Bundeskabinett Kanzlerin und Minister beschließen Gehaltserhöhung

Angela Merkel und ihre Minister bekommen mehr Geld - das Bundeskabinett hat für sich selbst eine Gehaltserhöhung um 5,7 Prozent beschlossen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihre Kabinettsmitglieder bekommen deutlich mehr Geld. Die Ministerrunde beschloss heute in Berlin zum ersten Mal seit zwölf Jahren eine Erhöhung der eigenen Bezüge.

Kanzlerin, Bundesminister und Parlamentarische Staatssekretäre bekommen demnach in drei Schritten bis August 2013 insgesamt eine Gehaltsanhebung von 5,7 Prozent. Für Merkel bedeutet das laut Innenministerium am Ende ein monatliches Plus von 930 Euro (im Jahr: 11.160 Euro) und für die Bundesminister 750 Euro (im Jahr: 9000 Euro) mehr. Die Kanzlerin verdient bisher im Monat 16.152 Euro, hinzu kommt eine "Dienstaufwandsentschädigung" in Höhe von 1022 Euro.

Die Bezüge der Kabinettsmitglieder werden damit nun nicht mehr wie in den vergangenen Jahren von der Anpassung der Beamtenbesoldung ausgenommen. Seit dem Jahr 2000 hatten die Bundesregierungen stets darauf verzichtet, zuletzt nach massivem Protest vor zwei Jahren. Nun soll eine erste Erhöhung um 3,3 Prozent rückwirkend zum 1. März 2012 gelten. Es folgen zwei weitere Schritte jeweils um 1,2 Prozent zum 1. Januar sowie zum 1. August 2013.