Bundeskanzlerin Merkel sieht durch den neuen EU-Vertrag Europa und Deutschland gestärkt. Bei der abschließenden Debatte wandte sich allein die Linke gegen das in Lissabon ausgehandelte Vertragswerk.
Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht durch den neuen EU-Vertrag Europa und Deutschland gleichermaßen gestärkt. In der Debatte zur Ratifizierung des Vertrags von Lissabon sagte die Kanzlerin am Donnerstag in Berlin, dass der Vertrag eine solide Grundlage für die EU sei und Europa aus dem Stillstand herausführen werde.
In Berlin berät der Bundestag über den EU-Vertrag von Lissabon. (© Foto: AP)
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"Der neue Vertrag ist gut für Europa." Europa werde "stärker und selbstbewusster denn je sein". Deutschland in der Mitte des Kontinents werde auch davon profitieren. Entscheidungen der EU würden vereinfacht, Deutschlands Rolle gestärkt und zugleich die Rechte der nationalen Parlamente und der Kommunen besser verankert.
"Wenn dieser Vertrag in Kraft tritt, dann wird die Europäische Union auf sicheren Beinen stehen", sagte die CDU-Vorsitzende am Donnerstag vor der Abstimmung über den Vertrag im Parlament. "Es ist wirklich auch höchste Zeit für Europa", sagte sie. "Die Phase der Unsicherheit und der Lähmung muss vorbei sein."
Nach den Worten von SPD-Chef Kurt Beck soll die Schaffung eines gemeinsamen europäischen Sozialraums in den kommenden Jahren im Mittelpunkt der Europapolitik stehen. Soziale Gerechtigkeit müsse eine gemeinsame Vision in Europa werden, forderte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident.
Beck wirbt für Arbeitnehmerrechte
Dazu gehöre das Prinzip "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" ebenso wie der Ausbau der Arbeitnehmerrechte und der Mitbestimmung in allen Mitgliedsstaaten. Nur so werde die Gemeinschaft größere Zustimmung in der Bevölkerung erhalten.
Der neue EU-Vertrag darf nach Becks Worten kein endgültiger Abschluss für Europa sein. Ziel bleibe eine gemeinsame Verfassung und von allen Mitgliedern getragene Grundrechtecharta. Auch mit jetzt 27 Mitgliedern sei die EU handlungsfähig. Dafür seien aber immer wieder Kompromissbereitschaft und ein fairer Interessenausgleich notwendig.
Der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle erkannte die Leistung Merkels und ihres Außenministers Frank-Walter Steinmeier bei der Erarbeitung des Vertrags ausdrücklich an. Die beste Lösung aus seiner Sicht wäre zwar eine europäische Verfassung gewesen, die in einer Volksabstimmung bestätigt worden wäre.
Aber das jetzt Erreichte sei besser, als gar nichts zu Stande zu bringen. "Wenn man das Beste nicht erreichen kann, dann ist man gut beraten, das Zweitbeste zu machen", sagte Westerwelle.
Auch der Grünen-Politiker Jürgen Trittin sagte, der Vertrag sei nicht perfekt. Dieses Europa sei aber eine Antwort auf die Frage, wie man die Globalisierung ökologischer und demokratischer gestalten könne.
"Gravierende Nachteile"
Ein klares Nein zum neuen EU-Vertrag kam nur von der Linken. Der Vertrag sei von "neoliberalem Geist" geprägt und für die Bürger nur schwer verständlich, sagte Parteichef Lothar Bisky. Von Vereinfachung und Transparenz könne keine Rede sein. Dringend notwendig wäre eine lesbare Vertragsversion gewesen, sagte Bisky. "Glasnost auch für Europa."
Die Linke will als einzige Fraktion am Mittag gegen den Vertrag stimmen. Zudem erwägt sie wegen möglicher Verletzung der Abgeordnetenrechte eine Verfassungsklage. Bisky verlangte eine Volksabstimmung über den Vertrag. Damit stünde die Linke nicht alleine dar. Insgesamt forderten 28 linke Parteien in Europa eine Volksabstimmung. Bisky betonte, die Linke sei nicht gegen Europa, sondern gegen diesen Vertrag, der gravierende Nachteile habe.
Der jetzt zu verabschiedende Vertrag war wesentlich unter Merkels EU-Vorsitz in der ersten Hälfte vergangenen Jahres ausgehandelt worden. Er soll 2009 anstelle der gescheiterten EU-Verfassung in Kraft treten. Dafür müssen ihm alle 27 EU-Staaten zustimmen. Als größte Hürde gilt die nur in Irland geplante Volksabstimmung. In Bundestag und Bundesrat gilt die Ratifizierung als sicher.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(AP/dpa/Reuters/gal/bavo)
Stockender Kita-Ausbau
Diktaturvertrag
Der (dieser) EU-Vertrag ist ein Diktaturvertrag. Das Grundgesetz ist damit ab nächstes Jahr entmachtet und ein landesverräterischer Akt vollzogen, gegen den Widerstand gemäß Art. 20 Abs. 4 GG nötig ist.
