Soll der Westen militärisch eingreifen? Nun fordert selbst die Arabische Liga den UN-Sicherheitsrat zur Einrichtung einer Flugverbotszone über Libyen auf. Westerwelle dagegen warnt davor.
Die Arabische Liga (AL) hat den UN-Sicherheitsrat am Samstag zur Einrichtung einer Flugverbotszone über Libyen aufgefordert. "Die Vereinten Nationen sollen ihre Verantwortung wahrnehmen und eine Flugverbotszone über Libyen einrichten", hieß es in einer Stellungnahme, die nach dem Treffen der AL-Außenminister in Kairo veröffentlicht wurde. Die AL kann selbst keine Flugverbotszone beschließen. Ihre Zustimmung gilt aber als Voraussetzung für eine Initiative im UN-Sicherheitsrat.
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Libysche Rebellen nahe Ras Lanuf: Am Samstag haben Gaddafis Truppen den strategisch wichtigen Ölhafen zurückerobert. (© AP)
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Die Vertreter der arabischen Staaten seien zudem dafür, Kontakte zur libyschen Opposition aufzunehmen, hieß es von Teilnehmern des Treffens in der ägyptischen Hauptstadt Kairo weiter. Unter anderem von der Zustimmung der Region hatten sowohl die Nato als auch die Europäische Union ein mögliches Eingreifen in den Libyen-Konflikt abhängig gemacht.
Zuvor hatte sich bereits der Chef der AL, Ägyptens Ex-Außenminister Amr Mussa, für ein Eingreifen internationaler Kräfte in Libyen ausgesprochen: "Ich rede von einer humanitären Aktion. Es geht darum, mit einer Flugverbotszone dem libyschen Volk in seinem Freiheitskampf gegen ein zunehmend menschenverachtendes Regime beizustehen", sagte er dem Spiegel.
Die deutsche Regierung indes gibt sich weiter zurückhaltend. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) bekräftigte diese Haltung zu Beginn eines informellen Treffens mit seinen Amtskollegen der Europäischen Union in Gödöllö bei Budapest mit einer markigen Vokabel. Es sei wichtig, den Eindruck zu vermeiden, dass es um einen "christlichen Kreuzzug gegen Menschen muslimischen Glaubens" gehe, sagte er. "Wir wollen nicht in einen Krieg im Norden Afrikas hineingezogen werden."
Westerwelle forderte stattdessen Gespräche mit den Nachbarn Libyens. "Ich glaube, es ist nicht gesund, wenn Europa über andere Länder spricht, anstatt mit diesen Ländern". In Nordafrika seien Freiheitsbewegungen der Völker im Gange. Europa solle dies unterstützen, "wenn gewünscht", doch solle dies nur als "Partnerschaft auf gleicher Augenhöhe" mit den dortigen Akteuren vor sich gehen.
Entscheidungen des Westens ohne Einbeziehung der betroffenen Nationen würde "das zarte Pflänzchen Demokratie" vor Ort gefährden, sagte er weiter. Zum Beispiel habe der König von Marokko "geradezu revolutionäre Reformen angekündigt". Zwar könne er verstehen, dass die Bilder der Gewalt aus Libyen betroffen machen, jedoch bestehe die Gefahr, dass man durch ein militärisches Eingreifen "das Gegenteil davon erreicht, was man mit heißem Herzen möchte".
Gaddafis Truppen erobern Ras Lanuf zurück
Im Osten Libyens halten die Kämpfe an: Die Armee brachte unter Einsatz von schweren Waffen und Kampfflugzeugen den Ölhafen Ras Lanuf unter ihre Kontrolle, berichtete der arabische Nachrichtensender Al-Arabija. Auch die 100 Kilometer weiter östlich gelegene Stadt Brega kam am Samstag unter Beschuss.
Regimetruppen gingen mit schwerer Artillerie und Luftangriffen gegen die Aufständischen vor. Die dort stationierten Rebellen begannen sich aus der Stadt zurückzuziehen, meldete der arabische Fernsehsender Al-Dschasira. Die Entwicklungen der letzten Tage deuten auf eine Konsolidierung für die Gaddafi-Truppen hin.
Ein Toter bei Protesten in Jemen
Auch in Jemen kam es erneut zu Protesten. Die Polizei löste in der Nacht zum Samstag eine Kundgebung von Gegnern des Langzeit-Präsidenten Ali Abdullah Salih mit äußerster Härte auf. In der Hauptstadt Sanaa wurde ein Demonstrant getötet; über 100 weitere wurden verletzt, als die Sicherheitskräfte mit Tränengas und Wasserwerfern gegen die Kundgebung im Zentrum vorgingen, berichtete der arabische Nachrichtensender Al-Dschasira.
Am Samstagmorgen blieb die Lage gespannt. Am Vortag hatten die Sicherheitskräfte in der südlichen Hafenstadt Aden drei Demonstranten verletzt, als sie gegen eine Kundgebung von Gegnern des Präsidenten vorgingen. Im Jemen finden seit Wochen Demonstrationen statt, bei denen der Rücktritt Salihs verlangt wird. Dieser hält sich in dem verarmten Land im Süden der arabischen Halbinsel seit 32 Jahren an der Macht.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
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(sueddeutsche.de/dpa/DAPD/aum)
Stockender Kita-Ausbau
Die arabische Liga sollte ihr Problem selbst lösen. Es wurden genug Maschinen in den arabischen Raum verkauft und die arabischen Länder wurden hochgerüstet. Da die USA aber zu 30 Prozent Saudi-Arabien gehört und inzwischen wohl der Präsident und die Militärs aus Riad befehligt werden, sollte man die USA auch diesen Unfug alleine machen lassen.
