Nach den NPD-Attacken auf einen thüringischen CDU-Politiker wird jetzt der sächsische SPD-Kandidat Henning Homann aus der rechten Szene angegriffen.
Nach den NPD-Attacken auf den dunkelhäutigen CDU-Wahlhelfer Zeca Schall in Thüringen schlägt jetzt Sachsens SPD Alarm. Ihr Landtagskandidat Henning Homann aus Döbeln und dessen Eltern seien seit geraumer Zeit Zielscheibe von tätlichen und verbalen Angriffen aus der rechten Szene, hieß es. Die Polizei sei eingeschaltet und ermittle, es gebe Sicherheitsmaßnahmen, sagte Homann in Dresden vor Journalisten.
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"Ich lasse mich nicht einschüchtern": SPD-Politiker Henning Homann wird aus der rechten Szene angegriffen. (© Foto: dpa)
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Die Partei vermutet, dass eine rechte Kameradschaft - unterstützt von der NPD - hinter den Aktionen steckt. Ähnlich hatten sich schon die Linken nach einem tätlichen Übergriff auf Wahlkampfhelfer in Dresden geäußert.
Er sei auf offener Straße gezielt bedroht worden, berichtete der Homann, der sich in verschiedenen Netzwerken gegen Rechts engagiert. Ende Juli habe ihn ein Moped-Fahrer zunächst als "Scheiß- Roter" beschimpft, sei ihm dann zum Auto gefolgt, auf ihn zugefahren und habe erst kurz vor ihm abgedreht. "Ich war starr vor Angst", sagte Homann. Beschädigte, beschmierte und abgehängte Wahlplakate ließen den Schluss zu, dass die Täter aus der rechten Szene kämen. Seit Donnerstag gebe es auch einen Zeugen dafür.
Homann vermutet, dass hinter den Aktionen die Neonazikameradschaft "Division Döbeln" steckt. Diese hatte auf ihrer Internetseite über "schwachsinnige Propaganda" in der Stadt berichtet, die von "Aktivisten" entfernt worden sei. "Damit können nur meine Plakate gemeint sein", sagte Homann und fügte hinzu: "Ich lasse mich nicht einschüchtern." Er wolle sich nicht in der Rolle eines Opfers sehen, machte Homann deutlich. Er gehe jetzt an die Öffentlichkeit, um anderen Mut zu machen, "denn es geht nicht nur um mich".
Gegen Hass und Gewalt
SPD-Landtagsfraktionschef Martin Dulig sagte, Hass und Gewalt in der politischen Auseinandersetzung dürften nicht hingenommen werden. "Die Partei, die das unterstützt, ist eindeutig die NPD." Die demokratischen Parteien seien in der Pflicht, sich gegen dieses flächendeckende Agieren von NPD und deren Helfern zur Wehr zu setzen. Er distanzierte sich zugleich von Attacken gegen die NPD, die in der Vergangenheit auch Übergriffe beklagt hatte. "Das gehört nicht in das Repertoire demokratischer Wahlkämpfer."
In Thüringen ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die NPD wegen der Attacken gegen den CDU-Wahlhelfer Schall. Die CDU hatte Anzeige erstattet, nachdem der NPD-Wahlkampfleiter in einer Mitteilung angekündigt hatte, dass Schall in einem "Gespräch" von der NPD "zur Heimreise animiert" werden solle. Schall, der in Angola geboren wurde und deutscher Staatsbürger ist, steht unter Polizeischutz.
Zoff im Bundesgerichtshof: Eine Personalie führt zu heftigen Verwerfungen – die Akte Karlsruhe. Seite Drei Jetzt lesen ...
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(dpa/holz/mikö)
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Es ist nicht mehr nachvollziehbar, daß N az is ungestraft Menschen bedrohen - diese Leute sind namentlich bekannt und für mich ist es unfaßbar daß hier niicht die Staatsgewalt zugreift
Dies ist der eigentliche Skandal im Skandal!
Und noch was zu User "Pira": Ihr undifferenzierter Linken-Haß ist nur noch bedauernswert. Betätigen Sie sich doch in irgendeinem für Sie passenden Forum, da finden Sie wenigstens Gleichgesinnte.
Hier jedenfalls nicht.
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Ich habe lange gezögert, ob ich mich als Vater des betroffenen Kandidaten Henning Homann hier zu Wort melde. Nachdem jetzt in vielen Blogs und Naziseiten die Hetze weitergeht, habe ich mich dazu entschlossen. Da heißt es, um nur ein Beispiel zu nennen: "Der Quotenneger der CDU hat Konkurrenz von der SPD bekommen." Und heute finden so genannte Flashmobs zum Todestag von Rudolf Hess statt. Dagegen gilt es vorzugehen. Das geht ALLE etwas an.
Das NPD-Verbot gehört unbedingt dazu. Aber bitte vorher die IM´s des Verfassungsschutzes abschalten. Sonst wird es eine erneute Niederlage.
Ein Satz noch zu dem arroganten Kommentar desjenigen, der von einem "Lamento" geschrieben hat. Bevor sie leichtfertig eine solche Äußerung von sich geben, sollten Sie daran denken, dass der Betroffene nicht zufällig ausgesucht wurde. Mag sein, dass Ihnen seine Parteizugehörigkeit gefällt. Das berechtigt jedoch nicht dazu, sich abfällig über jemanden auszulassen, der seit Jahren für Demokratie und gegen Nazis kämpft.
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