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Nikolaus Brender, dpa

"Ich will heute Abend sehr höflich bleiben", kündigt Nikolaus Brender den Teilnehmern der "Berliner Runde" am Sonntagabend an und spielt damit auf den zum Teil rüpelhaften Verlauf der "Elefanten-Runde" vor vier Jahren an.

Auch wenn Guido Westerwelle abwechselnd den vor Kraft strotzenden Rüpel und den erhabenen Staatsmann gibt - so schlimm wie Gerhard Schröder treibt er es bei weitem nicht, der ZDF-Chefredakteur muss nicht unhöflich werden.

Er lässt es sich aber nicht nehmen, Angela Merkel an ihre Absage für eine Runde der Spitzenkandidaten kurz vor der Wahl zu erinnern: "Sie sind freundlich und höflich behandelt worden", sagt er am Ende der Sendung. "Es wäre Ihnen auch so gegangen, wenn Sie vor der Wahl zu uns gekommen wären."

Ob Brender bei den Gewinner bleibt, ist abzuwarten: Die CDU hatte im Frühjahr versucht, ihren Einfluss im Verwaltungsrat des ZDF zu nutzen, um zu verhindern, dass er Chefredakteur bleibt. Die Frage, ob Brenders Vertrag verlängert wird, wurde damals auf Herbst vertagt.

Foto: dpa

28. September 2009, 10:35 2009-09-28 10:35:00