Öffentliche Bücherverbrennung in Berlin, 1933

Marx, Kästner, Tucholsky in Flammen: Am 10. Mai 1933 ging deutsches Kulturgut in Flammen auf. In 22 Städten verbrannten die Nazis die Bücher von kritischen, kommunistischen und jüdischen Autoren. 80 Jahre später erinnert eine Sonderausstellung an die Propaganda-Aktion "wider den undeutschen Geist".

Schon am 2. April 1933 verfasste die "Deutsche Studentenschaft" (DSt) einen Aufruf zur "Aktion wider den undeutschen Geist". Darin heißt es zu Beginn: "Der jüdische Geist, wie er in der Welthetze in seiner gesamtem Hemmungslosigkeit zum Ausdruck kommt, hat bereits im deutschen Schrifttum erheblichen Niederschlag gefunden und muß aus diesem ausgemerzt werden."

Die vom Propagandaministerium unterstützte Kampagne sollte "ihren Abschluß mit dem Verbrennungsakt finden".

Bild: SCHERL

10. Mai 2013, 15:32 2013-05-10 15:32:02  © süddeutsche.de

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