Beinahe jeder Zweite wird als untauglich für den Wehrdienst eingestuft. Doch das liegt nicht daran, dass die Jungs von heute so schlecht drauf sind.
Deutschlands Jugend ist zu fett. Das offenbart auf den ersten Blick ein Gang durch die Innenstädte oder an den Ferienstränden.
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Rekruten (Archivbild) (© Foto: dpa)
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Übergewicht, schlechte Körperhaltung und träge Bewegungen sind klare Indizien für mangelnde körperliche Leistungsfähigkeit. Aber dass knapp die Hälfte der jungen Männer hierzulande so schlecht drauf sein sollen, dass sie nicht für den Wehrdienst in der Bundeswehr taugen, klingt dann doch sehr unwahrscheinlich.
Dennoch scheint es so zu sein, wenn man den Zahlen glaubt, welche die Bundeswehr selbst der Zentralstelle der Kriegsdienstverweigerer (KDV) mitgeteilt hat. Danach waren im ersten Halbjahr 2007 von 223.000 gemusterten Wehrpflichtigen 93.000 gar nicht und 10.000 vorübergehend nicht wehrdienstfähig, mithin 46,2 Prozent.
Willkürliche Ausmusterung
Nach Ansicht der KDV haben diese Zahlen mit der Wirklichkeit nichts zu tun. Vielmehr sei "der dramatische Anstieg der Untauglichkeitsquote" - 2006 waren 40 Prozent der Gemusterten vorübergehend oder dauerhaft untauglich, 2002 waren es 16,9 Prozent - willkürlich, weil politisch gewollt.
Es gehe nur darum, Wehrpflichtige aus der Statistik herauszurechnen und so den Anschein von Wehrgerechtigkeit herzustellen, meint die KDV. Nur so lasse sich, wie Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) dies tue, ideologisch an der allgemeinen Wehrpflicht festhalten.
Tatsächlich ist sich Jung des Risikos voll bewusst, das mangelnde Wehrgerechtigkeit für den Fortbestand der Wehrpflicht bedeutet - ungeachtet der politischen Debatte, die gerade erst wieder vor dem SPD-Parteitags im Oktober von den Sozialdemokraten entfacht worden ist.
Noch immer ist beim Bundesverfassungsgericht eine Vorlage vom April 2005 anhängig, mit der das Kölner Verwaltungsgericht klären will, ob es zu Recht einen Einberufungsbescheid zur Bundeswehr mit dem Hinweis auf die bestehende Wehrungerechtigkeit aufgehoben hatte. Nicht zuletzt mit Blick auf Karlsruhe hatte Jung angeordnet, in diesem Jahr die Zahl der einzuberufenden Wehrpflichtigen von 30.000 auf 35.000 zu erhöhen.
Neues Konzept als Vorwand
Schon im Oktober 2004 hat die Bundeswehr allerdings - damals noch unter Jungs Vorgänger Peter Struck von der SPD - die Tauglichkeitskriterien drastisch heraufgesetzt. Dadurch stieg die Zahl der Untauglichen auf einen Schlag von 11,1 auf 32,6 Prozent eines Musterungsjahrgangs. Das passte gut zu dem gezielten Personalabbau, mit dem sich die Bundeswehr damals zu einer Armee im weltweiten Einsatz zu wandeln begann.
Das neue Konzept lieferte auch gleich die Begründung für die Anpassung der Kriterien: Die Soldaten der neuen Einsatzarmee müssten fitter sein als die Hüter der Heimatfront.
Fein-Tuning notwendig
Anfang dieses Jahres tat die Bundeswehr einen weiteren Schritt in diese Richtung. Die "Entscheidungsbefugnis der Musterungsärzte" wurde gestärkt, so das Verteidigungsministerium am Dienstag. Damit sollte verhindert werden, dass weiterhin bis zu 7,5 Prozent der eingezogenen Wehrpflichtigen aus Gesundheitsgründen vorzeitig entlassen werden müssen.
Prompt stieg die Zahl der Untauglichen um zehn Prozent, während die Gruppe der vorübergehend nicht Wehrfähigen um sieben Prozent kleiner wurde. Unverständlich bleibt dabei nur, warum immer noch junge Männer eingezogen werden, die partout mit der Bundeswehr nichts zu tun haben wollen.
Vielleicht müssen die Musterungskriterien ja noch einmal einem Fein-Tuning unterworfen werden.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(SZ vom 28.8.2007)
Stockender Kita-Ausbau
Habe meine Geschichte auch dem Wehrdienstbeauftragten des Bundestages gesandt, keine Antwort.
Habe da mal eine Karikatur gesehen: Ein Mann mit dem Grundgesetz in der Hand, Zwangsjacke, zwei Pfleger, die ihn in den Krankenwagen zwingen.
"Schon wieder einer von den Verrückten.."
Naja, hätte mein Vater in der Reichsmacht gekämpft, ich wäre nicht gezogen worden. Ne verschleppte und gequälte Großmutter ist nicht relevant.
Zu guter letzt:
Ich bin in einem totalitären System aufgewachsen (DDR). Dort war ich bei Mathematikolympiaden der jüngste Frühstarter aller Zeiten, der einzige, der je in zwei Klassenstufen gestartet ist (+2, fertig, oaky noch schnell +1). Ich war verdammt talentiert, als Zeugen hierfür nenne ich Gerhard Rösch, Betreuer der thüringischen Landesmannschaft, Apolda - Gruß!)