Mal sehen wohin die Chinesen die Amerikaner schicken, das ihnen ja 70 Prozent der USA gehören. Grins
Die Welt stirbt.
Guten morgen ich komme gerade aus dem Traumland,
wo ich unsere Träume gelebt fand
bin durch die Weltmeere geschwommen,
durch die Wüsten gerannt
hab die Sonne aufgehen sehen,
der Himmel stand in Brand.
hab gespannt den Klängen der Welt gelauscht
der eine gebärt sich heimlich das andere laut
habe Gebirge bewandert groß und klein
bin durch die Arktis gestapft
es hat geschneit.
Und ich hab mich verlaufen im Weiß der Weite
in den tausend Jahre alten Gezeiten
hab mich schlafen gelegt in dieser weißen nacht
und bin dann wieder in meinem Bett aufgewacht.
Gerade noch gelacht spür ich jetzt Tränen in den Augen
schalt ich die Flimmerkiste an kann ich es kaum glauben
Völker werden geschlachtet, Atome töten Menschen
die Menschheit stößt an ihre Grenzen
und da frage ich mich hat man den gar nichts gelernt
Atomkraft ist brutal und wird die Welt zerstören,
Krieg ist keine Lösung, man sieht es immer
und trotz alledem Singen sie wieder Totenlieder.
Was ist das für eine Welt in der man nur noch ist
damit man frisst, arbeitet und Kinder kriegt,
warum will Deutschland mehr Kinder sehen,
damit nachher mehr Menschen arbeiten gehen.
und so geht es weiter warum wird nichts unternommen
wenn Gaddafi Menschen tötet unter Bomben
es wird ein Teppich des Schweigens über Libyen gelegt
wären das Land unter Bombenteppichen zugrunde geht.
Im Grunde sehen die UN Menschen, Menschen um ihr überlegen kämpfen
und sie sehen es auch wie sie sterben
und ihrem Land ihr Blut als Andenken vererben.
Die USA ist marschierten in vielen Kriegen,
damit die Menschen ihre Freiheit kriegen
alle Kriege haben sich in Alpträume verwandelt,
doch jetzt wäre es richtig wenn die Weltmacht handelt
und da frage ich mich hat man den gar nichts gelernt
Atomkraft ist brutal und wird die Welt zerstören,
Krieg ist keine Lösung, man sieht es immer
und trotz alledem Singen sie wieder Totenlieder.
Und vielleicht ist Angst da, dass man das falsche tut
aber nichts zu tun das ist auch nicht gut
wie offensichtlich soll es noch werden
tut ihr erst etwas, wenn sie vor eurer Haustür sterben ?
"Nun fordert selbst die Arabische Liga den UN-Sicherheitsrat zur Einrichtung einer Flugverbotszone über Libyen auf. "
schließlich haben sie genug Gerät daür eingekauft, oder meinen die mal wieder, daß andere für sie die Kartoffeln aus dem Feuer holen sollen ?
" Dass sich die arabische Liga an den Westen - also die Ungläubigen - wendet, um Hilfe zu erhalten, ist überhaupt grotesk. "
Nö, isses nicht! Es ist völlig logisch! Dass sich Diktatoren von US-Gnaden iin ihrer Gesamtheit als "arabische Liga" nicht anders verhalten, als einzeln in ihren jeweiligen Ländern und sich deshalb sich so "entscheiden", wie das USrael gerne hätte, ist völlig konsequent.
"Sie mögen ihre selbstgemachten Probleme auch selbst lösen "
Genau! Die CIA/USrael-induzierten Probleme möchte USrael natürlich auch selbst "lösen", sprich, den Status Qquo erhalten, indem ein paar der Marionetten in der ersten Reihe durch solche aus dem Hintergrund austauscht werden und ansonsten alles weiterläuft wie gehabt.
"Es sei wichtig, den Eindruck zu vermeiden, dass es um einen "christlichen Kreuzzug gegen Menschen muslimischen Glaubens" gehe, sagte Westerwelle." Hier hat er Recht, denn die islamistischen Hetzer in allen Ländern warten ja förmlich nur darauf, dass die westlichen Kreuzfahrer auf den Plan treten. Dass sich die arabische Liga an den Westen - also die Ungläubigen - wendet, um Hilfe zu erhalten, ist überhaupt grotesk. Sie mögen ihre selbstgemachten Probleme auch selbst lösen - was nicht gegen nicht-militärische Hilfestellungen des Westen bei der Demokratisierung der retardierten arabischen Länder spricht. Was die elende politische und ökonomische Situation der islamischen Länder angeht, so möge jeder Interessierte den Spiegel der letzten Woche lesen. Dort wird die Misere plastisch beschrieben und übrigens auch in ein Verhältnis zu ostasiatischen Staaten gesetzt, die ebenfalls unter Kolonialismus und Krieg zu leiden hatten und sich dennoch bewundernswert entwickelt haben.