Bürgerkrieg in Syrien Mindestens acht Tote bei Raketeneinschlag in Universität

"Das ist ein Lehrbetrieb und keine Kriegsfront": Bei einem Raktenangriff auf die Universität von Damaskus sind mindestens acht Studenten getötet worden. Regierung und Rebellen geben sich gegenseitig die Schuld an dem Angriff.

Angriff auf Studenten der Kunshochschule in Damaskus: In der syrischen Hauptstadt sind nach Angaben des Staatsfernsehens zölf Studenten beim Einschlag von Mörsergranaten getötet worden. Die Opposition spricht von mindestens acht Toten. Die Geschosse seien in eine Kantine der Universität im Stadtzentrum eingeschlagen, berichtete ein staatlicher Fernsehsender. In bden Berichten waren zahlreiche Verletzte zu sehen.

Das Regime von Präsident Baschar al-Assad sprach von einem Terrorangriff und machte Rebellen für den Beschuss verantwortlich. Das syrische Beobachtungszentrum für Menschenrechte in London berichtete hingegen, Regierungstruppen hätten nahe Damaskus Rebellengebiete angegriffen. Dabei sei es zu den Einschlägen gekommen.

Ein Student, der Zeuge der Attacke wurde, sagte: "Diese Granaten haben Tod, Horror und Zerstörung verbreitet, das ist ein Lehrbetrieb und keine Kriegsfront". In der Nähe befinden sich unter anderem die Residenz von Präsident Baschar al-Assad, das Verteidigungsministerium und die Zentrale der Staatsmedien.

In Syrien tobt seit zwei Jahren ein Aufstand gegen die Herrschaft von Assad. Bei dem Bürgerkrieg sind nach UN-Schätzungen mehr als 70.000 Menschen getötet worden. Über eine Million Syrer befinden sich auf der Flucht.

Weitere Informationen über die Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London finden Sie hier.