Die FDP-Führung geht intern davon aus, dass nicht alle Wahlmänner der Liberalen in der Bundesversammlung am 23. Mai für Schäuble stimmen würden.

Das berichtet die Bild-Zeitung. Über entsprechende Hinweise habe Parteichef Guido Westerwelle die CDU-Vorsitzende Angela Merkel informiert.

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CSU-Chef Edmund Stoiber schloss unterdessen eine Kandidatur für die Nachfolge von Bundespräsident Johannes Rau erneut aus. "Wir finden einen überzeugenden Kandidaten aus den Reihen der CDU", sagte Stoiber im ZDF.

Er habe oft genug gesagt, dass er ein "leidenschaftlicher Parteivorsitzender" und gestaltender Politiker sei. Deswegen komme für ihn das Bundespräsidentenamt nicht in Frage.

Stoiber, über dessen Kandidatur am Sonntag erneut spekuliert worden war, sagte mit Blick auf einen möglichen gemeinsamen Kandidaten mit der FDP, die CDU habe das "erste Vorschlagsrecht".

Der Fahrplan, den Kandidaten erst im März zu bestimmen, mache Sinn. "Wir stehen in einem riesigen Reformprozess und der Kandidat muss sicherlich auch diesen Reformprozess ganz entscheidend gestalten und begleiten", sagte der CSU-Vorsitzende.

Althaus für Schipanski

Aus der Thüringer CDU kommen zwei Kandidatenvorschläge. Landeschef und Ministerpräsident Dieter Althaus plädierte für seine Wissenschaftsministerin Dagmar Schipanski, die schon 1999 für das höchste Amt im Staat kandidiert hatte. Althaus kann sich aber auch den früheren Bundesumweltminister Klaus Töpfer als Kandidaten vorstellen.

Töpfer bringe "politisch und menschlich vernünftige Voraussetzungen für dieses Amt" mit. Seine persönliche Präferenz für die Nachfolge von Johannes Rau habe er schon früher klar gemacht, sagte der amtierende Bundesratspräsident. Im September hatte sich Althaus noch für seinen thüringischen Amtsvorgänger Bernhard Vogel als Bundespräsidenten ausgesprochen.

Die Zeit bis zur Kandidaten-Entscheidung, die sich die FDP bis nach der Hamburg-Wahl Ende Februar ausbedungen habe, dürfe nun allerdings nicht dazu führen, öffentlich über Wochen das Für und Wider einzelner Kandidaten auszutauschen.

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(sueddeutsche.de/dpa/AP)