollte, und hob die Erfolge der Bundeswehr in den vergangenen Jahrzehnten hervor. Er mahnte aber, auch die Bundeswehr müsse Kommunikation als Schlüsselkompetenz erkennen. Es gebe so viele Zuständigkeiten, dass sich "keiner mehr so richtig zuständig fühlt".
Schon am Vorabend hatte er beim Empfang des Wehrbeauftragten des Bundestags, Reinhold Robbe, vor mehreren hundert Gästen über die Anspruchshaltung vieler Soldaten an den Bund geklagt. Sie erwarteten für ihren Dienst an dem Land ein "Rundum-Wohlfühlangebot mit Erfolgserlebnis". So sei die Bereitstellung ungeeigneter Schlafsäcke im Kongo-Einsatz womöglich von medialem Interesse, sollte aber "keine parlamentarische Betroffenheit auslösen". Einem Berufssoldaten, der sich über den dritten Auslandseinsatz beklage, solle man deutlich sagen, dass es keine Abhilfe geben werde - denn das sei sein Beruf.
Motivation: Geld
Der Deutsche Bundeswehrverband, die größte Vertretung der Soldaten, veranstaltet einmal im Jahr das sogenannte Parlament der Wehrpflichtigen. Rund 50 delegierte Wehrdienstleistende aus allen Bundesländern diskutieren mit Politikern und Generalen.
Verbandschef Ulrich Kirsch sagte, die Bundestagsabgeordneten müssten sich als Auftraggeber für die Auslandseinsätze der Bundeswehr intensiver über die Lage der Soldaten informieren und die Missionen den Deutschen besser vermitteln. Zwei Wehrpflichtige beklagten, die Regierung könne den Sinn des Afghanistan-Einsatzes nicht vermitteln. Es sei "erbärmlich", dass sie Soldaten nur mit Geld dafür motivieren könne.
Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) sagte: "Wir müssen die Risiken an den Quellen beseitigen, bevor sie in größeren Dimensionen Deutschland erreichen." Er bestätigte, dass die Soldaten in Afghanistan zunehmend mit Hinterhalten von Aufständischen zu kämpfen haben. Ebenso müssten sie sich Feuergefechten stellen.
Robbe berichtete, noch nie habe er die Situation in dem Einsatz am Hindukusch "so schlimm erlebt" wie jüngst bei seinem Besuch der Soldaten im nordafghanischen Kundus. Die Soldaten hätten ihm gesagt: "Wir bauen hier im Moment keine Brücken und bohren keine Brunnen. Herr Wehrbeauftragter, wir befinden uns hier im Krieg."
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(sueddeutsche.de/dpa/ehr/woja)
Ein Soldat, bzw. Militärangehöriger jeglicher Stufe ist per se ein Heimatverteidiger und wird als solcher erzogen und ausgebildet. Zumindest in Europa ist das so. Jede Nation hat ihre eigene Armee samt der zur Topografie angepassten Ausrüstung. Also wie gesagt, alles ausschliesslich auf heimischen Boden zugeschnitten, auch in psychologischer Hinsicht.
Nun schickt man solche Heimatverteidiger in ein völlig fremdes Land mit anderer Kultur mit dem Auftrag, gegen einen aufständischen Teil dieser Bevölkerung Krieg zu führen. Worin liegt da für den einzelnen Soldaten der Sinn für Aufopferung von Gesundheit und Leben?
Da liegt es wohl in der Natur der Sache, dass der Kopf bzw. das Hirn nicht so mitspielt, wie es die Politiker gerne möchten. Dass da bald einmal fast die Hälfte mit psychischen Störungen nach Hause kommen, liegt wohl auf der Hand. Das ist Missbrauch von Menschenmaterial für fragwürdige politische Zwecke.
Immer wenn es eine Überschrift gibt die nur ansatzweise die Buchstabenkombination Afg oder Bu im Titel hat kommen sämtliche Klugsc*** und Besserwisser aus ihren Löcher gekrochen um ihren Senf abzusondern.
