Trotz milliardenschwerer Förderung gehört Deutschland im europäischen Vergleich zu den Schlusslichtern. Vor allem die mangelnden Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren sind der Kommission ein Dorn im Auge.
Deutschland gehört bei der Kinderbetreuung nach Angaben der EU-Kommission trotz milliardenschwerer Förderung aus Brüssel zu den Schlusslichtern in Europa.
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Im Zeitraum 2000 bis 2006 förderte die Brüsseler Behörde die Gleichstellung von Mann und Frau in Deutschland mit 1,15 Milliarden Euro - dieses Geld stand auch für einen Ausbau der Betreuungsangebote zur Verfügung.
Gemäß einem Beschluss der Staats- und Regierungschefs sollen alle EU-Staaten im Jahr 2010 für 90 Prozent aller Kinder im Vorschulalter eine Betreuung anbieten, für Kinder unter drei Jahren gilt die Zielmarke von 33 Prozent.
Bei den Drei- bis Sechsjährigen verfehlte Deutschland die Vorgabe des EU-Gipfels in Barcelona 2002 mit 89 Prozent nur knapp. Bei den unter Dreijährigen lag die Quote mit 7 Prozent aber weit darunter, wie die Brüsseler Behörde unter Berufung auf Vergleichszahlen von 2003 mitteilte.
Frankreich hingegen bot bereits 2003 allen Kindern im Vorschulalter eine Betreuung an, für Jüngere lag der Wert bei 43 Prozent. Der flämische Teil Belgiens stand mit 100 und 81 Prozent ebenfalls glänzend da. Dänemark erreichte Werte von 93 und 56 Prozent, Schweden von 90 beziehungsweise 41 Prozent.
Durchweg schlechtere Werte als Deutschland wiesen der EU-Aufstellung zufolge nur Ungarn mit 86 und 6 Prozent, Bulgarien mit 74 und 7 Prozent, Griechenland mit 60 und 7 Prozent sowie Polen mit 60 und 2 Prozent auf. Der Europäische Sozialfonds stellt den Angaben zufolge auch in der Finanzierungsperiode von 2007 bis 2013 wieder Mittel für einen Ausbau der Kinderbetreuung bereit.
Es sei aber Sache der Mitgliedstaaten zu entscheiden, welche Vorhaben mit dem Geld aus Brüssel gefördert werden sollten, betonte die Kommission.
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(dpa)