Bin dann über Ungarn geflohen, das volle Programm mit Botschaft. Ich habe heute noch Tränen in den Augen, wenn ich im Fernsehen Reportagen von damals sehe.
Den kleinen Gauß habe ich mit 5 innerhalb von Sekunden am Esstisch meiner Eltern bewiesen, ich wurde als Wunderkind rumgereicht.
Im Westen angekommen sollte ich bald eine Klasse überspringen (Bunsen-Gymnasium Heidelberg, ist dann an Sport gescheitert.
Es tut mir leid, ich habe echt den Eindruck, dass ich damit hausieren muss, um auf das Unrecht, dass mir angetan wurde, hinzuweisen.
Heute lebe ich von Hartz 4, ich habe keine Ausbildung, mein Antrag auf eine Rehamaßnahme wurde abgelehnt. Wortlaut: Sie haben bisher Helfertätigkeiten ausgeübt, das können Sie auch weiterhin machen.
@flivatüt
Mir ist völlig klar, dass die Autokennzeichen- und Telefonnummerngeschichte an den Haaren herbeigezogen klingt, nur liesse sich ja relativ einfach Gegenteil zu meiner Interpretation dieser Dinge beweisen, wobei ich zumindest die Existenz dieser Nummern (bis auf die HD-IT 2000-Schilder) nachweisen kann (Rechnungen, Prepaidvertrag, Zeugenaussagen).
Das die Geschichte stinkt, machen in meinen Augen vorallem die Schreibmaschinenbriefe des Herrn Fischer deutlich (Zeugen: meine Eltern). Nicht ohne Sicherheit wird sich jemand soweit aus dem Fenster rauslehnen. Ich bin an einer Klärung der Vorgänge sehr interessiert.
Meine Einschätzung, dass ich in meinem damaligen Zustand mit illegalen Mitteln unter Druck gesetzt wurde, um einen Ermittlungserfolg und vorallem eine abschreckende Wirkung zu erhalten (der halbe Standort kannte mich, meinen Werdegang dort und ehrlich gesagt auch irgendwann meinen Zustand) resultiert ja gerade aus diesen Briefen, sowie dem Prahlen des Herrn Fischer über seine Verbindungen zur Staatsanwaltschaft Rottweil.
Sollte Sinn und Zweck dieser Briefe einfach nur gewesen sein, mir "nen ordentlichen Schrecken" einzujagen, so hat das angesichts der Arztgeschichte und dem Umstand, dass ich komplett entrechtet wurde (fragt mal das Geschäftszimmer der Kompanie, in der ich geführt wurde, wer meinen Wehrsold zahlte, was steht auf dem Arrestbefehl, der beim Stab lag?) halt schon ein Geschmäckle: das eines Mannes, der aus Machtgelüsten Kritiker (Anhänger der FDGO) in den Endsieg mobbt. - Ich bitte um Anzeige.
Im Grunde hoffe ich, dass die anderen Soldaten, die vor dem Arztzimmer saßen, ausfindig gemacht werden.
Meine Musterungsakten (ganz nebenbei ärztliche Daten, die ja der Schweigepflicht unterliegen müssten) waren jedenfalls z.B. auch Uffz Schmidt bekannt, der mich in Gegenwart von Rekruten auf deren Inhalt ansprach.
Ferner wurde mir von Alexander Franke versichert, dass das Sanitätspersonal bei Einschleusungen Angaben zu Drogenkonsum zu einem Großteil fälschte, da die betreffenden Unterlagen beim nächsten Frühstück immer von den Ärzten an die Offiziere weitergeleitet wurden.
Überhaupt sollte man sich anhand der Häufung an Einzelfällen in dem Laden doch irgendwann mal fragen, ob es auch Wehrdienstleistende gibt oder gab, die offenen Augen nicht über Häufungen von Einzelfällen gestolpert
Ich finde die Geschichte von sgrendus nicht witzig.
Ich finde sie ziemlich schockierend. Nicht wegen der Autokennzeichen und Telephonnummern, sondern wegen dem, was sgrendus erlebt hat.
Ehe ich mich entschlossen hatte, mich länger zu verpflichten, hatte man beim Kreiswehrersatzamt festgestellt, dass dich aufgrund der Kurzsichtigkeit nicht für Radardienst und Radarführungsdienst geeignet sei.
Anschließend habe ich 8 meiner 12 Jahre bei den Flugabwehrraketen als BCO verbracht. Jetzt dürfen Sie raten, womit die Zielauswahl getroffen wird. *^^*
Inzwischen bin ich in einem wesentlich friedlicheren Tätigkeitsfeld, was manchen Vielflieger evtl. beruhigen könnte. ;-)
Meinen Wehrpass habe ich noch. "Ersatzreserve II" steht da drin, weil nur beschränkt tauglich. Seinerzeit war ich bereits Waffen tragender Beamter (Zoll = wehrdienstpflichtig).
"Sie brauchen den Grundwehrdienst wegen Ihrer allgemeinen körperlichen Schwäche nicht zu leisten", sagte der BW-Doktor.
Drei Jahre später 100 m in 10,9 sek.
Mit 45 Jahren habe ich meine Karriere als "aktiver" Fußballer dann doch aufgegeben.
Es scheint, als seien die Musterungsmethoden nur "beschränkt tauglich". Mir war's aber nicht unrecht.
Paging