Frau Merkel hatte am 16. Juni 2005 die Diktatur angekündigt.
Die Deutschen haben keinen immerwährenden Anspruch auf Demokratie. Dieses nach der Konferenz der Bilderberger am 7.Mai 2005 in Rottach-Egern (Bayern), auf welcher vorgezogene Neuwahlen im Dt. Bundestag und damit die verdeckte Abwahl Schröders beschlossen wurde.
Die Veranstaltung wurde von außen gefilmt (www.google.. . . .).
Auf die Rede dieser Merkel in Berlin wurde einen Tag später in Internetseiten etc. seitens der gleichen Filmer hingewiesen.
richard kendel-koeppl 8 1 5 4 5 Mü.
"Soziale Gerechtigkeit im Mittelpunkt der Europapolitik" ...
dieses Ziel ist zunächst selbstverständlich und zutiefst solidarisch ...
In der Theorie soll es der Bevölkerung in den EU-Ländern gleich gehen,
"gleich gut ./. gleich schlecht" - hoffentlich gleich gut, soweit die Theorie...
Die praktische Umsetzung hat in den EU-Ländern zweierlei Auswirkung:
1.) In den "armen" EU-Länder steigen (hoffentlich) Löhne und Gehälter,
sowie die allgemeine Preisentwicklung - gen westeuropäisches Niveau,
2.) In den "reichen" EU-Ländern hingegen stagnieren oder fallen Löhne
und Gehälter, während das allgemeine Preisniveau stagnieren sollte ...
Problematisch an der gesamten kommenden Entwicklung ist allein die Tatsache, dass diese Entwicklung nicht "sozial gerecht", d.h. parallel und zeitgleich geschehen wird...
Die Löhne in den bislang ärmeren EU-Ländern werden, gegen entsprechenden Widerstand aus "interessierten Kreisen", im Verhältnis eher langsam steigen, während die Preise deutlich schneller nach oben wandern (werden) ...
Für die Bevölkerung in den "reicheren" EU-Ländern wird es ernstere Konsequenzen haben, denn hier versuchen "interessierte Kreise" die allgemeinen Preise hoch zu halten, während die Löhne und Gehälter direkt oder indirekt eher fallen werden ...
Kurz gesagt, wird es "Soziale Gerechtigkeit" in EU-Europa erst geben, wenn alle EU-Länder einheitliche=gleiche Gesetze verabschieden, identische Wirtschaftsförderung betreiben, dereinst einheitliche Lohn-/Gehaltsstrukturen entwickeln und eine einheitliche und entsprechend ausgewogene Preispolitik betreiben - und das wird noch dauern ...
Es ist mir ein Rätsel, wie alle Parteien ausser den Linken hier von einem Zuwachs Demokratie sprechen können, obowhl sie doch mit List und Tücke die Bevölkerung von der Abstimmung darüber ausgeschlossen haben. Die Volksvertreter verstehen anscheinend ihren Job dahingehend, dass sie jetzt auch für die Bürger das Nachdenken übernehmen bzw es ihnen abnehmen im Wortsinne von Wegnehmen.
Sicher befolgen sie den Rat der BMJ Frau Zypries, die klar sagt, dass der Bürger die Gesetze nicht verstehen muss oder dies auf Grund mangelnder Bildung auch garnicht kann, es muss sie nur befolgen. So bekommt der Begriff "Stimmvieh" seine richtige Bedeutung.
Herr Bisky forderte eine lesbare Version des Vertrages: Ich wäre sehr dafür, in einer Art Klausur- wie im Abitur .- die Abgeordneten des Bundestags von Politikwissenschaftlern prüfen zu lassen, ob sie den Vertrag gründlich gelesen und auch verstanden haben. Jeder, der durch diese Prüfung fällt, dürfte dann nicht an Abstimmungen teilnehmen, deren Thematik er nicht verstanden hat. Aber das ist wohl zu viel verlangt. Soviel Denken kann man auch von Politikern wohl nicht verlangen. Denn auch diese haben ihre Vordenker.
ein vertrag sie zu knechten und zu binden.
die demokratie häppchenweise nach brüssel zu verlagern und örtliche regierungen ihrer zuständigkeiten zu berauben.
das, wofür die eu eigentlich gedacht war , davon haben sich unsere pseudo-volks-vertreter schon lange verabschiedet.
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