Der Verteidigungsminister hat es eilig: Guttenberg will die Verkürzung der Wehrpflicht von neun auf sechs Monaten auf 2010 vorziehen - und erntet damit Skepsis.

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg will nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios die Verkürzung der Wehrpflicht vorziehen. Guttenberg plant demnach bereits die zum 1. Oktober dieses Jahres einberufenen Wehrpflichtigen schon nach sechs statt der bisher üblichen neun Monate wieder zu entlassen.

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Für die Rekruten, die am 1.10.2010 eingezogen werden, könnte der Dienst schon nach sechs Monaten vorbei sein - Verteidigungsminister Guttenberg will die Verkürzung der Wehrpflicht vorziehen. (© Foto: dpa)

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Verteidigungsstaatssekretär Christian Schmidt (CSU) bestätigte die Meldung im Deutschlandfunk indirekt. "Es gibt Überlegungen dahin, dass die zum 1. Oktober 2010 Eingezogenen ihren Wehrdienst am 31. März 2011 beenden können", sagte Schmidt.

Es seien allerdings noch einige Verhandlungen notwendig, da auch der Zivildienst betroffen sei, so der Verteidigungsstaatssekretär. "Wir wollen eine konzise (kurze) und nachvollziehbare Übergangsregelung finden. Ich bin da sehr optimistisch."

Der scheidende Wehrbeauftragte des Bundestages, Reinhold Robbe (SPD), äußerte sich kritisch zur geplanten Verkürzung des Wehrdienstes von neun auf sechs Monate. "In der Truppe wird die Verkürzung überwiegend sehr skeptisch gesehen, weil man dort im Augenblick noch nicht erkennen kann, in welche Richtung das Ganze gehen soll", sagte er dem Kölner Stadt-Anzeiger.

Im Koalitionsvertrag ist vereinbart, die Wehrpflicht zum 1. Januar 2011 auf ein halbes Jahr zu verkürzen. Verteidigungsminister Guttenberg kündigte zudem an, die Zahl der jährlich einzuberufenden Wehrpflichtigen von derzeit 40.000 auf 50.000 zu erhöhen. Die Verkürzung der Wehrdienstzeit hatten CDU/CSU und FDP bei Bildung der schwarz-gelben Bundesregierung im Koalitionsvertrag festgelegt.

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(dpa/fvk/woja)