Verteidigungsminister Struck hat damit gerechnet, dass noch mehr Verstöße gemeldet werden, da er die Soldaten in der vorigen Woche zur Offenheit aufgefordert habe. Die Verstöße Einzelner würden unnachgiebig verfolgt.

Vor dem Verteidigungsausschuss des Bundestages warnte Struck davor, die Bundeswehr nach den bekannt gewordenen Misshandlungen von Soldaten unter Generalverdacht zu stellen.

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"Wir haben 12.000 Ausbilder. Davon werden jetzt 30 bis 40 überprüft", sagte er in Berlin. Es gebe immer Menschen, die sich nicht an die Gesetze hielten. Entscheidend sei, Verstößen unnachgiebig nachzugehen. Das werde getan.

Inzwischen sind mehr als Misshandlungsfällen bekannt. Dabei geht es allerdings nicht immer um Malträtierungen von Rekruten, sondern auch um vorher angekündigte Übungen für Zeitsoldaten.

Insofern sind laut Bundeswehr jüngst bekannt gewordene Fälle nicht mit Coesfeld zu vergleichen. Struck zufolge handelt es sich zum Teil auch um alte, bereits verfolgte Fälle. Dennoch sagte er: "Es ist schon schlimm, Menschen in eine Situation mit traumatischen Erlebnissen zu bringen."

Der Verteidigungsausschuss-Vorsitzende Reinhold Robbe (SPD) hoffte, "dass aus der Krise (...) auch die Chance erwächst, (...) dass spätestens jetzt jeder weiß, was seine Pflichten sind, was seine Rechte sind". Laut Heeresinspekteur Hans-Otto Budde sind die Misshandlungsfälle nicht Folge der Auslandseinsätze.

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(sueddeutsche.de/dpa)