Verteidigungsminister Jung hat eine Entsendung deutscher Militärausbilder in den Süden Afghanistans abgelehnt - doch einige Bundeswehrsoldaten müssen offenbar doch in den besonders umkämpften Teil des Landes.
Die Bundeswehr will laut Welt am Sonntag sechs Soldaten in den Süden Afghanistans schicken. Drei Soldaten vom Bereich Operationsinformation (OpInfo) sollen dem Bericht zufolge dort von Mai an bei der lokalen Bevölkerung für mehr Akzeptanz der Internationalen Schutztruppe ISAF werben.
Etwa 3000 Soldaten der Bundeswehr sind am Hindukusch stationiert, sechs von ihnen sollen nun auch in den Süden des Landes (© Foto: ddp)
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Das habe Staatssekretär Peter Wichert den Obleuten des Verteidigungsausschusses des Bundestages in einem Schreiben mitgeteilt. Wichert habe die Verteidigungspolitiker auch über eine geplante Dienstreise von Bundeswehrsoldaten in die Provinz Helmand in Südafghanistan unterrichtet. Die Soldaten sollen dort erkunden, wie gut die afghanische Armee ausgebildet sein muss, um sinnvoll in Operationen der ISAF eingebunden zu werden.
Am Freitag war bekannt geworden, dass die Regierung in Kabul um die Entsendung von Militärausbildern in den umkämpften Süden Afghanistans gebeten hatte. Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) lehnte diese Anforderung jedoch ab.
Klaeden: Prinzipiell möglich
Sein Sprecher Thomas Raabe sagte in Berlin, diese Anforderung sei keine Nothilfe und damit nicht mehr vom Bundestagsmandat für die deutsche Beteiligung an der internationalen Afghanistan-Schutztruppe ISAF gedeckt.
Zuvor hatte das Verteidigungsministerium einen ZDF-Bericht bestätigt, nach dem möglicherweise 19 deutsche Militärausbilder mit einem afghanischen Infanterie-Bataillon von Kundus im vergleichsweise ruhigen Norden nach Kandahar in den heftig umkämpften Süden des Landes ziehen könnten.
Trotz Jungs Absage hält der CDU-Verteidigungspolitiker Eckhart von Klaeden solche Missionen deutscher Soldaten grundsätzlich für möglich. Prinzipiell müsse man "bereit sein, die von Deutschland ausgebildeten afghanischen Einheiten in ihren Einsatz zu begleiten", sagte er Spiegel Online. Dies sehe der Operationsplan der NATO vor. Im konkreten Fall begrüßte von Klaeden aber Jungs Entscheidung.
Der Einsatz der Soldaten aus dem Bereich Operationsinformation ist laut Staatssekretär Wichert für drei bis vier Wochen geplant. Er finde "im Rahmen des gültigen Bundestagsmandates" statt.
Landesweit begrenzte Hilfseinsätze
2004 habe sich Deutschland der NATO gegenüber vertraglich verpflichtet, die Führungsrolle für Informationsoperationen zu übernahmen, schreibt Wichert laut Welt am Sonntag in seiner Begründung. "Der Einsatz ist für den Erfolg der ISAF-Gesamtoperation von hoher Bedeutung. Er ist zeitlich befristet und unabweisbar."
Mit gut 3000 Soldaten ist Deutschland der drittgrößte Truppensteller der Afghanistan-Schutztruppe ISAF. Die Bundeswehrsoldaten sind in der Hauptstadt Kabul sowie in den nördlichen Städten Masar-i-Scharif, Kundus und Faisabad stationiert.
Im Bundestags-Mandat für das deutsche ISAF-Kontingent heißt es, die deutschen Streitkräfte würden in den ISAF-Regionen Kabul und Nord eingesetzt. Das Mandat sieht aber auch vor, dass die Bundeswehr landesweit begrenzte Hilfseinsätze leistet, sofern diese zur Erfüllung des ISAF-Auftrags nötig seien.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(AFP/dpa)
Protest gegen dritte Startbahn
Dass komische ist nur es gab einen Bericht in der Tagesschau letztes Jahr. Demnach war der Einsatz nur bis Dezember 2006 aber den gibt es immer noch! Und jetzt redet keiner mehr davon! http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6055614,00.html
Anders als in dem Bericht bleiben die Soldaten nicht nur im Camp sondernfliegen raus und kümmern sich um die Provincial Reconstruction Teams (PRT). Was wird denn gesagt wenn dabei etwas passiert, ich weiss es genu! Dann wird gesagt es sei irgend ein Unfall im Norden!
...das mit dem Rauschgift, denkt mal an die Contra-Crack-Affäre in den USA.
Ich kann Deine AUfregung sehr gut nachvollziehen. Aber wundert Dich das alles? Es war immer so, dass so manche gefährliche Nachricht dem Völkchen vorenthalten wurde und ich denke, da gibt es noch jede Menge schlimme Dinge, die uns verborgen bleiben. Kann man ja auch verstehen, allein diese massive Sicherheitsmaschinerie vorm G8 und die ernorme Angst vor den eigenen Intellektuellen, was glaubst Du was passieren würde, wenn selbst die Bildleser dahinter kommen, was hinter der vermeindlichen Befreiung Afghanistans steckt? Spätestens dann nehme ich mir meinen Resturlaub und verreise kurzfristig weit weit weg...
Dass ich nicht lache, es sind 21 deutsche Soldaten im Süd-Afghanistans seit april 2007 eingesetzt! Ab Oktober bis Dezember 2006 waren auch schon über 20 deutsche von der selben Einheit dort! Ich weiss es nicht von irgend wehm sondern aus eigener erfahrung. Ich habe die lügen langsam satt! Immer reden alle nur von den Tornados, die im Norden stationiert sind und nur über den Süden fliegen in ca. 10km höhe. Keiner sagt auch nur ein wort über die Soldaten die direkt inm Süden stationiert sind!!!
Wie war das doch , deutsche Soldaten werden nicht in Süd-Afghanistan eingesetzt?
Wers glaubt, wird selig!
Zuerst die Bundeswehr Tornados, jetzt diese 6 Soldaten zur Beobachtung,
abgeblich sollen auch noch 19 Bundeswehr -Ausbilder in den Süden verlegt werden.
Und die US- Marionette Karsai fordert ja auch noch mehr BW- Soldaten.
Es wird nicht lange dauern bis unsere US-willigen Politiker, der Bundeswehr den Befehl geben werden in den Süden zu kämpfen.
Und wo überall die Soldaten der KSK eingesetzt werden, will ich erst gar net wissen.
Paging