Das man bei den meisten nach den ersten 3 Wörtern merkt, dass diese wohl nicht mehr über die Materie und/oder die Bundeswehr wissen als sie mal irgendwo beim Vorbeifahren an einem Kasernenzaun auf geschnappt haben ist leider schon Standard geworden.
Ich schätze die freie Meinungssäuerung, doch die gängige Methode mittlerweile hier im Forum jeden Soldaten als das Böse in Person ( noch harmlos ausgedrückt) abzustempeln und jeden anderen User der nicht der gleichen Meinung ist einfach zu überbrüllen und ihn in auch noch zu beleidigen- und sich dann auch noch angegriffen zu fühlen, wenn ein Mod einen derartigen Post löscht- finde ich unter aller S*au.
Zu einer Diskussion gehören 2 (oder mehr Parteien) die ein Thema erörtern und mit Fakten und Hintergrundwissen versuchen der anderen Partei einen Meinungsaustausch zu bieten.
Wäre nett wenn wir also wieder Etwas Niveau hier herein bringen und manche Leute sich erst etwas Hintergrundwissen über die Bundeswehr und Afg. aneignen würden (Vorzugsweise nicht aus der Hauseigenen Propagandaflugblattpresse- und das beziehe ich mal hier AUSDRÜCKLICH auf die (möchtegern)extrem-linke hier), dann würde das lesen der Kommentare hier zunehmend weniger Brechreiz verursachen.
So far
P.s Ein wenig Polemik in geringer Dosierung kann ruhig auch rein- manchmal ist es einfach gut für den Unterhaltungswert! ;)
Du scheinst ja mit der Bundeswehr heftig im Klinsch zu liegen,dass deutet darauf hin das Du vielleicht beim Wehrdienst einen strengen Spiess hattest. Oder solltest Du gar nicht gedient haben,redest Du ueber Dinge,die Du nur vom hoerensagen kennst. Beispiel,Soldaten in den Kongo zu schicken,mit fehlender Ausruestung und einen butterweichen Mandart,das man so oder so auslegen kann,ist Fahrlaessig. Dazu sollte Frankreich noch die Munition ausgeben,was sie auch taten 5 Schuss,das musste reichen. waehre ich Offizier da gewesen haette ich mit meinen Leuten die Sachen gepackt und waehre abgereist. Danach der grossen Kanzlerin gesagt, unter diesen Umstaenden duerfe sie die Mission selber ausfuehren. Daselbe gillt fuer Afgahnistan,Es ist ein Krieg doch Berlin weigert sich das zur Kenntniss zu nehmen,ich will hier nicht auf das Mandat und die Ausruestung eingehen,Krieg leight,gibt es nicht das sollte man wissen. Wer eine Armee hat muss sie auch fuehren koennen und die noetige Ausruestung muss selbstverstaendlich sein. Die Kritiek der Solldaten ist in den meisten Faellen berechtigt,nur Soldaten die glauben die Bundeswehr sei die Heilsarmee,sollten sich vorher ueberlegen wohin sie sich melden. Das eine geht hier nicht mit den anderen.
Scheinen ja echte Helden zu sein, diese Soldaten.
Und sooooo schlecht bezahlt sind sie, und freiwillig in Afghanistan (wegen der sfatigen Zulagen) sind sie auch nicht... Ein Jammer..
Und natürlich hätten diese "Überflieger" alle in normalen Jobs prima Aussichten gehabt.
hihihi
Ne, ne, lassen Sie mal stecken.
"Ich bin nichts,
ich kann nichts,
gebt mir eine Uniform!".
pfnosch: "Ich kann es nicht mehr hören...
da muß der deutsche Kuschelsoldat doch tatsächlich erleben, dass man als Soldat in Krisengebieten doch wirklich auch getötet werden kann."
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seien sie froh, dass es immer noch freiwillige gibt, die diese drecksarbeit als berufssoldaten verrichten.
sonst könnte es nämlich durchaus passieren , dass auch sie ganz unfreiwillig eingezogen werden....
Paging