Durch Zufall sind schriftliche Stellungnahmen der Bundeswehr-Rekruten aufgetaucht, die in der Coesfelder Kaserne misshandelt wurden. Das Gericht forderte nun die bislang unbekannten Unterlagen an.
Im Prozess um die Misshandlung von Bundeswehr-Rekruten in einer Coesfelder Kaserne sind ältere, bisher unbekannte Aussagen von Soldaten aufgetaucht.
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Es handele sich um schriftliche Stellungnahmen von knapp 40 Soldaten kurz nach Bekanntwerden der Vorwürfe Ende 2004, sagte ein Gerichtssprecher und bestätigte Informationen des WDR in Münster.
Die Coesfelder Rekruten waren von der Bundeswehr nach Bekanntwerden der Vorwürfe aufgefordert worden, ihre Eindrücke zu schildern. "Der Kammer war die Existenz dieser Unterlagen bisher nicht bekannt", sagte der Sprecher.
Das Gericht habe die Stellungnahmen beim Heeresamt in Köln angefordert, sie lägen aber noch nicht vor. Zu Details und der Frage, ob frühere Bundeswehr-Ausbilder darin be- und entlastet werden, gab es zunächst keine Informationen.
Laut Gericht besteht nun am nächsten Verhandlungstag, dem 17. Oktober, die Möglichkeit, dass die Aussagen Eingang in den Prozess finden.
Nach vier ersten Urteilen Ende August, bei denen zwei Ausbilder freigesprochen, ein weiterer zu einer Geldstrafe und der vierte zu 18 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt wurden, stehen noch elf Ex-Ausbilder in Münster vor Gericht. Sie sollen im Sommer 2004 bei simulierten Geiselnahmen Rekruten misshandelt und gedemütigt haben.
Die Existenz der Niederschriften war durch einen Zufall bekannt geworden. Ein Zeuge habe vor Gericht von seiner früheren Stellungnahme berichtet, dem sei die Kammer dann nachgegangen, sagte der Gerichtssprecher. Ob die Unterlagen Auswirkungen auf den Prozessverlauf haben könnten, ist derzeit noch unklar. Wegen der größeren zeitlichen Nähe zum Tatzeitraum können die Schriftstücke genauere Einzelheiten zu Übungen enthalten. "Die Erinnerung war sicher frischer, als jetzt nach drei Jahren", sagte der Gerichtssprecher.
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(dpa)
Protest gegen dritte Startbahn
mit dem unbeabsichtigten Löschen ! Da müssen wir noch dran arbeiten.